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E.ON: Droht dem Konzernboss am 15. März ein Debakel?

Lieber Leser,

den Anlegern schwant Böses. Am 15. März präsentiert E.ON seine Bilanz für das Jahr 2016. Die wird wahrscheinlich nicht gut ausfallen. Bereits nach dem dritten Quartal 2016 lag der Nettoverlust bei 9,3 Milliarden Euro. Knackt der Energieversorger nun die Marke des zweistelligen Milliardenverlustes? Oder konnte er auf der Zielgeraden die Miesen noch etwas eindämmen? Die Analysten der Deutschen Bank machen den Aktionären wenig Hoffnung. Laut ihren Berechnungen liegt der letztjährige Fehlbetrag bei 12,4 Mrd. Euro. Es wäre ein Desaster.

Den Anlegern ist nämlich schmerzlich in Erinnerung, dass E.ON bereits den letzten Rekord für den höchsten Verlust innerhalb eines Geschäftsjahres eines börsennotierten deutschen Unternehmens innehält. 2015 waren es unrühmliche 7 Mrd. Euro. 2011 und 2014 häufte der Konzern ebenfalls ein Minus in Milliardenhöhe an.

Die Geduld der Anleger neigt sich dem Ende zu. CEO Teyssen kündigte zwar an, dass 2016 ein weiteres, schwieriges Jahr für E.ON werden würde. Manager sprechen dann vom berühmten „Übergangsjahr“. Bei E.ON handelt es sich inzwischen aber bereits um ein halbes Übergangsjahrzehnt. Deswegen schauen die Investoren zunehmend kritisch hin. Sie nehmen der Konzernspitze beispielsweise Fehlentscheidungen übel wie etwa die fehlgeschlagenen Versuche, in Brasilien und in der Türkei Fuß zu fassen.

Die Analysten sind gespalten!

Es gibt zugegebenermaßen auch Lichtblicke. Das operative Ergebnis wäre 2016 positiv ausgefallen ohne die erneut notwendigen Abschreibungen. Wenn die Altlasten aus der nuklearen Energieversorgung überwunden sind, könnte es in der Tat wieder bergauf gehen. Andererseits kritisieren Analysten, dass E.ON der Konkurrenz im Ergebnis hinterherhinkt. Da erweckt die, voraussichtlich wieder ansehnliche, Dividende den Eindruck einer Beruhigungspille für die strapazierten Anlegernerven. Bis E.ON wieder auf Erfolgskurs ist, könnte es jedenfalls noch dauern.

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