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Mündigkeit: Disziplin und Liebe
13.10.2012

Ohne Anstrengung, ohne Mühe, ohne Schmerzen, ohne Leid ist kein Wachstum möglich – spirituell wie körperlich. Der Weg der Menschwerdung ist ein Weg der Bewußtwerdung, und dieser Weg ist anstrengend und mühsam. Das Gehen dieses Weges ist schmerzhaft und leidvoll, aber immer auch befriedigend und erfüllend. Am Ziel warten Bewußtsein, Freude und Glück – Sinn und Zweck des Lebens. Mündige Menschen erreichen dieses Ziel – mit Disziplin und Liebe. Sie sind die wirklichen »Menschen«. Selbstverschuldet unmündige Menschen verfehlen dieses Ziel. Sie sind die eigentlichen »Sünder«.

 

Anmerkung: Zu diesem Beitrag gibt es eine kritische Replik von Rolf Ehlers: Gelobt sei was hart macht?

von Norbert Knobloch

Selbstverschuldet unmündige Menschen sind „Problematische Naturen, die keiner Lage gewachsen sind, in der sie sich befinden“ (Johann Wolfgang von Goethe 1), Sprüche in Prosa II, 127). Unser Lehnwort „problematisch“ ist dem lateinischen Adnomen (Eigenschaftswort) »problematicus« und dem altgriechischen Adnomen »próblēmatikós« entlehnt; beide bedeuten »schwierig«, »fraglich«, »ungelöst«, »unentschieden« und stammen von dem lat.-griech. Nomen (Nennwort, Hauptwort) »próblēma«: »die schwierige, ungelöste Aufgabe«, »das Hindernis«, »die Schwierigkeit«, wörtlich »das Aufgeworfene«, »das Vorgelegte« (von altgriech. »proballeín«: »vorwerfen«, aus »pro«: »vor« und »balleín«: »werfen«).

 

Ein »Problem« ist also eine noch unbeantwortete Frage, deren Beantwortung Schwierigkeiten bereitet, eine noch ungelöste Aufgabe, deren Lösung Arbeit, Anstrengung und Mühe bereitet. Die größten Philosophen der Menschheits-Geschichte waren Problem- (und System-) Denker. Die absolute Mehrheit der Menschheit aber versucht, Problemen auszuweichen, weil der Prozeß, sich Problemen zu stellen und sie zu lösen, unbequem, unangenehm, ja schmerzhaft ist. Doch dieser Versuch ist vergeblich, denn das Leben besteht aus einer unendlichen Reihe von Problemen. Aber gerade das gibt dem menschlichen Leben überhaupt erst seinen Sinn: Durch die Annahme und Überwindung des Schmerzes, uns den Problemen zu stellen und sie zu lösen, lernen wir. Nur durch Probleme und ihre Lösung wachsen wir spirituell.

 

(Das ist auf der körperlichen Ebene analog: Profi-Body-Builder zum Beispiel wissen, daß sie über eine bestimmte Schmerzgrenze hinaus trainieren müssen, um Muskelwachstum zu erzielen. Ein geflügeltes Wort in der Schwerathleten-Szene ist daher: „No Pain – No Gain!“)

 

Der (vergebliche) Versuch, den Problemen und den ihnen innewohnenden Schmerzen und Leiden auszuweichen, ist die Hauptursache aller psychischen (seelischen) Krankheiten des Menschen. „Die Neurose ist immer ein Ersatz für legitimes Leiden.“ (Carl Gustav Jung 2)) Doch der Ersatz wird letztlich schmerzhafter als das Leid, das er vermeiden sollte. Die Neurose wird selber zu einem (noch größeren) Problem. Die meisten Menschen versuchen dann, auch diesem Schmerz, auch diesem Leid auszuweichen, und bauen so Schicht um Schicht Neurosen auf. Die meisten Menschen sind im psychiatrischen Sinne schwer krank.

