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Europol warnt vor Terror-Migranten aus Libyen, falschen Pässen

Die europäische Polizeibehörde Europol hat vor der zunehmenden Nutzung von gefälschten Pässen durch Kriminelle gewarnt. "Das Geschäft wächst weiterhin. Wir bemerken, dass die Zahl der gefäl...

Die europäische Polizeibehörde Europol hat vor der zunehmenden Nutzung von gefälschten Pässen durch Kriminelle gewarnt. "Das Geschäft wächst weiterhin. Wir bemerken, dass die Zahl der gefälschten Dokumente zunimmt", sagte der Leiter des vor einem Jahr gegründeten "Europäischen Zentrums zur Bekämpfung der Migrantenschleusung", Robert Crepinko, der "Welt".

Derartige Pässe würden insbesondere dann genutzt, wenn Migranten in Europa angekommen seien. "Wer dann einen sehr gut gefälschten Ausweis besitzt, hat gute Chancen, durch Polizeikontrollen zu kommen oder sich sogar unentdeckt per Flugzeug innerhalb Europas zu bewegen", sagte Crepinko. "Kriminelle versuchen so, vom Radar der Sicherheitsbehörden zu verschwinden."

Im vergangenen Jahr sei es Europol gelungen, mehrere Fälscherwerkstätten auszuheben, unter anderem in Griechenland. "Oftmals haben wir es mit gut organisierten Netzwerken zu tun, die sich über mehrere Länder strecken", sagte Crepinko.

Der Slowene warnte zudem vor einer möglichen Terrorgefahr, die von Migranten aus Libyen ausgehen könnte. "Aufgrund des staatlichen Versagens in Libyen und weil sich dort verschiedene und auch islamistische Milizen ausbreiten, müssen wir auch in Europa besonders wachsam sein", sagte Crepinko.

Eine Europol-Analyse war im Dezember zu dem Schluss gekommen, dass Libyen zum neuen Sprungbrett für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nach Europa werden könnte. "Experten erwarten, dass der IS Attacken von Libyen aus planen und durchführen wird, sobald die aktuelle Phase beendet ist, in der es dem IS vor allem um Geländegewinne und das Beseitigen von lokalen Widersachern geht", hieß es in dem Papier.

Im Januar hatte das US-Verteidigungsministerium einen Luftangriff in Libyen damit begründet, dass dieser Dschihadisten gegolten habe, "die aktiv Attentate gegen unsere Alliierten in Europa geplant" hätten. Einige seien zudem in "Anschläge, die bereits in Europa stattgefunden haben", involviert gewesen.

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