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Capital Stage: Squeeze-out – Abzocke der Aktionäre oder vernünftige Entscheidung?

Lieber Leser,

beim größten deutschen Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage waren die letzten Tage von einer kräftigen Kurskorrektur geprägt. Seit Anfang dieser Woche brach die im SDAX gelistete Aktie um knapp 7 Prozent ein. Vorausgegangen war eine Aufstockung der Anteile an der im Oktober mehrheitlich übernommenen Gesellschaft Chorus Clean Energy. Capital Stage baute die Beteiligung in diesen Tagen auf mehr als 95 Prozent aus.

In diesem Moment schrillten bei einigen Investoren in Erwartung eines sogenannten Squeeze-out die Glocken. Denn in Deutschland können ab einem Mehrheitsanteil von 95 Prozent die restlichen Kleinaktionäre per Barabfindung aus dem Unternehmen gedrängt werden. Entsprechend kauften sich die Investoren bei Chorus Clean Energy ein und sicherten sich auf der anderen Seite durch einen Leerverkauf von Capital Stage ab. Die Absicht, einen Squeeze-out durchzuführen, hat das Hamburger Ökostromunternehmen inzwischen offiziell bestätigt.

Unterstützung der Branchenexperten

Rückenwind gibt es von Seiten der Analysten, die den Squeeze-out begrüßten. Die private Berenberg Bank bekräftigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 8,00 Euro. Analystin Charlotte Friedrichs lobte dabei auch den jüngsten Zukauf von Solarparks in Italien. Für insgesamt 19,5 Mio. Euro sicherte sich Capital Stage die Anlagen mit einer kumulierten Gesamtleistung von 5 Megawatt und einem Jahresumsatz in Höhe von 2,6 Mio. Euro. Und auch Warburg Research-Analyst Lucas Boventer sprach mit Blick auf die Zwangsabfindung für die verbliebenen Minderheitsaktionäre von Chorus Clean Energy von einer vernünftigen Entscheidung. Seine positive Einschätzung zu Capital Stage wurde mit dem „Buy“-Votum und einem Kursziel von 8,50 Euro bekräftigt.

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