 

Nach dem verstorbenen Psychologen und Psychotherapeuten Thorwald Dethlefsen 3) gibt es keinen psychisch gesunden Menschen mehr in unserer so genannten „Zivilisation“; vielmehr leide heute jeder Mensch an (verdrängten) Problemen, sei also neurotisch – sei es ihm nun bewußt oder nicht. »Leben« aber heißt nichts anderes, als sich seiner selber bewußt zu werden. Der Sinn unseres Lebens ist Bewußtwerdung oder Selbsterkenntnis: „Der Zweck des Lebens auf der Erde ist die Entdeckung unseres wahren Wesens und das Handeln nach dieser Erkenntnis.“ (Henry Miller 4), Nexus). „Gnóthi sēautón“ („Erkenne dich selbst [dann erkennst du Gott]“) stand deshalb auch über dem Tempel des griechischen Gottes Apollon zu Delphi, in dem die Seherin Pythia in Trance den Bittstellern den „Willen des Gottes“ kundtat.

 

Der amerikanische Psychoanalytiker und Psychotherapeut Dr. Scott M. Peck 5) macht „Gott“ daher auch im Unbewußten aus. Dementsprechend bedeutet auch das altgriechische Wort für »Sünde«, »hamartía«, ursprünglich und wörtlich „das Ziel verfehlen“: Wer seine ihm angeborene, allein menschliche Eigenschaft der Erkenntnis-Fähigkeit, die die ebenso menschliche Eigenschaft der Entscheidungs-Freiheit überhaupt erst möglich und so das Tier, den „nackten Affen“ (Desmond Morris 6)) erst zum Menschen macht, aus Feigheit, Schwäche und Faulheit, also aus selbstverschuldeter Unmündigkeit, nicht trainiert, entwickelt und nutzt, hat das Ziel, nämlich das wahre Menschsein, verfehlt, ist also der wahre Sünder: „Die Sünde ist weniger eine Herausforderung Gottes als eine Leugnung der Seele, weniger eine Verletzung des Gesetzes als ein Verrat gegen sich selbst.“ (Sarvepalli Radhakrishnan 7), Die Weltanschauung der Hindu; vgl. Arno Gruen 8), Der Verrat am Selbst) Der selbstverschuldet unmündige Mensch bleibt gewissermaßen freiwillig auf der Stufe des Tieres oder zumindest des Kleinkindes stehen und ist daher der eigentliche Sünder.

 

Probleme verschwinden nicht von allein; sie lösen sich nicht selber. Probleme müssen aktiv verarbeitet und überwunden werden – sonst bleiben sie bestehen und bilden ein unüberwindbares Hindernis für Wachstum und Entwicklung des Menschen. Es gibt keine Lösung von Problemen, außer man bemüht sich selber darum. („Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ [Erich Kästner 9)]) Das ist Übernahme von Verantwortung – für sich selber. Alles andere ist verantwortungslos und damit dissozial, ja asozial. Ich kann ein Problem nur dann lösen, wenn ich anerkenne, daß es mein Problem und meine Aufgabe ist, es zu lösen: „Wenn du nicht ein Teil der Lösung bist, dann bist du ein Teil des Problems.“ (Eldridge Cleaver 10))

 

Fast jeder moderne Mensch versucht, dem Schmerz auszuweichen, der mit der Übernahme der Verantwortung für seine eigenen Probleme verbunden ist. Wann immer wir der Übernahme der Verantwortung für unser Verhalten und unsere Probleme ausweichen wollen, versuchen wir, diese Verantwortung einem anderen Individuum, einer Institution, einer Organisation, „der Gesellschaft“ oder „der Regierung“ zuzuschieben. Auf diese Weise geben wir diesen Personen und Einrichtungen jedoch unsere Macht und damit Macht über uns. Daher gab der deutsche Psychoanalytiker Erich Fromm 11) seiner Studie über den Faschismus den Titel „Escape from Freedom“ („Flucht vor der Freiheit“). Um den Schmerz der Verantwortung zu vermeiden, flüchteten und flüchten Milliarden von zwar biologisch erwachsenen, aber psychisch und mental infantilen, eben selbstverschuldet unmündigen Menschen tagtäglich vor der Freiheit – und begeben sich freiwillig in die Sklaverei eines Polizeistaates (BRD!)

