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ThyssenKrupp: Auf einem guten Weg!

Liebe Leser,

die Zykliker kommen wieder! Seit Wochen sprechen Marktbeobachter davon, dass zunehmend auch Branchen, die sensibel auf aktuelle Wirtschaftsentwicklungen reagieren, an der Börse gefragt sind. Während der vergangenen Jahre standen in erster Linie defensive Titel in der Gunst der Anleger ganz oben. Ein klassischer Sektor, der zyklische genannt wird, ist der Stahlsektor.

thyssenkrupp ist der prominenteste deutsche Vertreter. Ob sich die Aktie allerdings lohnt, um sie im Zuge des jüngsten Trendwechsels bei Investoren zu kaufen, muss eine detaillierte Analyse zeigen. Wir haben den Wert für Sie ganz genau unter die Lupe genommen. thyssenkrupp gehört weltweit zu den größten Rohstahlproduzenten.

Der Konzern verfügt über die drei Tätigkeitsschwerpunkte Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen. Die Produktion von Flachstahl ist das Kerngeschäft. Die weiteren Bereiche befassen sich mit der Herstellung von Investitionsgütern (Maschinen, Aufzüge, Fahrzeugtechnik, Werkstoffe) sowie mit dem Handels- und Dienstleistungsgeschäft.

thyssenkrupp hatte einen guten Start ins neue Geschäftsjahr. Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis legten im 1. Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. So stieg das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) um 40% auf 329 Mio €. Besonders zuverlässig verbesserten sich erneut Elevator Technology (+6% auf 215 Mio €) und Components Technology (+6% auf 75 Mio €).

thyssenkrupp ist auf einem guten Weg

Die eingeschlagene Strategie ist richtig. Der Konzern baut den Anteil der Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäfte aus. Damit können zukünftig stabilere Ergebnisse erwirtschaftet werden. Außerdem zeigten sich erste positive Ergebnisse durch die Erholung der Werkstoffmärkte bei Materials Services und Steel Americas. Auftragseingang und Umsatz lagen 1 bzw. 6% über den Vorjahreswerten.

Bei den Industriegütergeschäften profitierte der Umsatz bei Elevator Technology vom Neuanlagengeschäft in den USA und vom Wachstum beim Service. Bei Components Technology entwickelte sich das Geschäft mit Komponenten für Pkws und schwere Nutzfahrzeuge in Westeuropa und China positiv.

Das Anlagenbaugeschäft war rückläufig, weil im Vorjahr ein Rekordauftrag für Zementanlagen abgeschlossen worden war. Allerdings stimmt der Trend bei Industrial Solutions: Dank einer gut gefüllten Projektpipeline ist das Geschäft gegenüber den letzten 3 Quartalen wieder deutlich gewachsen.

Das könnte was werden…

Unterm Strich stand nach einem Verlust wieder ein Gewinn von 15 Mio €. Für 2017 bestätigte thyssenkrupp die Prognose. Das bereinigte EBIT soll auf rund 1,7 Mrd € steigen. Wir erwarten vorerst eine marktkonforme Kursentwicklung. Zwar lastet auf dem Unternehmen die niedrige Eigenkapitalausstattung aber genau das könnte risikofreudige Investoren anlocken. Unser Tipp daher: Beobachten und auf den Zug aufspringen, wenn er in Fahrt kommt!

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