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Deutsche Bank: Für die Konzernspitze wird die Luft immer dünner!


Liebe Leser,

der Beschuss gegen die Konzernspitze nimmt zu: Nachdem sich während der letzten Wochen die Schlinge um den Chef der Deutschen Bank immer weiter zuzog, berichtet das „manager magazin“ nun in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe von weiteren kritischen Stimmen seitens einiger einflussreicher Großaktionäre, die diesmal nicht nur die Führungskompetenz Cryans, sondern auch die Leistungen der Stellvertreter Christian Sewing und Marcus Schenck infrage stellen.

Der nächste CEO soll „von außen kommen“

„Die Schonfrist läuft ab. Es ist viel wahrscheinlicher, dass der nächste CEO von außen kommt“, so die deutliche Meinung eines nicht näher genannten Großaktionärs zur Causa Cryan. Laut „manager magazin“ ein Standpunkt, der von einigen bedeutenden Aktionären geteilt, aber nicht konkret ausgesprochen wird.

John Cryan und seine Mammutaufgabe

Der britische Bankmanager John Cryan führt seit Mai 2016 die Geschicke der Deutschen Bank als Alleinvorstand. Die Mammutaufgabe: Der Manager war angetreten, um die unvorteilhafte Lage des größten deutschen Geldinstituts wieder in die richtigen Bahnen zu lenken, und um das schwer angekratzte Image aufzupolieren. Cryans Amtszeit soll vertragsbedingt erst im Jahre 2020 auslaufen.

Sewing und Schenck – die Kronprinzen

Wie eingangs bereits erwähnt, konzentrieren sich die kritischen Aktionäre mittlerweile nicht mehr nur auf Cryan selbst, sondern auch auf die „Kronprinzen“ Christian Sewing und Marcus Schenck, die seit dem Frühjahr 2017 die offiziellen Stellvertreter an der Spitze der Deutschen Bank sind.

An beide Manager werden große Erwartungen gesetzt. So muss Schenck, der für das Investmentbanking zuständig ist, das Unternehmensfinanzierungsgeschäft mit dem Wertpapierhandel zusammenbringen, während Sewing, zuständig für kleine und mittelgroße Unternehmensklienten, wohlhabende Wealth-Kunden und die Postbank unter einen Nenner bringen muss.

Schenck müsse schnell liefern

Der Vorwurf der Kritiker richtet sich laut „manager magazin“ hauptsächlich gegen Schenck: Der Anleihen- und Devisenhandel könne unter Schencks Kontrolle nicht mehr an vorherige Erfolge anknüpfen. Daher müsse der Manager in den kommenden zwei bis drei Quartalen liefern, so die Kritiker weiter.

Das Investmentbanking-Geschäft der Deutschen Bank gilt als Sorgenkind, da dieses in den vergangenen Jahren immer wieder kostenintensive Skandale auslöste und somit im Fokus der Investoren steht.

Ein Beitrag von Marco Schnepf.

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