 

Diese Menschen fühlen sich dann auch machtlos – weil sie ihre Macht tatsächlich abgegeben haben. Und sie sind verantwortungslos – weil sie ihre Verantwortung ebenfalls abgegeben haben. Beides ist pathologisch. Wenn solche kranken Menschen jemals geheilt werden wollen, müssen sie früher oder später lernen, daß das gesamte Leben eines erwachsenen Menschen eine einzige zusammenhängende Abfolge von persönlichen Wahlen, von eigenen Entscheidungen ist, für die er selber verantwortlich ist, und die Auswirkungen auf die Gemeinschaft haben, in der er lebt. Wenn sie dies erkennen, anerkennen und umsetzen, dann werden sie gesunde, freie und soziale Menschen. Aber in dem Maße, in dem sie dies nicht erkennen, nicht anerkennen und nicht umsetzen, bleiben sie immer kranke, unfreie und dissoziale, ja asoziale Menschen. Sie werden immer Opfer der Mächtigen und Herrschenden sein, und sie machen andere (ihre Kinder und die anderen Mitglieder der Gesellschaft) ebenfalls zu Opfern, weil sie den Herrschenden Macht geben u. den Mündigen Macht nehmen

 

Ein Schlüssel ist die Übereinstimmung der Weltanschauung, des Weltbildes, die wir haben, mit der Wirklichkeit, der Realität. Je klarer und schärfer wir die Realität der Welt sehen, desto besser finden wir uns in der (wirklichen) Welt zurecht. Je unklarer und unschärfer wir die Realität sehen, je getrübter unsere Wahrnehmung durch falschen Glauben und unzutreffende Meinungen, Illusionen und Irrtümer, Vorurteile und Wunschdenken ist, desto schlechter finden wir uns in der (wirklichen) Welt zurecht, desto weniger sind wir in der Lage, richtige Handlungsabläufe zu bestimmen und kluge Entscheidungen zu treffen. Unsere Sicht der Realität ist wie eine von uns selber gezeichnete Landkarte, mit der wir das Terrain des Lebens begehen, auf der wir das Ziel des Lebens finden und den Weg dorthin abstecken müssen.

 

Wenn unsere Karte richtig und auch genau ist, werden wir stets wissen, wo wir uns gerade befinden. Und wenn wir unser Endziel kennen und die jeweiligen Etappen-Ziele auf dem Weg dorthin bestimmt haben, werden wir auch wissen, wie wir dorthin gelangen, und werden uns nicht verlaufen. Wenn unsere Karte jedoch ungenau oder gar falsch ist, werden wir uns verirren. Das ist einleuchtend – aber die meisten Menschen ziehen es irrationalerweise trotzdem vor, dies zu ignorieren und mit einer ungenauen, falschen oder sogar ohne Karte halbblind oder ganz blind durchs Leben zu irren (und wundern oder beschweren sich sogar auch noch, wenn sie ständig in Sackgassen oder im Kreis laufen und niemals ankommen).

 

Ein Problem, um im Bild zu bleiben, ist nun, daß wir keine fertige Landkarte in die Hand gedrückt bekommen; wir müssen sie selber entwerfen, anfertigen und ständig vergleichen, ändern, anpassen und verbessern, und das kostet Zeit, Anstrengung und Mühe. Je mehr wir uns anstrengen, je mehr wir uns bemühen, die Wirklichkeit zu erkennen und danach unsere Karte zu zeichnen, desto größer, detaillierter und genauer wird sie sein. Die allermeisten Menschen wollen diese Anstrengung, diese Mühe nicht auf sich nehmen. Viele hören am Ende der Adoleszens auf damit, Karten zu zeichnen; ihre Landkarten sind klein, begrenzt und ungenau oder ganz falsch. Spätestens im mittleren Alter haben fast alle Menschen aufgehört, ihre Landkarten immer wieder der Realität anzupassen und zu erweitern. Sie sind der irrigen Meinung, ihre Karten wären „umfassend“, „vollständig“, „richtig“ und „fertig“ – mit anderen Worten: sie unterliegen dem Irrtum, ihre Weltanschauung wäre „richtig“, „fertig“, „endgültig“ und „unantastbar“. („Laß mir gefälligst meine eigene Meinung!“ ist die häufigste, reflexartig vorgebrachte Abwehr selbstverschuldet unmündiger Menschen, wenn man sie aufklären will.) Nur sehr, sehr wenige bemühen sich bis zum Augenblick ihres Todes, die Welt unaufhörlich zu erforschen, ihre Sicht und ihr Verständnis der Welt ständig zu erweitern und zu verfeinern, zu korrigieren und neu zu definieren. Das aber ist die einzig anständige, seriöse Art zu leben.

