Lieber Leser,
mit deutlichen Kursrücksetzern reagierte die Aktie von Yamana Gold auf das unlängst veröffentlichte Zahlenwerk. Ganz offenbar hatten die meisten Anteilseigner auf bessere Ergebnisse gehofft.
In 2016 290,8 Mio. US-Dollar Miese erwirtschaftet
Aus durchschnittlichen Verkaufspreisen von 1.251 bzw. 17,04 US-Dollar pro Feinunze Gold respektive Silber sowie 2,24 US-Dollar je Pfund Kupfer generierten die Kanadier 2016 einen Jahresumsatz in Höhe von 1,79 Mrd. US-Dollar. Der Nettoverlust wurde im Zwölfmonatsvergleich von 1,69 Mrd. auf nur noch 290,8 Mio. US-Dollar reduziert. Immerhin erwirtschaftete das Unternehmen einen positiven operativen Cashflow von 651,9 Mio. US-Dollar. Unterm Strich wurde also kein Geld verbrannt, sondern verdient.
Zu hohe Förderkosten
Das Hauptproblem bei Yamana Gold sind die im Branchenvergleich zu hohen Abbaukosten. Um wieder in die Gewinnzone zurückzukehren, benötigt der Konzern sehr viel höhere Verkaufspreise für seine Erzeugnisse. Auf der anderen Seite haben die überdurchschnittlichen Förderkosten zur Folge, dass die Aktie eine besonders große Hebelwirkung vor allem auf die Goldnotierungen entfaltet. Im Wesentlichen verhält sich der Kurs wie ein Long-Hebelzertifikat oder ein Call-Optionsschein. Sofern Sie von einem in US-Dollar stark steigenden Goldpreis überzeugt sind, ist die Yamana-Aktie keine schlechte spekulative Depotergänzung.



