Im letzten Morgan Reportwar Folgendes zu lesen: „Richard Fisher,Chef der Dallas Federal Reserve Bank“, sagte, „Wichtige Mitglieder derchinesischen Regierung haben mich regelrecht ausgequetscht, ob wir nun dieAktionen unserer Legislaturperiode monetisieren oder nicht.“
Mit monetisierenist natürlich der Ankauf von Anleihen durch die FED gemeint, im Volksmund „Gelddrucken“ genannt. Da die Chinesen nicht naiv sind, wollten sie mit dieser Fragesicher nur Druck auf die USA ausüben und das Thema in der Öffentlichkeithalten, denn die Frage ist ja längst mit JA beantwortet. China kann und will ganzoffensichtlich nicht die 2 Billionen USD Währungsguthaben ruckartig abstoßen.Sie könnten davon nur einen Bruchteil realisieren, denn der Dollar fiele sofortins Bodenlose.
Die USA nähmen das zudem als Kriegserklärung auf und würdensofort massive protektionistische Maßnahmen gegen China verhängen, vielleichtsogar die im Ausland gehaltenen Guthaben der Gläubiger abwerten, d.h. einengespaltenen Dollar einführen und ggf. sogar einen Krieg provozieren. Also derschnelle Abverkauf ist für China keine Option. Außerdem sind die USA für Chinaals Absatzmarkt noch viel zu wichtig, auch wenn die Exporte im Mai um 16,9%gegenüber dem Vorjahr einbrachen.
Das Unruhepotential im Landesinneren Chinasist beträchtlich, also muss die Wirtschaft einigermaßen laufen. Eine weiteretheoretische Option wäre der umfangreiche Kauf von Comex Goldfutures mitAuslieferung, aber darauf gehe ich weiter unten ein.
Am harmlosesten ist dasWeiterreichen dieser Dollars, z.B. über Anteilserwerbe an Rohstoffunternehmenund Rohstoffkäufe- und genau das sehen wir schon seit Monaten. Das Motto heißtalso: Dollars loswerden und Gold akkumulieren, ohne viel Aufsehen zu erregen.Wenn man Aufsehen nicht vermeiden kann, dann nur bei verhältnismäßigunbedeutenden Industrierohstoffen wie Zink, Blei und Kupfer und partiell Öl.
Seitens der Unternehmensbeteiligungen sind die Investitionen in Arafura undLynas strategisch raffiniert, aber wertmäßig marginal. Selbst der Erwerb desGroßteils von OZ Minerals für 1,4 Mrd. USD kann aus der Portokasse bezahltwerden und schon damit gelangt China in den Besitz der weltweit zweitgrößtenZinkmine. Es gilt, hunderte Milliarden USD loszuwerden! Ein großer Wurf solltemit dem Einstieg bei Rio Tinto gelingen, doch dieser wurde jetzt verhindert.Chinalco wollte 20 Mrd. USD investieren. Den Chinesen wird langsam dämmern,dass sie gut genug sind, grüne Zettel zu erwerben, sie es aber bei denstrategisch wichtigen Rohstoffen bzw. Währungen Gold und Öl schwer haben. Eszeichnet sich also ab, dass China im Einflussbereich der USA ((besonders Nord-und Mittelamerika, West-Mittel-Europa) kaum große Würfe wird machen können, inAustralien nur bedingt.
Kanada ist noch eine Option für Beteiligungen undverfügt besonders an der Westküste über eine starke chinesische Bevölkerung.Aktuell wird eine Übernahme von Addax Petroleum für 8 Mrd. USD kolportiert.Gute Chance für China bieten sich in Südamerika, Osteuropa, Afrika undnatürlich Asien. Brasilien als rohstoffreiches und nicht US-höriges Land hatschon zahlreiche Abkommen mit China geschlossen und beide Länder wollenverstärkt den Yuan für den Handel nutzen. Zur Sicherung der Ölversorgung wirdChina an Russland, Brasilien, Venezuela und Kasachstan 49 Mrd. USD Kreditevergeben und dafür langjährige Ölkontrakte abschließen. In Afrika investierenchinesische Unternehmen 9 Mrd. USD in die Infrastruktur des Kongos und sichernsich dafür langfristig Rohstoffe aus dem Land. Mit Angola hat man für 2 Mrd.USD ein ähnliches Abkommen geschlossen und auch in Somalia sind die Chinesentätig.
Der Kongo (DRC) ist besonders reich an Gold, Kupfer, Kobalt und anderenRohstoffen. Was Gold angeht, so hat China nur drei Möglichkeiten: Die heimischeProduktion massiv steigern (z.B. Sino Gold) und dieses Gold vollständigaufkaufen (das passiert und damit gelang die Erhöhung der eigenen Goldreservenseit 2003 auf jetzt 1.054 t) und Goldminen und Gold im wohlgesonnenen Auslandkaufen. Der Golderwerb an westlichen Märkten wie Comex oder Liffe ist nur einetheoretische Option, denn hier griffe man die USA selbst an und ließe die Maskefallen. Also doch besser Goldminen in Australien, Südamerika und Afrika kaufen,dazu noch Gold in den arabischen Staaten erwerben. So gräbt man indirekt denNachschub des Westens ab und kann seine Hände in Unschuld waschen. Ich rechnein naher Zukunft mit mehreren Übernahmeangeboten für Goldunternehmen mitProjekten in den genannten Gebieten!
