Kurzfristig Druck auf den Goldpreis ausüben könnte die Ankündigung der Goldbörse Shanghai, der größten Goldbörse in China, die Hinterlegungspflicht für Gold-Futures um einen Prozentpunkt auf 12% anzuheben. Auch die CME Group, der Börsenbetreiber der COMEX, erwägt, die Margen erneut anzuheben.
von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis setzte heute Morgen zunächst seinen Aufwärtstrend der vergangenen Tage und Wochen fort und markierte bei 1.913 USD je Feinunze ein neues Rekordhoch, gab danach aber ca. 40 USD nach. Kurzfristig Druck auf den Goldpreis ausüben könnte die Ankündigung der Goldbörse Shanghai, der größten Goldbörse in China, die Hinterlegungspflicht für Gold-Futures um einen Prozentpunkt auf 12% anzuheben. Auch die CME Group, der Börsenbetreiber der COMEX, erwägt, die Margen erneut anzuheben.
Der Goldpreis sollte im aktuellen Marktumfeld dennoch gut unterstützt sein und seinen Aufwärtstrend zunächst weiter fortsetzen können. Die Nähe zur Marke von 2.000 USD je Feinunze dürfte weitere Käufer anziehen. Nach wie vor stützt insbesondere die Investmentnachfrage den Preis. So berichtet die US-Münzprägeanstalt, dass sie im August bislang 91 Tsd. Unzen an Goldmünzen verkauft hat. Setzt sich der Nachfragetrend fort, könnte für August ein neuer monatlicher Verkaufsrekord erzielt werden.
Auch in Indien, dem weltweit größten Goldkonsumenten, zeigt sich die Goldnachfrage noch relativ robust. So geht die Bombay Bullion Association davon aus, dass die Goldimporte in Indien in diesem Jahr zum ersten Mal die Marke von 1.000 Tonnen überschreiten werden. Allerdings weist sie auch daraufhin, dass die Schmucknachfrage während der bevorstehenden Feiertagssaison etwas geringer ausfallen könnte, sollten die Preise auf den hohen Niveaus verharren.



