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D-Einlagensicherung für die PIGS?

Die angestrebte Bankenunion zielt darauf ab, die deutsche Einlagenversicherung auch für die Südschiene anzuzapfen. Doch der deutsche Einlagensicherungsfond würde in einer »Systemkrise« noch nicht einmal für die heimischen Einlagen ausreichen.


von Rebecca Bellano
Anlässlich der derzeit im Raum stehenden Gründung einer Bankenunion für den Euro-Raum fürchtet so mancher Deutsche, fortan nicht nur als Steuerzahler, sondern auch in seiner Funktion als Sparer zur Rettung der Euro-Zone zur Kasse gebeten zu werden. Die deutsche Einlagensicherung gilt als weltweit vorbildlich und daher ist die Befürchtung groß, dass es das Ziel einer Bankenunion mit gemeinsamer Haftung der Banken im Euro-Raum ist, an die deutsche Einlagensicherung zu kommen.

Doch wer glaubt, die Gruppen aus privaten Banken, Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken hätten gut gefüllte Geldtöpfe als Reserve für Notfälle in ihren Tresoren liegen, der irrt. Zwar sind derzeit 100000 Euro pro Sparer gesetzlich garantiert, die jeweiligen Bankengruppen versprechen sogar, für noch höhere Summen zu haften, doch das Geld ist nur zu einem kleinen Teil, wenn überhaupt, wirklich vorrätig.

Auf PAZ-Anfrage beim Bundesverband deutscher Banken (BdB), beim Sparkassenverband DSGV und beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVB) wird betont, dass die Sicherungstöpfe immer aus Barmitteln und gegebenenfalls Nachschusspflichten bestünden. Wie hoch die Barmittel seien, würde nicht mitgeteilt, da dies Interna seien. Der BVB verweist sogar darauf, dass das Finanzministerium und die Bankenaufsicht Bafin eine Veröffentlichung der Zahlen nicht wünschten. „Ein expliziter Wunsch nach Nicht-Veröffentlichung des Volumens durch die jeweilige Einrichtung selbst ist mir nicht bekannt“, heißt es allerdings von der Bafin.

Und von den Sparkassen wird hinzugefügt, dass generell „kein Sicherungssystem für systemische Krisen gemacht ist, sondern nur zur Stützung von einzelnen Fällen gedacht ist“.

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