Libor: 200 Mrd. Strafe für Banken?

US-Sammelklage im Libor-Skandal weitet sich aus. Bislang sind die 16 Banken als Beklagte in dem Verfahren benannt, die an der Zusammenstellung des Interbankenrichtzinssatzes Libor zwischen den Jahren 2007 und 2009 beteiligt waren. Schadenersatz von 200 Mrd.?

 

Die Bankenwelt zittert vor dem Liborskandal. Dabei geht es nicht nur um hohe Strafen sondern auch um astronomische Schadenersatzforderungen. Wie ein Insider MMnews gegenüber erklärte, könnten sich allein die Schadenersatzforderungen auf bis zu 200 Milliarden Dollar belaufen. Das wäre ein kaum verkraftbarer Schlag für das globale Bankensystem. Hinzu kommen noch die Strafen durch die Behörden.

Die Zahl der Beklagten im Libor-Manipulationsskandal steigt. Der US-Staranwalt Michael Hausfeld, der die Sammelklage gegen die Banken anführt, sagte im Interview mit dem Handelsblatt (Mittwochausgabe): „Wir wollen den Kreis der Beklagten ausweiten“. Dazu ist für diesen Mittwoch in New York eine Gerichtsanhörung angesetzt. Hausfeld will dabei nach eigenen Worten die Klage inhaltlich erweitern und mehr Institutionen anklagen. Welche wollte er nicht sagen, das werde öffentlich, wenn die Richterin den Anträgen stattgebe.

Bislang sind die 16 Banken als Beklagte in dem Verfahren benannt, die an der Zusammenstellung des Interbankenrichtzinssatzes Libor zwischen den Jahren 2007 und 2009 beteiligt waren. Den 16 Geldhäusern wird vorgeworfen, den Zinssatz in diesem Zeitraum manipuliert zu haben, um davon zu profitieren. Zu den Beklagten gehört unter anderem die Deutsche Bank, aber auch fast alle großen Institute aus London, New York und Tokio.

Britische und amerikanische Finanzaufsichtsbehörden hatten gegen die britische Barclays Bank kürzlich eine Geldbuße von fast einer halben Milliarde Dollar verhängt, weil sie diese der Libor-Manipulation überführt hatten. Seither halten sich Spekulationen, die Bank of England könnte die Manipulationen damals gedeckt haben.

Während in Deutschland möglicherweise die Deutsche Bank im Liborgate verwickelt ist, denen sich die Ermittlungen nun auch auf den Euribor aus. Das Zinsfindungsverfahren ist bei dem europäischen Interbankenzins ähnlich wir beim Libor. Das könnte den Kreis der betroffenen Finanzhäuser noch erheblich erweitern. Ob beispielsweise dabei auch die Commerzbank betroffen ist, steht noch nicht fest. Die Behörden wollen ihre Ermittlungen erst abschließen, bevor Namen genannt werden.

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube



Börse 24h realtime
Börsen News
Wikifolios
 
 

Mein bestes Börsenbuch:

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC
Net-Tipps
Medizin News
Aktuelle Presse
Allianz will nach Hedgefonds-Skandal Organisationsstruktur ändern

Nach einem Skandal rund um die Investmentgesellschaft Allianz Global Investors will die Allianz ihre Compliance-Struktur neu regeln. "Wir haben uns dazu entschieden, unsere Organisationsstruktur zu vereinfachen [ ... ]

Scholz verteidigt neue Schuldenaufnahme

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die geplante Aufnahme zusätzlicher Schulden für den sogenannten "Abwehrschirm" verteidigt. In einer Krisensituation könne man Kredite aufnehmen, sagte [ ... ]

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will bei der geplanten Gaspreisbremse auch auf Sparanreize setzen. "Was naheliegend ist, ist dass man einen Grundbedarf subventioniert, die Spitze des [ ... ]

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Erwartungen gedämpft, dass die geplante Absenkung der Gaspreise bereits im Oktober zu spürbaren Entlastungen führen wird. "Das wird sicherlich nicht [ ... ]

DAX schließt unter 12.000 Punkten - Gaspreis sinkt kräftig

Am Donnerstag hat der DAX deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 11.976 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Entgegen [ ... ]

Bundesländer machen fast 24 Milliarden Euro Überschuss

Die 16 Bundesländer haben in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen Haushaltsüberschuss in Höhe von insgesamt 23,6 Milliarden Euro erzielt. Dies geht aus einer Vorlage des Bundesfinanzministeriums [ ... ]

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hat das neue Hilfspaket der Bundesregierung begrüßt, hält den Zeitraum aber bereits für zu kurz angesetzt. [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2022 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.