Commerzbank Verstaatlichung?

Wird die Commerzbank 2012 selbstständig überstehen? Angesichts des niedrigen Börsenkurses wird es immer schwieriger, an benötigtes Kapital heranzukommen. Gerüchte auch bei Deutscher Bank.

 

Wie geht es weiter in der deutschen Banklandschaft? Angesichts der Schwierigkeiten bei der Kapitalerhöhung der Unicredit sprießen die Spekulationen besonders um Deutschlands zweitgrößtes Bankhaus. Demnach sieht es so aus, als wenn die Bundesregierung Planspiele unternimmt, bei der Commerzbank einzusteigen, um das Bankhaus vor dem Untergang zu bewahren.

Das die Bundesregierung eine Verstaatlichung der Commerzbank nicht mehr ausschließt wurde zumindest nicht dementiert. Wenn es die Commerzbank nicht schaffe, sich bis zum zum Sommer genug Kapital zu beschaffen, werde Berlin den Bankenrettungsfonds Soffin reaktivieren und weitere Aktien des Finanzkonzerns übernehmen. Das vermeldete vor kurzem das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL mit Bezug auf Regierungskreise. Man gehe davon aus, dass dem Bund bei einer Kapitalerhöhung die Mehrheit der Anteile zufallen würde.

Auch bei der Deutschen Bank gab es immer wieder Gerüchte um eine mögliche Kapitalerhöhung - das wurde jedoch von dem Institut nicht kommentiert. Offenbar will die Deutsche auf anderen Wegen ihre Kapitalquote erfüllen.  So erwägt der deutsche Branchenprimus, sich von einem Teil seiner Vermögensverwaltung zu trennen. Wie gestern von der Nachrichtenagentur ddp mit Hinweis auf vertraute Personen berichtet wurde, sollen Interessenten bis Ende der Woche ein „indikatives Angebot“ abgeben.

Der Banken-Spezialist des Beratungsunternehmens Ernst & Young, Dirk Müller-Tronnier, will trotzdem eine weitere Kapitalerhöhung der Deutschen Bank nicht ausschließen. „Jedes Institut muss sehen, wie es relativ zu anderen dasteht“, sagte er in der Frankfurter Rundschau. Das sah im Dezember auch die Ratingagentur Fitch so. Sie stufte die Deutsche Bank und sieben weitere Institute mit dem Hinweis herab, sie sei „nicht so gut kapitalisiert wie andere internationale Wettbewerber“.

 

Finanzexperte Hellwig: BaFin kann Banken nicht wirksam kontrollieren
 
Angesichts der erneuten Bankenkrise fordert der Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn, Martin Hellwig, eine striktere Bankenregulierung in Deutschland. Da sich aber über eine staatliche Bankenaufsicht die Finanzgeschäfte nicht wirklich kontrollieren lassen, hält Hellwig eine schärfere Eigenkapitalregulierung für den einzigen praktikablen Weg. „Wir brauchen Bankenregulierung und Bankenaufsicht, weil die Risiken der Banken auf uns alle zurückschlagen können. Eine strikte Eigenkapitalregulierung sorgt dafür, dass die Bank den Risiken stärker Rechnung trägt“, so Hellwig im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Je mehr eine Bank mit Eigenkapital finanziert ist, desto mehr fallen die Risiken auf die Aktionäre und das Management zurück. Dann erübrigt es sich, das Bankgeschäft selbst zu regulieren.“

Die staatliche BaFin sei überfordert, um die Banken zu beaufsichtigen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das Bankgeschäft wirksam regulieren kann. Ich traue einer Behörde nicht zu, dass sie den Eigenhandel einer Investmentbank in Realzeit beaufsichtigen kann.“ Eine schärfere Eigenkapitalregelung führe dagegen dazu, dass sich die Banken selbst wirksam um die Risiken kümmern. „Wir sind immer darauf angewiesen, dass die Bankmanager selbst an Risiken und Haftung denken. Das werden sie umso mehr tun, je mehr Eigenkapital da ist, das von den Verlusten absorbiert werden kann.“
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