Lieber Leser,
seit die Aktie der Kranich-Airline Anfang Oktober vergangenen Jahres ihren Tiefpunkt bei 9,10 Euro erreicht hat, ist es zwar wieder aufwärts gegangen. Immerhin stehen seitdem Kursgewinne von mehr als 50 Prozent zu Buche. Wirft man einen Blick in die aktuellen Aktienanalysen, muss man jedoch feststellen, dass die Experten diese Gewinne für übertrieben halten.
Analyst Daniil Fedorov (Goldman Sachs) meint, es sei für Deutschlands größte Fluggesellschaft eine schlechte Nachricht, dass die irische Konkurrenz von Ryanair demnächst noch mehr Flüge von Frankfurt aus anbieten will.
Jarrod Castle (UBS) weist in seiner Studie zwar auf möglicherweise gewinnbringende Geschäfte hin und nennt beispielhaft die Segmente Wartung, Reparatur und Instandhaltung. Gleichwohl hält der Experte den Lufthansa-Titel für überbewertet.
Positiver wird die Lage von Michael Kuhn (Societe Generale) beurteilt. Das Sparprogramm sei bereits vielversprechend angelaufen. Yan Derocles (Oddo Seydler) lobt insbesondere die Fortschritte im Bereich Billigflieger.
Neue Analystenempfehlungen im Überblick
(Analyst: Einstufung – Kursziel in Euro (Abstand zum Kurswert in Prozent)
- Oddo Seydler: „Buy“ – 15,00 Euro (+8 %)
- Societe Generale: „Buy“ – 14,50 Euro (+4 %)
- UBS: „Sell“ – 10,70 Euro (-23 %)
- DZ Bank: „Verkaufen“ – 10,00 Euro (-28 %)
- Goldman Sachs: „Sell“ – 9,87 Euro (-28 %)
- Commerzbank: „Reduce“ – 9,00 Euro (-35 %)



