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25 größte Banken unter EU-Aufsicht?

Asmussen: 25 größte Banken sollten unter EU-Aufsicht. Deutsches EZB-Direktoriumsmitglied plädiert für strengere Überwachung der Finanzinstitute in der Euro-Zone. „Die übrigen Banken würden unter nationaler Aufsicht bleiben."

Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen plädiert dafür, die 25 größten Banken der Währungsunion einer eigenen Bankenaufsicht zu unterstellen. „Die direkteste Lösung wäre der Aufbau einer Aufsicht für die Eurozone für die größten, systemisch wichtigen Banken der Eurozone, vielleicht 25 oder so“, sagte Asmussen nach Informationen der Financial Times Deutschland (Freitagsausgabe) am Donnerstag bei einer nichtöffentlichen Veranstaltung der Atlantikbrücke in Frankfurt. „Die übrigen Banken würden unter nationaler Aufsicht bleiben, aber mit deutlich verstärkten Regeln zur Informationsteilung zwischen Aufsehern auf der nationalen und auf der Euro-Ebene." 

Derzeit gibt es zwar auf EU-Ebene die Europäische Bankenaufsicht (EBA) in London. Doch die Behörde hat nur wenige eigene Kompetenzen und geringe Durchgriffs- und Weisungsrechte rechte auf nationale Banken im Fall einer Krise. Entscheidend sind weiter die nationalen Aufseher in den EU-Staaten.

Der Geldpolitiker forderte zudem, den Teufelskreis zwischen maroden Bankensektoren und den Staatsfinanzen von Regierungen in Euro-Krisenstaaten zu durchbrechen. "Ein Weg, dies zu tun, wäre eine europäische Bankenabwicklungsbehörde, die über einen Fonds verfügen würde, der über Zuweisungen aus dem Finanzsektor finanziert werden würde", sagte Asmussen. Hinter dem Vorschlag steht, dass Regierungen in Krisenstaaten bislang oft versuchen, marode Banken zunächst national unter dem Einsatz riesiger Summen zu retten. Dadurch geraten die öffentlichen Finanzen der Staaten in eine Schieflage - und die Marktzweifel springen von den Banken auf die Staatsfinanzen der Länder über.
 
Auch am Donnerstag setzte der Euro seine Talfahrt fort und notiert auf Zweijahrestief unter der Marke von 1,24. Beobachter gehen davon aus, dass der Euro weiter fällt, sollte es nicht bald eine Lösung für die europäische Schulden- und Bankenkrise geben.
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