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DAX: Bei privaten Anlegern kippt die Stimmung! (Daimler, Commerzbank, Deutsche Bank, E.ON, Infineon, Bayer, Lufthansa, Deutsche Post, ProSiebenSat.1, Henkel)

Lieber Leser,

die Börse Frankfurt führt jede Woche eine Umfrage unter 900 aktiven Investoren durch, um deren Einschätzungen zu der weiteren Entwicklung des deutschen Leitindex DAX in Erfahrung zu bringen. 300 institutionelle Investoren und 600 private Anleger beschäftigen sich mit der Frage, ob der DAX in den kommenden vier Wochen steigt, fällt oder eine Seitwärtsbewegung einschlagen wird. Das Ganze funktioniert dann wie folgt: die Bullen („DAX steigt“) werden den Bären („DAX fällt“) gegenübergestellt und mit den neutralen Einschätzungen gewichtet. Die neutralen Akteure halten annahmegemäß keine Positionen. Auf diese Weise kann der sogenannte Sentiment-Index in Punkten ausgedrückt werden. Werte oberhalb der Nulllinie reflektieren eine bullishe Marktstimmung, Werte darunter eine bearishe.

Der Sentiment-Index kippt ins Negative

In der aktuellen Umfrage (KW 9) weist der Sentiment-Index der privaten Anleger einen Rückgang um 20 Punkte auf -4 Punkte auf. Die bullishe Marktstimmung der Vorwoche hat sich damit in eine bearishe gewandelt. Die Veränderung beruhte auf einem Umdenken zahlreicher Optimisten der Vorwoche. Das Bullenlager schrumpfte um 11 Prozentpunkte auf 40 Prozent. Hiervon schlossen sich mehr als 80 Prozent den Pessimisten an, das Bärenlager legte um 9 Prozentpunkte auf 44 Prozent zu. Knapp 20 Prozent schlossen sich der neutralen Gruppe an, die um 2 Prozentpunkte auf 16 Prozent wuchs.

12.000-Punkte-Marke als Verkaufssignal

Der DAX schwächte sich im Vergleich zur Vorwoche nur unwesentlich um 30 Punkte auf 11.970 Punkte ab (Stand: 01.03). Teilweise fiel der deutsche Leitindex aber um mehr als 2 Prozent unter den Stand der Vorwoche und konnte sich erst kurz vor der Erhebung wieder berappen. Dass so viele der vormals optimistisch eingestellten Anleger ins Bärenlager abwanderten, wird vor allem auf das Überschreiten der 12.000-Punkte-Marke zurückgeführt. Zum Zeitpunkt der Befragung in der Vorwoche (KW 8) war dies größtenteils noch nicht der Fall.

Als die psychologisch wichtige Marke kurz darauf erreicht wurde, führten Gewinnmitnahmen zum beobachteten Stimmungsumschwung. Auch eine damit einhergehende Abwärtskorrektur könnte in den Köpfen herumgeschwirrt sein. Da der DAX inzwischen wieder über 12.000 Punkte geklettert ist, spricht nichts gegen eine erneute Kaufwelle. Dann könnte es auch schon bald einen Angriff auf das Allzeithoch bei 12.400 Punkten geben.

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