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BIZ: Systemkollaps wegen Euro-Schuldenkrise

BIZ: Euro-Schuldenprobleme könnten größere Finanzkrise auslösen. Sollte die Politik die hinter den Schwierigkeiten Griechenlands und anderer Staaten liegenden Probleme nicht anpacken, sei eine Katastrophe denkbar. Marktturbulenzen rund um die Schuldenkrise in Griechenland, Irland und Portugal sind nur ein kleiner Vorgeschmack.

 

Die Schuldenkrise in der Eurozone kann nach Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)  zum Auslöser einer weitaus größeren Finanzkrise werden. Sollte die Politik die hinter den Schwierigkeiten Griechenlands und anderer Staaten liegenden Probleme nicht anpacken, sei eine Katastrophe denkbar, warnt die auch Bank der Zentralbanken genannte BIZ in ihrem am Sonntag in Basel veröffentlichten Jahresbericht. "Um es klar zu sagen: Die Marktturbulenzen rund um die Schuldenkrise in Griechenland, Irland und Portugal sind nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was bevorstünde, wenn die Anleger ihr Vertrauen in die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen einer großen Volkswirtschaft verlieren würden."

Die BIZ rät in ihrem aktuellen Report: Notwendig seien beherzte Maßnahmen "gegen die übermäßige Verschuldung des privaten wie auch des öffentlichen Sektors, um eine solide Grundlage für ein hohes, ausgewogenes reales Wachstum und ein stabiles Finanzsystem zu schaffen". Dazu müssten die Staatsdefizite in den von der Krise am stärksten betroffenen Ländern unverzüglich und entschieden abgebaut werden. Dass rigorose Sparmaßnahmen wie in Griechenland die Konjunktur belasten oder gar zu einer Rezession führen können, lässt die BIZ nicht als Gegenargument gelten: "Das größte Risiko ist nicht 'zu viel zu früh' zu tun, sondern 'zu wenig zu spät'".

Mit Blick auf die europäischen Schuldenstaaten, aber auch die mit der Überschuldung ringenden USA, warnte die BIZ vor einem plötzlichen Vertrauensentzug durch die Investoren an den internationalen Finanzmärkten. Die Vergangenheit zeige, dass dies oft sehr plötzlich passiere: "Dies bedeutet, dass Staaten, die die Behebung ihrer fiskalischen Probleme auf die lange Bank schieben, Gefahr laufen, ebenso plötzlich wie hart abgestraft zu werden." Die dann nötigen Konsolidierungsmaßnahmen seien meist weit umfangreicher, schwieriger und schmerzhafter, als wenn rechtzeitig vorgesorgt worden wäre.

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