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Allianz: Deshalb bremst der Aktienrückkauf den langfristigen Aufwärtstrend!

Lieber Leser,

die Allianz-Aktie hat zuletzt eine Pause eingelegt. Wir haben berichtet, dass es aus der markttechnischen Perspektive zu einem Ausbruch aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend nach unten kommen könnte. Das ist auch so geschehen. Der Ausbruch hat sich in den letzten zwei Wochen verstärkt, allerdings nur marginal. Mit den Jahresgeschäftszahlen bekommt der Ausbruch nun aber etwas Gegenwind. Die Aktie steigt in diesen Tagen in Richtung kurzfristige, zuvor unterschrittene Aufwärtstrendlinie. Wie geht es weiter?

Operativer Gewinn gesteigert

Der seit Mitte letzten Jahres bestehende mittelfristige Aufwärtstrend bestätigt die Erwartungen hinsichtlich der soliden Zahlen. Das Unternehmen konnte den operativen Gewinn um 0,9 % steigern und die eigenen Ziele damit erfüllen. Für das nächste Jahr wird ein Gewinn zwischen 10,3-11,3 Mrd. Euro erwartet. Der Jahresüberschuss ist um 4 % gestiegen. Die Dividende soll um 0,30 Euro je Aktie auf 7,60 erhöht werden. Besonders das Segment Unfall- und Schadenversicherung verzeichnet beim operativen Gewinn und per Q4 2016 einen überproportionalen Anstieg.

Lebens- und Schadenversicherung und Pimco stützen

Im Bereich Lebens- und Krankenversicherungen hingegen stagnierte der operative Gewinn. Ein Lichtblick, auf den wir immer wieder im Laufe des Jahres verwiesen haben, war die US-Tochter Pimco. Sie hat erwartungsgemäß immer mehr Kapitalzufluss verzeichnet, da das Anleihesegment mit den steigenden Renditen immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Aktienrückkaufprogramm beschlossen

Die Allianz sitzt auf einem hohen Kapitalberg und hat es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, sinnvoll zu investieren. Auch die zuletzt erfolgten Gespräche zur Übernahme des australischen Versicherers QBE haben sich scheinbar nicht konkretisiert. Die Allianz hat sich daher für ein Aktienrückkaufprogramm entschieden, was aber aus Sicht eines Anlegers zweierlei Bedeutung haben kann.

Zum einen dürfte der Aktienwert kurzfristig unterstützt werden. Langfristig betrachtet deutet ein Aktienrückkaufprogramm jedoch auf ein vermindertes Wachstum hin. Sofern die Allianz also nicht bald einen Übernahmekandidaten findet, dürfte das langfristige Aufwärtspotential der Aktie eher begrenzt bleiben.

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