EZB rettet Banken - Dexia am Ende?

    Wer hat noch nicht, wer will noch mal? EZB kauft nicht nur Ramsch-Anleihen von Pleitestaaten sondern kündigt zwei großzügige Banken-Hilfsprogramme an. Wer das Geld erhält, bleibt natürlich geheim. - Dexia pleite? Kurs ausgesetzt.

     

    Angesichts der akuten Vertrauenskrise am Geldmarkt hat die Europäische Zentralbank (EZB) zwei Sonderprogramme zur Stützung des europäischen Bankensektors angekündigt. Demnach würden zwei langfristige Refinanzierungsgeschäfte aufgelegt, sagte EZB-Chef Jean-Claude Trichet sagte am Donnerstag nach seiner letzten großen Ratssitzung in Berlin.

     

    Das erste Programm beginnt im Oktober und hat eine Laufzeit von zwölf Monaten. Das zweite Kredit-Programm beginnt im Dezember und dauert 13 Monate. Dabei soll den Banken das Geld zukommen, was sie für die Krisenbewältigung benötigen.

    Die Banken trauen sich gegenseitig nicht mehr über den Weg und parken ihr Geld lieber bei der EZB, als es anderen Instituten zu leihen. Am Donnerstag erreichten die eintägigen Einlagen bei der Zentralbank mit 221,4 Mrd. Euro den höchsten Stand seit Juli 2010. Gleichzeitig stieg die Summe der Eintageskredite, die Geschäftsbanken bei der EZB aufnehmen, auf 3,2 Mrd. Euro.

    Außerdem hat die EZB angekündigt weitere Staatsanleihen im Volumen von 40 Milliarden Euro anzukaufen. Die Zentralbank erleichtert den Banken damit die Refinanzierung. Die Kreditvergabe auf dem Interbankenmarkt ist im Zuge der Schuldenkrise ins Stocken geraten. Die Banken trauen sich gegenseitig nicht mehr über den Weg und lassen ihr Geld lieber bei der EZB, als es anderen Instituten zu  leihen.

    Scharfe Kritik kam dazu vom Bund der Steuerzahler: „Nachdem Staaten wie Griechenland, aber auch Portugal oder Irland vom europäischen Steuerzahler gerettet wurden und werden, sollen jetzt auch einzelne Banken hinzukommen. Dieser Weg führt nur weiter in eine Sackgasse“, sagte Verbandsvizepräsident Reiner Holznagel „Handelsblatt Online“.

    Derzeit kämpft die französisch-belgische Bank Dexia ums Überleben. Sie hatte große Positionen an Staatsanleihen, deren Wert mehr und mehr verfällt. Die Regierungen in Paris, Brüssel und Luxemburg suchten weiter nach einer Auffanglösung. Der Aktienkurs der Bank wurde am Nachmittag an den Börsen ausgesetzt.
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