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DAX: Großinvestoren – Die Pessimisten ziehen sich zurück! (Daimler, Commerzbank, Deutsche Bank, E.ON, Infineon, Bayer, Lufthansa, Deutsche Post, ProSiebenSat.1, Henkel)

Lieber Leser,

die Börse Frankfurt führt jede Woche eine Umfrage unter 900 aktiven Investoren durch, um deren Einschätzungen zu der weiteren Entwicklung des deutschen Leitindex DAX in Erfahrung zu bringen. 300 institutionelle Investoren und 600 private Anleger beschäftigen sich mit der Frage, ob der DAX in den kommenden vier Wochen steigt, fällt oder eine Seitwärtsbewegung einschlagen wird. Das Ganze funktioniert dann wie folgt: die Bullen („DAX steigt“) werden den Bären („DAX fällt“) gegenübergestellt und mit den neutralen Einschätzungen gewichtet. Die neutralen Akteure halten annahmegemäß keine Positionen. Auf diese Weise kann der sogenannte Sentiment-Index in Punkten ausgedrückt werden. Werte oberhalb der Nulllinie reflektieren eine bullishe Marktstimmung, Werte darunter eine bearishe.

Die Pessimisten ziehen sich zurück

In der aktuellen Umfrage (KW 9) weist der Sentiment-Index der institutionellen Investoren einen Zuwachs um 7 Punkte auf +7 Punkte auf. In der Vorwoche befanden sich die Profianleger noch genau auf der Nulllinie, die die Optimisten von den Pessimisten trennt. Demnach scheint nun wieder eine größere Zuversicht zu herrschen. Das Lager der Bären schrumpfte im Vergleich zur Vorwoche um 6 Prozentpunkte auf 34 Prozent. Von den abgewanderten Pessimisten schlossen sich die meisten dem neutralen Lager an, diese Gruppe legte um 5 Prozentpunkte auf 25 Prozent zu, während das Bullenlager nur um 1 Prozentpunkt auf 41 Prozent wuchs.

Erhöhte Alarmbereitschaft

Der DAX schwächte sich im Vergleich zur Vorwoche nur unwesentlich um 30 Punkte auf 11.970 Punkte ab (Stand: 01.03). Teilweise fiel der deutsche Leitindex aber um mehr als 2 Prozent unter den Stand der Vorwoche und konnte sich erst kurz vor der Erhebung wieder berappen. Diesen Rücksetzer nutzten viele Pessimisten der Vorwoche, um ihre Short-Positionen glattzustellen. Anstatt aber gleich wieder in das Bullenlager umzuschwenken, nahmen sie vor allem neutrale Positionen ein.

Dies mag daran liegen, dass Zweifel bestehen, ob der DAX die 12.000-Punkte-Marke nachhaltig verteidigen oder gar ausbauen kann. Vor allem das politische Umfeld in Europa (Wahlen in den Niederlanden und Frankreich stehen kurz bevor) und die damit verbundene Angst vor einem Rechtsruck bremst die Euphorie ein wenig aus. Hinzu kommt die wachsende Zahl derjenigen, die vor einem Ende der Hausse auf den Aktienmärkten in den USA warnen. Auch dies dürfte für eine erhöhte Risikoaversion sorgen.

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