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GFT: Die Erwartungen waren schlicht zu groß!

Liebe Leser,

der deutsche IT-Dienstleister GFT befindet sich eigentlich auf der Höhe der Zeit. Denn das Unternehmen gilt als wichtiger Partner der Bankenbrache in Sachen Digitalisierung. Die Kurseinbrüche am Donnerstag sprechen allerdings eine andere Sprache. Was war passiert?

Bereits im zurückliegenden Jahr wies GFT darauf hin, dass Kunden aus Großbritannien unsicher angesichts der Brexit-Entwicklungen seien. Ebenso enttäuschend entwickelte sich die Situation in der Region „Americas“, wo ebenfalls das Wegbleiben von Kundeninvestitionen zu spüren war.

Die Zahlen für 2016

Werfen wir zunächst einen Blick auf die vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr. So konnte der IT-Spezialist seine vorher zurückgeschraubte Prognose für 2016 übertreffen. Der Konzernumsatz stieg um 13 Prozent auf 422,56 Millionen Euro. Das Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich um 5 Prozent auf 46,77 Millionen Euro.

Prognose für 2017

Entscheidend für die anfangs erwähnten Kurseinbrüche waren allerdings nicht die vorläufigen Zahlen für 2016, sondern die Prognose für 2017. Obwohl man für das laufende Jahr mit Steigerungen beim Umsatz (450 Millionen Euro) und beim EBITDA (48,5 Millionen Euro) rechnet, reagierten die Anleger angesichts der geringen Wachstumsaussicht verärgert.

Die Erwartungen an GFT sind riesig. Dies lässt sich auf das eigentlich lukrative Banken-Geschäftsfeld zurückführen, welches dem Unternehmen in der Vergangenheit zu einem wahren Höhenflug verholfen hatte.

Erst Börsen-Hype dann Absturz

Der IT-Dienstleister erlebte in den letzten Jahren einen regelrechten Börsen-Hype. Die Aktie des Unternehmens konnte zwischen den Jahren 2013 und 2015 ein Plus von sagenhaften 800 Prozent erreichen. Ende 2015 und Anfang 2016 kursierte das Papier noch bei über 30 Euro. Im Laufe des vergangen Jahres endete schließlich die Hochphase. Denn das Wertpapier verlor mit einem Verlust von 16,3 Prozent während der letzten zwölf Monate sukzessive an Wert.

Die zurückhaltende Prognose sorgte schließlich am Donnerstag für einen weiteren Kurseinbruch. Das Wertpapier kursierte zur Mittagszeit mit einem Minus von 10 Prozent bei nur noch 18,37 Euro.

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