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Nordex: Zweifel an der Konzernleitung!

Lieber Leser,

beim Hamburger Windmaschinenbauer Nordex herrschte in den letzten Tagen so etwas wie Untergangsstimmung, zumindest beim Blick an die Börse. Die im TecDAX gelistete Aktie büßte seit Mitte vergangener Woche gut ein Drittel ihres Wertes ein, nachdem das Unternehmen mit einer Umsatzwarnung für Entsetzen bei den Anlegern gesorgt hatte. Mit dem Absturz auf rund 13,00 Euro notierte die Aktie so niedrig wie zuletzt im Herbst 2014. Möglicherweise wurde der vorläufige Tiefstand erreicht, denn das Papier konnte erstmals wieder deutlich zulegen.

Was ist genau geschehen?

Nach der ursprünglichen Prognose, die im vergangenen Herbst noch einmal bekräftigt wurde, sollten die Umsatzerlöse im laufenden Jahr auf 3,35 Mrd. Euro klettern. Nur wenige Monate später sieht die Welt aber ganz anders aus. Der Konzern fühlt sich hierzu nicht mehr imstande. Die nach unten korrigierte Prognose sieht nur noch einen Umsatz in einer Bandbreite zwischen 3,1 und 3,3 Mrd. Euro vor. Bei der operativen Rendite (Ebitda-Marge) geht die Konzernführung von einem Wert zwischen 7,8 bis 8,2 Prozent aus.

Und selbst im Jahr darauf ist keine signifikante Besserung in Sicht. Ein leicht verbesserter Umsatz (3,4 bis 3,6 Mrd. Euro) und eine Ebitda-Marge auf dem Niveau des Vorjahres sind nicht das, was man sich erhofft hatte. Gerade mit Blick auf die Übernahme der spanischen Windkrafttochter Acciona Windpower (AWP) im vergangenen Jahr.

Neubewertung ließ nicht lange auf sich warten

Entsprechend hart fiel das Urteil der einzelnen Investmentbanken und Analysehäuser aus, die den TecDAX-Titel regelmäßig beobachten. Es hagelte massenweise Abstufungen und starke Kurssenkungen. Drei frische Beispiele gefällig?

Die US-Bank Citigroup stufte Nordex von „Buy“ auf „Neutral“ ab und reduzierte das Kursziel um mehr als 50 Prozent von 33,00 auf 14,60 Euro. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux verpasste der Aktie gleich eine doppelte Herabstufung von „Buy“ auf „Reduce“ und stampfte das Kursziel von 27,00 auf 11,50 Euro ein. Und auch die Deutsche Bank stufte Nordex von „Hold“ auf „Sell“ ab und senkte das Kursziel von 22,00 auf 14,00 Euro.

Analystin Virginia Sanz De Madrid Grosse äußerte gar Zweifel an den Fähigkeiten der Konzernlenker, da diese nach der Übernahme von AWP offensichtlich die Wachstumsaussichten und die Einsparmöglichkeiten überschätzt hätten.

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