Lieber Leser,
einen kräftigen Satz nach oben vollzogen vor einigen Tagen die Notierungen der Hugo-Boss-Aktie. Damit bewahrheitete sich einmal mehr die alt bekannte Börsenweisheit: Buy the rumor, sell the fact! Denn ausgelöst wurde das Kursplus ausschließlich durch Gerüchte.
Belgischer Investor mit knapp 3,0% eingestiegen?
So soll laut einem Bericht des manager-magazins, das sich auf gut informierte Quellen beruft, der als aktivistisch geltende Investor Albert Frere über seine Investmentfirma (GBL) knapp 3,0% der Anteile an dem schwäbischen Modekonzern erworben haben. Künftig plant der Belgier dem Bericht zufolge seine Beteiligung weiter auszubauen. GBL hat sich bislang zu den Mutmaßungen nicht geäußert. Und auch bei Hugo Boss zeigt man sich in dieser Angelegenheit sehr zugeknöpft.
Aufwärtspotenzial dank struktureller Neuausrichtung!
Sollte sich das Gerücht bewahrheiten, hat die Aktie des Bekleidungsherstellers aus dem Schwabenland allein schon wegen der weiteren GBL-Käufe Aufwärtspotenzial. Aber auch für den Fall, dass an der Nachricht nichts dran ist, dürften sich die Anteilscheine weiter erholen. Dank des laufenden Konzernumbaus mit weniger Marken und einer stärkeren Fokussierung auf Herrenmode schnitten die Schwaben bereits 2016 besser als befürchtet ab. Überdies konnte der Aktienkurs den zentralen Widerstand um die Marke von 62,50 Euro hinter sich lassen.



