Die Gema - Krake schlägt erneut zu. Jetzt will der "Rechteverwalter" von Discos, Gemeindefesten, Clubs bis zu 10% der Eintrittsgelder abkassieren. Deshalb gibt es heute bundesweit Proteste. In vielen Clubs gibt es für 5 Minuten keine Musik. Helfen wird es wenig.
von Dirk Weckerle
Der selbstherrliche "Rechteverwalter" GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) hat eine neue Einnahmequelle entdeckt: Öffentliche Feste, Discos, Clubs - also überall wo Musik gespielt wird. Die Rechte-Krake will 10% der Eintrittsgelder und spricht von einem "vereinfachten Verfahren" um Lizenzgebühren einzutreiben. Die Betroffenenn laufen Sturm: Heute sollen für 5 Minuten die Lautsprecher stumm bleiben.
Ob es was hilft, bleibt zweifelhaft. Die GEMA macht bekanntlich was sie will. Gut verdrahtet in den dunklen Lobbykanälen des Bundestags ist auch von Politikern keine Hilfe zu erwarten. So ist also zu befürchten, dass die neue "Verordnung" durchkommt, ohne dass jemand etwas dagegen unternehmen kann. Die GEMA kann nämlich tun was sie will. Ein Kontrollgremium für die Abkassierer gibt es nicht.
Nicht nur Clubs und Discos sind betroffen, sondern auch ganz normale Volksfeste oder Dorffeste, bei denen Musik gespielt wird. Das bedeutet, dass sich Städte und Gemeinden Veranstaltungen nicht mehr leisten können, wenn die Gebühren der GEMA steigen.
Mit der Musik-aus-Aktion am Samstag sollen die Gäste aufgeklärt werden. Die DJs würden entsprechende Ansagen machen, und es würden Flyer verteilte. Zudem würde den Gästen empfohlen, die Online-Petition gegen die Tarifreform zu unterschreiben. Aktuell finden sich dort bereits 195.000 Gegenstimmen.
Die GEMA trat zuletzt in Erscheinung, indem sie Musik-Videos bei Youtube sperren ließ. Wer dennnoch ungehinderten Zugang zu Youtube haben möchte, muss über einen Proxy gehen. Dazu einfach rechte Spalte bei MMnews "YouTube ohne Zensur"-Link anklicken.