 

Das größte Problem hinsichtlich unserer Landkarte(n) ist nicht, daß wir mit dem Zeichnen bei Null beginnen müssen, sondern daß wir sie selber zeichnen und unablässig – unser gesamtes Leben lang – der Kritik anderer Kartenzeichner aussetzen, kontrollieren, korrigieren und revidieren müssen, wenn sie mit der Wirklichkeit übereinstimmen sollen, wenn sie zutreffend und somit brauchbar sein sollen, denn die Welt ändert sich laufend. Auch unsere Sicht der Welt ändert sich ständig, denn unser Standpunkt, von der aus wir die Welt sehen, unsere Perspektive der Welt verändert sich ständig, da wir uns selber ebenfalls unaufhörlich wandeln: wir werden von Kindern zu Jugendlichen, Erwachsenen und schließlich zu Greisen.

 

Um unsere Karten an die Wirklichkeit anpassen zu können, brauchen wir natürlich aktuelle Informationen über diese Wirklichkeit. Diese Informationen müssen wir uns regelmäßig aktiv selber besorgen. Schon dazu sind die meisten Menschen zu träge, zu faul (das ist ein Kriterium selbstverschuldeter Unmündigkeit). Hinzu kommt, daß wir wegen dieser neuen Informationen unsere Landkarte, also unsere liebgewonnene (falsche) Weltanschauung, unsere eigene (irrige) Meinung dann eben ändern müssen. Auch dazu sind die meisten Menschen zu faul – und, vor allem, zu feige (das ist ein weiteres Kriterium selbstverschuldeter Unmündigkeit). Die meisten Menschen fürchten sich nämlich vor dem Neuen, Unbekannten und meiden, ja fliehen daher die Realität, zumal wenn sie unangenehm ist.

 

Deswegen leben die meisten Menschen in einem blockhaft selbstgezimmerten, künstlichen Konstrukt eines holzschnittartigen Weltbildes, das mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Wenn solche Menschen nun mit Informationen und Kritik konfrontiert werden, die sie – bewußt oder unterbewußt – ahnen oder spüren lassen, daß sie in einer Art „Wolkenkuckucksheim“ leben, daß ihre Landkarte, ihre Weltsicht falsch ist und nichts mit der Realität zu tun hat, überfällt sie Angst und sogar Panik. Solche Menschen klammern sich dann krampfhaft an ihr falsches Weltbild, weil sie es so empfinden, als ob ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen würde. Zudem fürchten sie sich auch vor der Realität, zumal wenn sie unerfreulich ist (gerade deshalb waren sie ja in ihr selbsterrichtetes, illusionäres „Luftschloß“ geflüchtet). Sie blocken total, wehren Kritik heftig ab und ignorieren hartnäckig die neuen Informationen.

 

Oft ziehen sie daher sogar aktiv gegen die neuen Informationen und gegen die Informanten zu Felde. Sie verleugnen die neue Information als „falsch“, „lächerlich“ oder „gefährlich“ und diffamieren den Informanten als „Ketzer“, „Spinner“ oder „Verschwörungs-Theoretiker“. Das kann sogar soweit gehen, den Informanten aktiv zu denunzieren und zu kriminalisieren, zu verfolgen und zu bekämpfen, ja zu vernichten (Horst Mahler!). Das ist der natürlich vergebliche, weil untaugliche Versuch, die Realität so zu manipulieren, daß sie mit ihrer falschen Landkarte (vermeintlich) „übereinstimmt“. Im Extremfall versuchen solche kranken Menschen, die Realität zu „zerstören“, um bloß nicht ihre Karte ändern zu müssen. Das ist natürlich unmöglich und deshalb unsinnig, denn »Wirklichkeit« kann nicht zerstört werden. Solche Menschen vergeuden mehr Energie zur Verteidigung ihrer falschen Weltanschauung, als sie für die Revidierung und Korrektur ihres falschen Weltbildes benötigen würden.

