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Gold: Crash ohne Ende?

Tonnenweise ETF-Abflüsse, fallende Netto-Longpositionen, Aufbau von Shortpositionen. Bei Gold und Silber sieht es derzeit nicht gut aus. Ob der Abwärtstrend vorerst gestoppt werden kann, ist fraglich.

 

Von Commerzbank Commodity Research

Gold fällt zum Auftakt der neuen Handelswoche vorübergehend auf ein 4½-Monatstief von 1.225 USD je Feinunze. In Euro gerechnet notiert das gelbe Edelmetall knapp über der Marke von 900 EUR je Feinunze. Silber verbilligt sich auf 19,6 USD je Feinunze, den tiefsten Stand seit Anfang August.

Dies dürfte in erster Linie den gesunkenen geopolitischen Risiken geschuldet sein, nachdem es am Wochenende zu einem Durchbruch in den Atomverhandlungen des Westens mit dem Iran gekommen ist. Die im Zuge dessen merklich unter Druck stehenden Ölpreise führen darüber hinaus zu geringeren Inflationsrisiken, was ebenfalls auf dem Goldpreis lastet.

Gegenwind weht auch weiter von der Investmentseite: So haben die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs am Freitag neuerliche Abflüsse von 5,6 Tonnen verzeichnet. Deren Bestände liegen mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit März 2010. Und auch die spekulativen Finanzinvestoren kehren Gold weiter den Rücken.

In der Woche zum 19. November wurden die Netto-Long-Positionen die dritte Woche in Folge auf jetzt noch 34,5 Tsd. Kontrakte reduziert, ein 19-Wochentief. Wie schon in der Woche zuvor war dies vor allem auf einen starken Aufbau von Short-Positionen zurückzuführen.

Der Rückgang des Goldpreises seit dem Datenstichtag lässt vermuten, dass die Netto-Long-Positionen seitdem weiter abgebaut wurden. Kurzfristig betrachtet überwiegen u.E. die Abwärtsrisiken, so dass ein Test von 1.180 USD, dem 3-Jahrestief von Ende Juni, möglich erscheint. Dem Goldpreis in Euro droht schon heute ein 3-Jahrestief, wenn das Juni-Tief von 906 EUR je Feinunze unterschritten wird.

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