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Goldrekord und Bankencrash

Weltweit wieder aufkeimende Gerüchte über Bankenpleiten. Insbesondere Institute der Südschiene im Visier. Börsencrash bei Bankaktien weltweit. Gold auf Rekord. – Müssen Banken verstaatlicht werden?

 

von Michael Mross

Die psychologische Kriegsführung gegen die Euro-Zone seitens der USA geht weiter. Heute sind von der Fed gezielt Gerüchte verbreitet worden, dass namhafte europäische Kreditinstitute in großer Gefahr seien. Insbesondere der Interbanken-Handel drohe – ähnlich wie 2008 – zum Erliegen zu kommen. Das meldet das Wall Street Journal.

Dass die Banken der Südschiene auf der Kippe stehen, ist nichts Neues. Neu ist dagegen die angebliche Fürsorge der Fed mit ihrem rührenden Hinweis, dass möglicherweise eine weltweite Ansteckungsgefahr besteht und man sich Sorgen um die eigenen Finanzinstitute mache. Diese drohten durch eine Schieflage der EU-Banken-Südschiene auch US-Konzerne in den Abgrund zu reißen.

Damit gießen Organe der US-Finanzelite erneut Öl ins Feuer in die Euro-Krise. Dies ist natürlich nichts anderes als ein Akt der Ablenkung – sind doch im Rahmen der Geldsystemkrise allein in den USA bisher über 400 Banken pleite gegangen – darunter sogar die größten Institute des Landes. Es ist sicherlich nicht falsch, anzunehmen, dass den US-Finanzinstituten ebenfalls das Wasser bis zum Hals steht. Nur konnte man den Ernst der Lage bisher besser vertuschen.

In Europa stehen heute die üblichen Verdächtigen unter Beschuss. Kursstürze insbesondere bei italienischen und französischen Geldhäusern. Schon letzte Woche gab es erhebliche Gerüchte zur Bankenszene, was natürlich umgehend dementiert wurde.

Doch leider zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, dass alle Gerüchte irgendwann Wirklichkeit wurden, insbesondere was mögliche Pleitegefahren von Banken angeht. Somit ist hier das Schlimmste zu befürchten.

Am Ende wird nichts anderes übrig bleiben, als die Banken zu verstaatlichen – um das Geldsystem in einem letzten Akt noch mal über Wasser zu halten. Was dann aber mit den Staatsfinanzen passiert, kann man sich leicht ausmalen. Ein Staatsbankrott dürfte damit unausweichlich werden – und damit dürfte dann auch eine Währungsreform eingeleitet werden.

Dies alles sind die wirklichen Gründe, warum Gold von Rekord zu Rekord eilt. Insidern des Geld- und Bankensystems dürfte schon lange klar sein, dass es keinen Ausweg gibt. Sie sind die treibende Kraft hinter den steigenden Goldkursen.

Verschärft wird die Lage noch, weil in 2012 eine weltweite Rezession droht. Dann sitzen die Banken auf ihren Schuldenbergen und die Bonität der Schuldner wird dramatisch abnehmen. Ein weiterer Sargnagel für die Geldhäuser. Der Abverkauf an den Börsen bei Finanztiteln dürfte sich deshalb in Zukunft noch beschleunigen.

 

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