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Solarworld: Ein Abschied auf Raten?

Liebe Leser,

die derzeitige Situation des deutschen Photovoltaikkonzerns Solarworld ist mies. Das bereits seit Jahren defizitäre Unternehmen musste vor Kurzem mitteilen, dass man im vergangenen Jahr noch tiefer in die Verlustzone gerutscht ist. Seit Monaten überfluten chinesische Anbieter den europäischen Markt mit Dumpingpreisen und sorgen daher für einen verhängnisvollen Preiskampf.

Sparprogramm wird konkreter

Um der Lage Herr zu werden, verordnete sich das Unternehmen eine Umstrukturierungsmaßnahme, die beispielsweise einen spürbaren Stellenabbau sowie die Konzentration auf Qualitätsprodukte zum Ziel hat.

Wie Solarworld jüngst mitteilte, habe man einen weiteren Schritt im Zuge des Umbaus getätigt. So will das Unternehmen das Lithium-Förderprojekt im Erzgebirge schrittweise aufgeben. Zunächst sei es vorgesehen, 50 Prozent der Projektanteile an den kanadischen Minenkonzern Bacanora Minerals zu veräußern. Der Preis soll sich auf 5 Millionen Euro belaufen. Somit würde das Projekt – zumindest vorläufig – als Gemeinschaftsunternehmen geführt. Die Option zur Komplettübernahme des Standorts werde 24 Monate offengehalten.

Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender bei Solarworld, kommentierte den Deal wie folgt: „Nachdem wir als Solarworld die ersten Schritte getan haben, werden nun das Knowhow und die finanziellen Mittel unseres Partners das Projekt weiter voranbringen.“

Lithium – der Speicherrohstoff unserer Zeit

Das chemische Element Lithium (Li) ist ein äußerst wichtiger Bestandteil von heutigen Akkumulatoren, welche zum Beispiel in Smartphones oder sonstigen mobilen Endgeräten Verwendung finden. Neben jenen handlichen Geräten werden Lithium-Ionen-Akkus außerdem in elektrisch betriebenen Fahrzeugen wie Hybrid- oder Elektroautos eingesetzt. Auch in der Solarbranche entwickelte sich Lithium zu einem unverzichtbaren Rohstoff für Speichertechnologien.

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