Gestern saßen Nvidia-Chef Jensen Huang, US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping gemeinsam am Tisch. Eigentlich eine Sensation.
Von Meinrad Müller
Und mit Jensen Huang, Chef von Nvidia, Börsenwert von über 5 Billionen Dollar und rund 42.000 Mitarbeitern, hat Trump einen ganz dicken Pfeil im Köcher mitgebracht. Die USA haben zehn führenden chinesischen Konzernen den Kauf des H200-KI-Chips genehmigt. Jahrelang wurde dies verhindert.
Jetzt passiert in Peking gerade das Gegenteil: Pragmatismus siegt über Ideologie. Diese chinesischen Firmen dürfen die Chips kaufen: Alibaba, Tencent (WeChat-Riese), ByteDance (TikTok-Mutter) und JD.com (chinesischer Amazon) und weitere. Jahrelang war dies ein Streitpunkt. Bis zu 75.000 Chips pro zugelassenem Käufer sind möglich. Ein einziger H200 kostet rund 35.000 Dollar.
US-Präsident Donald Trump hat den Nvidia-Boss kurzfristig in die offizielle Delegation aufgenommen und ihn sogar auf dem Flug nach Peking in Alaska abgeholt – ein ungewöhnlich starkes, persönliches Signal.
Das ist mehr als ein Tech-Deal.
Es ist ein Hoffnungsschimmer für alle, die an eine friedliche Zukunft glauben. China, das bisher nur in geringen Stückzahlen über graue Kanäle an modernste westliche KI-Chips kam, erhält nun eine legale, transparente und für beide Seiten vorteilhafte Möglichkeit. China kann seine eigene KI-Entwicklung vorantreiben, ohne dass die Abhängigkeit einseitig oder demütigend wirkt.
Wo große Geschäfte rollen, verlieren Kriege an Attraktivität.
Für alle, die den Traum einer friedlichen, prosperierenden Welt nicht aufgegeben haben, ist diese Woche ein echter Lichtblick. Big Business schafft Abhängigkeiten – und Abhängigkeiten schaffen Interesse am Frieden. Je dicker die wirtschaftlichen Bande über den Pazifik werden, desto unwahrscheinlicher wird es, dass Konflikte wie im Iran zu Dauerbrennern werden.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



