Lieber Leser,
die Aktie des Düsseldorfer Energieversorgers E.on startet in einem günstigen Marktumfeld mit leichten Kursgewinnen in die neue Woche. Nach einer knapp zweimonatigen Erholungsrallye ist das Papier zuletzt etwas zum Erliegen gekommen. Um ein weiteres Kaufsignal zu entfachen, müsste der Widerstand im Bereich von 7,40 Euro gebrochen werden. An dieser Hürde war die Aktie Ende Januar mehrfach abgeprallt.
Leichten Rückenwind gibt es von der US-Investmentbank Morgan Stanley. In einer aktuellen Studie hat Analyst Nicholas Ashworth die Einstufung zwar auf „Equal Weight“ belassen, das Kursziel indes von 6,60 auf 7,30 Euro angehoben. Gleichzeitig erhöhte der Experte seine Gewinnschätzungen für E.on für das Jahr 2017.
Plädoyer für weitere Abspaltungen
Der DAX-Konzern fokussiert sich seit der Abspaltung der Kraftwerkstochter Uniper auf das Geschäft mit Erneuerbaren Energien. Noch muss E.on allerdings den Beweis antreten, dass man allein mit Ökostrom auch tatsächlich gewinnbringend wirtschaften kann. Geht es nach einigen Hedgefonds, könnte der Konzern auch durch weitere Abspaltungen Wert schaffen.
Nach Knight Vinke hat sich nun auch PSAM-Hedgefonds-Manager Peter Schoenfeld für zusätzliche Asset-Verkäufe stark gemacht. „Für die einzelnen Teile von E.on wäre die Bewertung deutlich höher als für den ganzen Konzern. Wir würden daher gern weitere Abspaltungen von Geschäftsteilen sehen“, sagte er im Gespräch mit dem Manager-Magazin. Zuletzt hatte das US-Analysehaus Bernstein Research vorgerechnet, dass die einzelnen Unternehmensteile von E.on einen Gesamtwert von 21 Mrd. Euro hätten, obgleich der Konzern auf einen Börsenwert von lediglich gut 14 Mrd. Euro kommt.



