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Auf Messers Schneide

Die Deutsche Bank vertraut der Finanzkraft Italiens nicht mehr und sichert ihre Kreditausfallrisiken ab, Zypern könnte bald unter den Rettungsschirm schlüpfen, die Ratingagentur Moody’s droht mit einer erneuten Abstufung der Bonität von Spanien, der IWF warnt Frankreich vor einem Scheitern seiner Sparziele – geht es noch schlimmer? - Und über allem schwebt der 2. August.

 

von Jochen Steffens

Während Jochen Steffens seinen Urlaub verbringt, bricht der Rest der Welt zusammen. Die Deutsche Bank vertraut der Finanzkraft Italiens nicht mehr und sichert ihre Kreditausfallrisiken ab, Zypern könnte bald unter den Rettungsschirm schlüpfen, die Ratingagentur Moody’s droht mit einer erneuten Abstufung der Bonität von Spanien, der IWF warnt Frankreich vor einem Scheitern seiner Sparziele – geht es noch schlimmer? „Griechenland atmet auf, …“ schrieben wir im Rückblick am vergangenen Freitag – stimmt, aber anscheinend nur Griechenland, wobei hinter den Kulissen gemunkelt wird, dass auch die Griechen weiteren Finanzierungsbedarf haben. „ …USA nicht“ titelten wir weiter. Nur ein Ausrufezeichen hat hier gefehlt, ein ganz dickes.

 

Ein erschütterndes Bild

Das öffentliche Bild, welches das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gerade abgibt, ist erschütternd. Die berechtigte Frage lautet: Wenn Demokraten und Republikaner jetzt schon ihre politischen Interessen über das Gemeinwohl stellen, was machen die erst, wenn es zu Problemen kommt, die nicht so schnell zu lösen wären? Nicht falsch verstehen: Die Schuldenproblematik der USA ist schwerwiegend, aber dieser Termin der Zahlungsunfähigkeit Anfang August hängt wie ein Damoklesschwert über den Finanzmärkten. Aus dem Rosshaar ließe sich doch zumindest ein dickes Seil machen.

Verunsicherung bei den Investoren macht sich breit, kein Wunder. Dass es die USA darauf ankommen lassen, auf eine Pleite zuzusteuern, damit hat keiner gerechnet. Eine Einigung in letzter Minute war ja noch erwartet worden, aber jetzt in letzter Sekunde – wenn überhaupt? Oder ist das alles nur Kalkül und wir sind ein Spielball der Vereinigten Staaten von Amerika? Ist der 2. August gar nicht geeignet, um Endzeitstimmung zu verbreiten? Fragezeichen und ratlose Gesichter dominieren, auch bei den Vermögensverwaltern und Fondsmanagern. Wir befinden uns augenscheinlich wieder einmal in einer extrem schwierigen Lage. Das US-Finanzministerium soll an einem Notfallplan arbeiten, sollte es bis kommenden Dienstag (2. August) zu keiner Einigung kommen. 

 

Ist der 2. August gar nicht der Stichtag?

Nach Informationen der „New York Times“ haben US-Experten errechnet, dass die USA bis zum 10. August ihren Verpflichtungen nachkommen können. Ein schwacher Trost – denn ob der finanzielle Offenbarungseid am 2. August oder eine Woche später erfolgt, bringt keinen großen Gewinn. Es sei denn, in der kommenden Woche steht eine Einigung ins (Weiße) Haus. Aber auch dann hätten Barack Obama und seine republikanischen Widersacher viel Vertrauen verspielt. Obamas Sprecher Jay Carney dementierte übrigens die Meldungen umgehend, das Geld reiche bis zum 10. August.

 

Tea-Party feiert sich als Hardliner

Problematisch ist vor allem, dass die Republikaner untereinander zerstritten sind. Vor allem der rund 25 Prozent große erzkonservative Tea-Party-Flügel soll alle Bemühungen blockieren und die Parole ausgeben: lieber Insolvenz als ein fauler Kompromiss. Mit der Auswirkung, dass Verhandlungsführer und Präsident der Kongresskammer John Boehner mit seinem Entwurf zur Anhebung der Schuldenobergrenze gescheitert ist. Sein Vorschlag einer relativ geringen Erhöhung der Obergrenze sollte eine Atempause bis Anfang kommenden Jahres ermöglichen – dann wäre das Thema erneut in den Mittelpunkt gerückt und hätte den beginnenden Präsidentschaftswahlkampf stören können. Das wollte Obama ohnehin nicht.

 

Treten Sie einen Schritt zurück

Ob der Brandbrief zahlreicher US-Top-Banker Wirkung zeigt, der die Tatenlosigkeit der US-Politiker anprangert, ist ebenfalls fraglich. Dennoch sollte man sich nicht allen Untergangsszenarien blind anschließen, sondern kritisch fragen: Warum sind die Rentenmärkte bisher noch nicht abgestürzt, wenn doch ein Armageddon droht? Treten Sie einen Schritt zurück und fragen sich doch einmal: Handelt es sich um eine Schuldenkrise in den USA oder eine politische Krise? Sind die USA bald wirklich zahlungsunfähig und können die Rechnungen nicht mehr begleichen oder besteht „nur“ die Gefahr, dass sie Rechnungen nicht mehr begleichen dürfen. Sie erkennen, worauf wir hinauswollen.   

 

DAX unglaublich stark

Mit Blick auf die desaströsen politischen Rahmenbedingen hält sich der DAX weiterhin mehr als beachtlich. Die USA haben bisher immer die Kurve gekriegt – daran glauben noch einige (ok, es werden weniger). Und eine Weltleitwährung wie den Dollar in die Pleite gehen zu lassen, kann sich kaum einer vorstellen. Wir können ja künftig nicht nur Gold und Schweizer Franken kaufen.

Als Fazit bleibt, dass wir uns (noch) in einer ganz normalen Konsolidierungsphase befinden. Ohne die massiven politischen Probleme dürfte der DAX schnell in die Nähe neuer Jahreshochs und darüber hinaus klettern. Aber so bullisch sieht es halt nicht aus, die Unterstützung bei rund 7000 Punkten steht im Fokus, nicht der nächste Widerstand. Die runde Marke wird uns zeigen, in welche Richtung der DAX in den kommenden Tagen und Wochen marschiert. Die Risiken sind zumindest gestiegen, das lässt sich nicht von der Hand weisen.

 

Quartalszahlen: Es läuft rund

Angesichts der politischen Börse gerieten die Quartalszahlen der vergangenen Tage in den Hintergrund. Dennoch erfreute SAP mit einem starken zweiten Quartal, und dann war da noch der Konzern aus Wolfsburg – VW. Der Gewinn wurde verdreifacht, Volkswagen befindet sich auf der Überholspur. Nächstes Ziel sind Absatzzahlen von acht Millionen – diese Pole Position hält noch ein Duo mit Toyota und General Motors. Bald könnte daraus ein Trio werden.

 

Wichtige Termine

Und wie geht es in der kommenden Woche weiter? Die Quartalssaison läuft auf Hochtouren: BMW, Deutsche Post (beide am Dienstag), adidas, Beiersdorf, Deutsche Telekom, Munich Re, Postbank (alle Donnerstag) und die Allianz am Freitag geben Einblicke in ihre Bilanzen. Auch auf Konjunkturseite ist einiges los, vor allem in den USA: ISM-Index (Montag), Persönliche Einkommen und Ausgaben (Dienstag) und die Arbeitslosenquote für Juli am Freitag. Hinzu kommen die Sitzungsergebnisse der Bank of England und der EZB am Donnerstag. Aber über allem schwebt der Termin am 2. August …

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