Lieber Leser,
gefragt waren zu Beginn dieser Handelswoche die Anteilsscheine von E.ON. Zumindest mitverantwortlich für die höheren Notierungen dürfte Peter Schoenfeld gewesen sein, dessen Hedgefonds Peter Schoenfeld Asset Management (PSAM) einen Anteil unterhalb der 3%-Schwelle an dem Energiekonzern hält.
Shareholder-Value durch Abspaltungen steigern
Wie der US-Hedgefonds Knight Vinke würde auch Schoenfeld es begrüßen, wenn die Düsseldorfer nach Uniper weitere Geschäftsbereiche abspalten. Als potenzielle Kandidaten nannte der Finanzmanager das Auslandsgeschäft sowie die Windanlagen des Dax-Konzerns. Auf diese Weise ließe sich der Shareholder-Value steigern, weil Experten den Wert von E.ON in Einzelteilen auf bis zu 21 Mrd. Euro beziffern und die Gesellschaft an der Börse gegenwärtig lediglich mit 14 Mrd. Euro bewertet wird.
Klassisches Schlaftabletten-Investment
Auch wenn sich Schoenfeld in der Vergangenheit des öfteren gegen das Management durchgesetzt haben mag, ist eine komplette Zerschlagung des Versorgers zum jetzigen Zeitpunkt wenig wahrscheinlich. Eine solche würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Widerstand der Politik scheitern. Unabhängig davon ist die E.ON-Aktie auf dem momentanen Kursniveau ein typisches Schlaftabletten-Investment im Sinne der verstorbenen Anlegerlegende Andre Kostolany. Wenn Sie sich jetzt einige Papiere zulegen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Sie in einigen Jahren eine positive Überraschung erleben.



