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Decoupling or not?

Berichtssaison mit vielen positiven Überraschungen. Ist der permanente Blick auf die Wall Street gerechtfertigt? Asien als neue Konjunkturlokomotive. Indonesien und Türkei mit neuen Allzeit-Hochs. Refinanzierungsproblem bei Banken trotz Basel III noch nicht gelöst. Chancenreiche Ostbörsen.


In den USA verlangsamte sich das BSP Wachstum im 2. Quartal von 3,7 auf 2,4%, was Zweifel aufkommen lässt, wie nachhaltig das Wachstum im zweiten Halbjahr sein wird. Während der IWF die meisten BSP-Prognosen nach oben korrigiert, ist sich der FED-Chef Bernnake unsicher über die Zukunft der USA. Auf der anderen Seite boomen die Märkte vor allem in Asien, wovon wiederum auch die deutsche Exportwirtschaft am meisten profitierte. Die großen Hoffnungen der Weltwirtschaft beruhen auf den großen Emerging Markets, was schon einen Paradigmawechsel andeutet. Auch für Brasilien wird jetzt wieder ein dynamisches Wachstum von 7% ebenso wie in Indien von 9% erwartet. Es gibt aber auch Befürchtungen, dass sich das Wachstum in China von bisher über 10% im zweiten Halbjahr merklich verlangsamen könnte, worunter wiederum auch die global aktiven Stahlkonzerne wie MittalAccelor leiden würden, die schon einen wenig verheißungsvollen Ausblick gaben.

 

Es stellt sich auch die Frage, ob der permanente Blick auf die Wall Street als Leitbörse noch gerechtfertigt ist. Wenn die Wall Street hustet bekommt, auch Europa ein Erkältung. Es ist aber offensichtlich, dass die deutsche Wirtschaft besser läuft als die amerikanische, wobei das Wachstum überwiegend auf den robusten Export beruht. An den guten Exportergebnissen ist wiederum Asien als Wachstumsmotor für die Weltwirtschaft ausschlaggebend, während die Binnenkonjunktur auch in Deutschland eher stagniert. Die Länder in Zentralosteuropa sind wiederum vom Wachstum in Europa abhängig. In Europa gibt es ein Wachstum von etwa 2%, in Deutschland von 1,5 bis 2%. In Südeuropa und auch in Südosteuropa gibt es aber noch eine Rezession. Durch Südeuropa schneidet der EuroStoxx auch wesentlich schlechter ab als der DAX und der DAX wiederum besser als der Dow Jones Industrial Index. Das sind schon gewisse Wegweisungen - auch für die Zukunft.

 

Einige Indices wie die von der Türkei, Indien und Indonesien entwickeln sich wiederum wesentlich dynamischer nach oben und erreichten zum Teil schon neue Allzeit-Hochs. Auch in Russland gibt es schon eine Reihe von Aktien, die neue Allzeit-Hoch erreicht haben. Sie werden regelmäßig im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS analysiert und kommentiert.  Der russische Softwareentwickler IBS Group konnte den Kurs sogar bereits von 1 auf 14 ausgehend vom Tief in 2008 vervierzehnfachen (!). Der IBS-Kurs stieg seit Juni um über 30%. In Russland soll nun sogar mit amerikanischer Hilfe ein neues Silicon Valley 100 km vor den Toren Moskau entstehen. Die Tore Moskaus verschwinden indessen in einer weißen Rauch-Wolke wegen einiger Torfbrände vor den Toren Moskaus. Die Russen leiden immer noch unter einer außergewöhnlichen Hitzewelle von 38 Grad, was den Alkoholkonsum eher fördert. Gut für Bierbrauer in Russland!

 

 Die am besten performenden Börsen der Welt kommen mit einem Plus von jeweils über 30% aber aus dem Baltikum (Estland) und der Ukraine, wobei die Märkte zuletzt dort auch seitwärst tendieren. Per Saldo bewegen sich die großen Kapitalmärkte aber in diesem Jahr volatil seitwärts, was ich auch schon letztes Jahr angekündigt habe.

 

Auch die US-Rating-Agenturen werden weiterhin die Aktienmärkte beeinflussen. Zuletzt drohte Moodys Ungarn mit einer Herabstufung des „Baa1“, wenn die Haushaltskonsolidierung nicht vorankommt. Die Einführung einer Bankensteuer wird vom IWF wegen einer möglichen Kreditklemme nicht befürwortet, weswegen die Verhandlungen mit dem IWF abgebrochen wurden. Ich habe in NTV/Telebörse am 27. Juli  zu dem „Sommertheater“ und den Chancen der Budapester Börse Stellung genommen, was sie sich unter www.eaststock.de anschauen können. Zuweilen beeinflussen auch solche Rating-Meldungen die Aktienkurse an der Wall Street und dann auch an den Weltbörsen durch die bekannten Dominoeffekte.  Das Refinanzierungsproblem von zu hoch verschuldeten bzw. liquiditätsarmen Banken wird uns auch nach dem Stresstest weiterhin beschäftigen wie auch das Refinanzierungsproblem von überschuldeten Staaten. Immerhin müssen Banken im nächsten Jahr 30 Billionen € refinanzieren, was nur zu relativ hohen Zinsen im Moment gelingt.

 

Die Weltbörsen werden sich auch in Zukunft nicht den Entwicklungen an der Wall Street entziehen können, da das amerikanische Risiko-Kapital über London auch die Europabörsen bestimmt. Relativ unabhängige Entwicklungen von der Wall Street wird es aber weiterhin dort geben, wo nicht das Mainstream-Kapital hinfließt wie nach in Afrika und einigen GUS-Republiken. Die Moskauer Börse könnte sich nur dann von der Wall Street abkoppeln, wenn der Ölpreis die Chartmarke von 80 USD/Barrel nachhaltig überschreitet. Dafür sorgen könnte wiederum die USA mit der Hurrikan-Saison oder mit Säbelgerassel mit Iran oder Nordkorea, denn die USA stehen mit dem Rücken zur Wand.

 

Ich frage mich schon zwar lange, ob der permanente Blick auf die Wall Street gerechtfertigt ist. Vergessen Sie aber in jedem Fall nicht, den Blick auf die Börsen in Osteuropa zu richten. Verpassen Sie daher die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen jetzt ein Probe-Abo  des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRENDS (EST) unter www.eaststock.de.

 

Die beiden Osteuropa-Muster-Baskets des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 149% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 249% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 600% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt  eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen wie zum Bespiel die Konsumaktien X 5 Retail Group und Magnit.

 

Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen.  Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East!“ wird im Herbst in Frankfurt/M  stattfinden (siehe www.eaststock.de). Wenn Sie Interesse an  Ostbörsen- oder Emerging Market-Seminaren in anderen Städten haben, dann melden Sie sich bitte bei der ESI GmbH (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel: 040/6570883).

TV-Hinweis: Andreas Männicke wurde am 27. Juli 2010  in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) anlässlich des Abbruchs der IWF-Verhandlungen  über die Aussichten der Budapester Börse befragt. Sie können sich das Interview  unter www.eaststock.de bei der Rubrik „Interviews“ runterladen.

Eine wesentlich ausführlichere   Analyse der  aktuellen Börsensituation  und Marktaussichten und wie Sie sich jetzt verhalten sollen  können  Sie  sich runterladen, wenn Sie jetzt  den kostenlosen Newsletter von Andreas Männicke unter www.andreas-maennicke.de bestellen

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