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Air Berlin: Na, Prost Mahlzeit!

Liebe Leser,

die Fluggesellschaft Air Berlin hat wahrlich mit mehr als genug Problemen zu kämpfen. Nun verursacht ein Streik des Bodenpersonals in Berlin vermutlich weitere Millionenverluste.

Ein Streiktag kostet rund 22 Mio. Euro

Der Streik betrifft die beiden Flughäfen Schönefeld und Tegel. Nachdem bereits am Freitag rund 700 Flüge ausfielen, streikte das Bodenpersonal nochmals ganztägig am Montag. Zu den konkreten Einnahmeverlusten lässt sich folgende Rechnung anstellen: Beim großen Pilotenstreik der Lufthansa im Jahr 2015 musste die Airline binnen drei Tage 3.800 Flüge in der Bundesrepublik streichen. Die Einnahmenausfälle betrugen pro Streiktag rund 20 Mio. Euro. Überträgt man die Zahlen auf das aktuelle Beispiel Berlin, wären allen betroffenen Fluggesellschaften in zwei Tagen etwa 22 Mio. Euro durch die Lappen gegangen. Und Air Berlin würde einen erheblichen Teil der Kosten schultern müssen.

Denn die angeschlagene Airline konzentriert sich inzwischen auf die beiden Drehkreuze Düsseldorf und Berlin. Wenig überraschend schlug das Unternehmen bereits am Sonntag Alarm. Gegenüber der Berliner Morgenpost äußerte sich der Konzernsprecher Ralf Kunkel wie folgt: „Wir fordern die beiden Tarifparteien zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Jeder Streiktag verursacht Millionenschäden.“

Lufthansa glänzt mit attraktivem KGV

In einem nicht abreißenden Flow von negativen Nachrichten kassiert Air Berlin also den nächsten Nackenschlag. Aktionäre könnten sich nun bemüßigt fühlen, sich bei der Konkurrenz umzuschauen. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6,7 für einen DAX-Wert klingt doch nicht schlecht, oder? Das bietet Ihnen derzeit die Lufthansa.

Aber Obacht: Die Lufthansa-Aktie ist momentan wieder stark am steigen (rund 14 Euro). Und nach den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren werden die Anleger spätestens wieder bei Erreichen der 15-Euro-Marke abverkaufen, um erneut bei 10/11 Euro einzusteigen. Dann also doch Air Berlin? Nun ja, da droht Ihnen im schlimmsten Fall die Bruchlandung, wenn es dort mit den Hiobsbotschaften so weitergeht wie bisher.

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