Jetzt zu den Möglichkeitender Amerikaner. Fakt ist, das Angebot an US-Dollars steigt massiv unduntergräbt den Wert des Geldes. Man kann den Kampf gegen Gold nicht gewinnen,nur verzögern. Wie seit vielen Jahren bedienen sich die am Goldmarkteingreifenden Parteien der USA (FED, Bullion Banken, IWF) sämtlicher Mittel desTarnens und Täuschens und des Aufbürdens von Verlusten auf andere. Um Chinaniederzuhalten, kann man zunächst die „befreundeten“ Regierungen anweisen,keine strategischen Beteiligungen an Firmen bzw. Rohstoffprojekten zuzulassen.Das passierte bei Rio Tinto.
Man muss weiterhin die Tatsachen der US-Ökonomieverschleiern und den Anschein der relativen Stärke erwecken. Das verhinderteinen zu starken Abverkauf des Dollars. Unterstützend dazu nötigt man diewestlichen Notenbanken, USD zu kaufen und Gold an strategischen Chartmarkenabzuladen. Die Nachfrage nach Dollars muß hoch bleiben, weswegen man den Handelwichtiger Rohstoffe in anderen Währungen unbedingt verhindern muss.
ZurSchwächung anderer Währungen eignen sich zudem noch subtile Aktionen, z.B. dasSchüren von Spannungen innerhalb der Eurozone, die auf einen Zerfall des Euroszulaufen. Man kann auch riesige Summen aus renitenten Ländern schlagartigabziehen und so diese Länder gefügig machen und versuchen, sich ihrenKapitalstock anzueignen, Beispiel Russland- oder Asienkrise, Argentinienkrise.Motto des ganzen Spiels ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Eigene Schwächenverbergen und die Realität positiv umlügen, andere bis zur letzten Sekundeaussaugen und gegeneinander ausspielen, Geschäftsusancen nach Bedarf ändern,potentielle Gegner politisch und militärisch bedrohen und von Zeit zu ZeitStrafaktionen durchführen (Irak, Iranfrage etc.). All das läuft vor unserenAugen ab.
Schon über Jahre verkaufendie Notenbanken Gold im Auftrag der Amerikaner, besonders offenkundig war dieBank von England. Den Schaden haben ja andere. Die eigenen systemrelevantenGroßbanken kontrolliert und subventioniert man und hält sie an, massiveShortpositionen am preissetzenden Markt, der Comex, einzugehen. Wenn keinersonst short geht, dann müssen die treuesten Verteidiger des verrottenden Systemsher. Ihre Verluste trägt in unbegrenzter Höhe sowieso der US-Steuerzahler (aufden die eigene Regierung auch nie Rücksicht genommen hat, abgesehen von denoberen 10.000, die sich die Taschen füllen dürfen).
Falls jetzt uneinsichtigeMarktteilnehmer doch einmal in beträchtlicher Höhe Auslieferung dieserKontrakte verlangen, ändert man die Konditionen und verweigert dieAuslieferung. Bis zu diesem Tage konnte man das Gold am Abheben hindern. DiesesEreignis wird in naher Zukunft passieren und den Dollar begraben. Bis dahinverändert man die Lieferbedingungen vorsichtig, damit nur wenig Gold aus denTerminbörsen abfließt. Wer partout Gold haben will, dem preist man die Vorzügevon ETF´s oder anderer sehr liquider Ersatzmedien für reales Gold an, denn hierergeben sich nette Manipulationsmöglichkeiten. China beschwichtigt man weiterund kann als Untermauerung Unterstützung in der Taiwan-Frage zusagen. Aber nurbei Wohlverhalten.
In anderen uneinsichtigen Staaten kann man auch innereUnruhen unter dem Deckmantel des Kampfes für Demokratie anzetteln. Im Ernstfallhat die Sicherung der öffentlichen Ordnung gewiss Vorrang vor der Lieferungeiniger Millionen Unzen Gold. Das eigene Gold bleibt bei den ganzen Spielchenabsolut unangetastet, denn ohne das hätten die USA keine Chance für eine neueWährung nach dem Zusammenbruch des aktuellen Papierdollars. Wichtig ist auch,dass eigene Goldminen nicht in ausländische Hände geraten und dass das Goldausländischer Notenbanken in den USA gelagert bleibt. Von größter Bedeutung istdie gute Zusammenarbeit mit korrupten Regimen überall auf der Welt. BestesBeispiel Saudi Arabien, das als Haupt-Recycler von US-Dollars fungiert undandere arabische Staaten von Dummheiten abhält.
All diese Maßnahmen sindAktionen ohne jede Moral, die das Unvermeidliche nur hinauszögern. Sie sorgenauch dafür, dass sich die Reputation der USA im Ausland weiter drastischverschlechtert. Eine völlige Zerstörung des Dollars und damit der Verlust desStatus´ als Weltmacht ist keine Frage von Wahrscheinlichkeiten mehr, das istein sichereres zukünftiges Ereignis. Das wissen auch alle, die offiziell dasGegenteil behaupten. Die Bewohner der betroffenen Völker werden in der Massekeine Chance haben, der totalen Enteignung zu entgehen. Also lassen Sie sichnicht von kurzfristigen Risiken (COT) verunsichern. Die Zeit arbeitet für dieGoldanleger. Lachen wir also gemeinsam über die Schuldenbremse und bereiten unsvor.
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