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Facebook: Crash

Facebook im freien Fall. An den beiden letzten Tagen ist die Aktie über 10% gecrasht. Anleger fragen ängstlich, welche Ursachen der drastische Kursfückgang hat. Dieser ist ganz einfach: Die Haltefrist für viele Aktien ist abgelaufen. Die Papiere werden nun auf den Markt geworfen.

 

von Dirk Weckerle

Eigentlich waren die Zahlen, die Facebook am Montag vorgelegt hat, gar nicht so schlecht. Trotzdem ist die Aktie in den freien Fall übergegangen. Viele Marktteilnehmer stehen vor einem Rätsel. Doch des Rätsels Lösung ist einfach: Die Haltefrist für einen Teil der Aktien ist ausgelaufen und nun wollen die Altaktionäre Kasse machen um jeden Preis.

Seit dem Börsengang hat das "soziale Netzwerk" damit über 40% eingebüßt. Die Marktkapitalisierung sank von gut 100 Milliarden auf unter 60 Milliarden Dollar. Und ein Ende der Talfahrt ist noch nicht in Sicht, weil niemand so genau weiß, wieviele Aktien noch auf den Markt geworfen werden.

Facebook war gleich von Anfang an dafür kritisiert worden, dass die übliche Haltefrist für Altaktien von 180 Tagen für einen Teil der Papiere auf 90 Tage verkürzt worden ist. Marktbeobachter gehen davon aus, der derzeit Aktien im Wert von 10 Milliarden Dollar auf den Markt geworfen werden.

Besonders viele Altaktionäre, welche sich schon als Millionäre wähnten, sehen nun ihre Felle davon schwimmen und wollen lieber schnell Kasse machen. Nicht anders ist der Facebook Crash zu begründen. Schon von Anfang an kritisierten Marktbeobachter, dass der Börsengang von Facebook nicht nur zu teuer war, sondern dass er auch von nichts anderem als purer Gier geprägt war. Jene, die nun zu 38$ die Papiere ins Depot gebucht bekamen, fangen nun an zu zittern und verkaufen ihre Aktien ebenfalls, aus Angst vor größeren Verlusten.

Derzeit sieht es eher schlecht aus, was die weiteren Aussichten angeht. Das Sentiment für Facebook trübt sich zunehmend ein, Anleger werden langsam wütend: Nach der Einschätzung von Dana Blankenhorn, Kolumnist beim Börsendienst "The Street" , sei das Facebook-Listing nicht nur eine "große Lüge" gewesen, sondern auch "eine der größten Betrügereien der US-Geschichte".

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