Short in Italien geht nicht mehr. Die Panik um den italienischen Finanzsektor nimmt Formen an. Die Aufsichtsbehörde verbietet nun Leerverkaufspositionen in italienischen Finanztiteln. Entsprechende Positionen müssen offen gelegt und den Behörden gemeldet werden. "Nackte" Leerverkäufe nicht mehr möglich. Wird demnächst auch verboten, auf sinkende italienische Anleihen zu spekulieren?
Mitteilung der italienischen Börsenaufsicht vom Wochenende (Google-Übersetzung). Wer des Italienischen mächtig ist hier die Originalmitteilung:
Leerverkäufe: shoot ab morgen die Verpflichtung zur Information Consob Baisse-Positionen
Consob hat ein neues System der Transparenz in Bezug auf Leerverkäufe zugelassen.
Ab morgen sind Investoren, die wichtige Positionen auf bearish Aktien, die an italienischen geregelten Märkten gehandelt werden halten müssen Mitteilung an Consob geben.
Mit dieser, die italienischen Rechtsvorschriften im Einklang mit dem in Kraft in den wichtigsten europäischen Ländern ist, stärkt vor allem Deutschland die Maßnahme die Kontrollbefugnisse der Consob in der aktuellen Marktsituation, durch eine hohe Volatilität in die Geschicke von Zitaten geprägt.
Insbesondere muss Consob auf ihre Netto-Short-Positionen in Aktien von börsennotierten Gesellschaften in Italien, offen gelegt werden, wenn sie bestimmte Schwellenwerte überschreiten. Die erste Pflicht der Kommunikation ausgelöst das Erreichen einer Netto-Short-Position größer oder gleich 0,2% des Kapitals des Emittenten. Anschließend wird die Verpflichtung für jede Variation gleich oder größer als 0,1% des Kapitals ausgelöst.
Die Maßnahme tritt ab morgen in Kraft und gilt bis zum 9. September 2011 bleiben. Der Text der Resolution (Anzahl 17.862) ist auf der Website Consob www.consob.it.
US-Hedgefonds short in Italien
Die Manager großer US-Hedgefonds spekulieren offenbar auf eine Ausweitung der Schuldenkrise auf Italien: Sie wetten mit großen Summen auf einen Wertverfall italienischer Staatsanleihen. Im vergangenen Monat haben sie die Leerverkäufe auf die Papiere erheblich ausgeweitet. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Investoren, die über die Strategie der Fonds informiert wurden.
Demnach gehen die Hedgefonds davon aus, dass sich die Skepsis der Anleger von den bisherigen Euro-Krisenländern Griechenland, Irland und Portugal auf Italien ausweiten wird. Am Freitag erhöhte sich der Druck der Finanzmärkte auf das südeuropäische Land tatsächlich dramatisch: Anleger wollten italienische Staatsanleihen nur noch kaufen, wenn sie dafür die höchste Gefahrenzulage seit Schaffung des Euro kassieren konnten . Die Zinsen auf den Schuldenpapieren näherten sich dabei einem Niveau an, das einige Volkswirte für eine kritische Schwelle halten.



