Lieber Leser,
überzeugende Geschäftszahlen für das Jahr 2016 präsentierte am Mittwoch der Dax-Konzern Bayer. Verantwortlich für das erfreuliche Ergebnis war die anhaltend boomende Pharmasparte, wodurch die relative Schwäche des Segments Agrarchemie überkompensiert wurde.
Umsatz- und Gewinnplus am oberen Ende der Markterwartung
Ihren Umsatz steigerten die Leverkusener im Zwölfmonatsvergleich um 1,5% von 46,1 auf 46,77 Mrd. Euro. Gleichzeitig verbesserten sich sowohl das operative Ergebnis (EBITDA) als auch der Nettogewinn um jeweils 10,2% auf 11,3 bzw. 4,53 Mrd. Euro. Damit lagen die Erlöse und Erträge am oberen Ende der Markterwartung. Hinsichtlich des Umsatzes und des EBITDA wurden darüber hinaus sogar neue Rekordmarken gesetzt. Für 2017 stellt der Vorstand ein weiteres Wachstum des operativen Ergebnisses im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht.
Monsanto-Übernahme teuer aber sinnvoll
Ab 2018 dürfte Bayer dank der Monsanto-Übernahme, die noch im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden soll, sogar noch deutlicher wachsen. Zwar ist der US-Saatgutriese mit einem Kaufpreis von 66 Mrd. US-Dollar alles andere als billig. Dafür wird der Deal dem stagnierenden Agrarchemiegeschäft wieder auf die Sprünge helfen. Insofern bleibt zu hoffen, dass die Wettbewerbshüter ihr Einverständnis für den Zusammenschluss geben. Speziell in diesem Fall hat die Bayer-Aktie längerfristig ein überdurchschnittliches Aufwärtspotenzial. Aber auch ohne Monsanto sind die Anteilsscheine der Leverkusener angesichts der moderaten Bewertung (2017er KGV von 13,5 und der starken Marktstellung ein grundsolides Investment.



