Liebe Leser,
der Aufschwung bei Bombardier ist unverkennbar: Denn während Anleger die Aktie vor rund einem Jahr noch für etwa 1 Dollar pro Aktie erwerben konnten, müssen sie heute schon wieder 2,50 Dollar ausgeben. Nichtsdestotrotz: Vor fünf Jahren wurde Bombardier für mehr als 4 Dollar pro Aktie gehandelt, Mitte 2008 lag sie noch bei 8 US-Dollar und in den Tagen des großen Ruhmes von 2000-2001 haben die Aktien mehr als 20 Dollar gekostet. Sind solche Marken nach dem Trendumschwung wieder realistisch?
Fakt ist, dass es im Laufe des vergangenen Jahres durchaus positive Entwicklungen zu verzeichnen gab. Während Bombardier für 2015 noch eine katatstrophale Bilanz vorlegte, scheint jetzt Besserung eingetreten zu sein. Schließlich verfügt das Unternehmen über ein robustes Auftragsbuch für sein CSeries-Programm. Große Aufträge von Air Canada und Delta Air Lines haben das Unternehmen im letzten Jahr sehr wahrscheinlich vor dem Untergang bewahrt. Die Auftragsbücher füllten sich sogar über Bombardiers anfängliches Ziel von 300 Flugzeugen hinaus. Damit war die Flaute, die dem Konzern seit September 2014 zu schaffen gemacht hatte, endlich zu Ende.
Auch die finanzielle Unterstützung, die Bombardier vonseiten der kanadischen Regierung erhalten hat, hat sicher ihr übriges zur derzeitigen stabilen Lage beigetragen und Anleger davon überzeugt, eventuell doch an den Bombardier-Aktien festzuhalten.