 

Der Vorgang des aktiven Anklammerns an eine falsche, überholte Karte der Realität ist die Grundlage zahlreicher psychischer (seelischer) Erkrankungen und wird in der Psychiatrie als »Übertragung« bezeichnet. Nach Dr. Scott M. Peck ist »Übertragung« eine Form verzerrter Wahrnehmung und eine Form wahnhaften Verhaltens, die in der Kindheit entwickelt wurden und damals auch völlig angemessen und angebracht waren, aber auf unangemessene und unangebrachte Art und Weise in die Welt des erwachsenen Menschen übertragen worden sind

 

Eine Übertragung ist immer permanent (von Dauer) und zerstörerisch; oft tritt sie aber nur subtil zutage. Das Problem der Übertragung ist ein Problem der Disziplin. »Disziplin« ist das elementare Instrument, das grundlegende Werkzeug, das wir brauchen, um die Aufgaben und Probleme des Lebens zu lösen. Ohne Disziplin können wir nichts ausrichten, erreichen und schaffen. Mit totaler Disziplin hingegen können wir alle Probleme lösen. Jeder Mensch, der nicht geistig behindert ist, kann grundsätzlich  jedes Problem lösen – wenn er diszipliniert ist.

 

Das lateinische Nomen (Hauptwort) »disciplina« bedeutet wörtlich »Wissenschaft«, »Schulung« und »Übung«; das verwandte Nomen »discipulus«: »Schüler«, »Lernender«, »Übender«. Beide Nomen stammen von dem lateinischen Verbum (Zeitwort) »discipere«: »etwas unterscheidend erfassen«. Was wird nun geschult und geübt? Wille, Urteilskraft und Tatkraft werden geschult und geübt. Wille und Urteilskraft sind notwendige Voraussetzungen für richtige und kluge Entscheidungen, Tatkraft für deren Umsetzung in die Praxis, in die Tat. Es geht also nicht um „Zwang“ oder um „Unterdrückung“ – im Gegenteil: der disziplinierteste Mensch ist zugleich auch der freieste Mensch. Auch hier besteht eine Analogie zur körperlichen Ebene: „Der schwache [untrainierte] Körper befiehlt; der starke [trainierte] Körper gehorcht.“ (Jean-Jacques Rousseau 12); Anm. d. d. Verf.) Und ebenso ist der undisziplinierte, willensschwache Mensch Sklave, Knecht und Gefangener seiner Triebe, Stimmungen und Emotionen, während der disziplinierte Mensch freier Herr seiner selbst ist.

 

»Disziplin« umfaßt nach Dr. Scott M. Peck vier Techniken, den Schmerz von Problemen konstruktiv zu überwinden: die Bereitschaft und die Fähigkeit des Aufschiebens von Belohnungen, das Akzeptieren und die Übernahme von Verantwortung für sich selber, die totale und unbedingte Hingabe an die Wahrheit und an die Wirklichkeit (Wahrhaftigkeit / Realismus / Ehrlichkeit) sowie Ausgewogenheit / Mäßigung / Gerechtigkeit. Das ist nicht viel und auch nicht kompliziert. Das Problem liegt nicht in den Techniken, sondern in dem Willen, sie anzuwenden. Denn es sind Techniken, mit denen man sich dem Schmerz stellt, anstatt ihm auszuweichen; wenn man jedoch echtes Leid vermeiden will, dann wird man auch den Gebrauch dieser Techniken vermeiden. Der Wille, die Kraft, sie trotzdem einzusetzen, ist die Liebe – um genau zu sein: die Selbstliebe. Deshalb ist »Disziplin« immer »Selbst-Disziplin«.

 

»Selbst-Disziplin« ist sorgfältiger, achtsamer Umgang mit der eigenen Person. Selbst-Disziplin beruht immer und nur auf Selbst-Liebe, und Selbst-Liebe entspringt einem gesunden Selbstwertgefühl. Selbst-Liebe wiederum ist die notwendige Voraussetzung für »Liebe« überhaupt. Menschen, die sich selber nicht lieben können, sind auch nicht zu echter Liebe zu anderen Lebewesen fähig. (Das ist der Grund der rücksichtslosen Ausbeutung der Natur und anderer Lebewesen sowie der Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen heutzutage.)

 

Selbstwertgefühl und Selbstliebe sind ein direktes Produkt elterlicher Liebe. Beide müssen von Geburt an, wahrscheinlich zum Teil schon praenatal (vorgeburtlich), erfahren und erworben werden. Sie als erwachsener Mensch zu erwerben ist extrem schwierig und in den meisten Fällen fast unmöglich. Selbstwertgefühl und Selbstliebe, die sich durch wahre, echte Liebe der Eltern zu ihren Kindern bei diesen entwickelt und ausgebildet haben, können bei Erwachsenen trotz aller Wechselfälle des Lebens nahezu unmöglich wieder zerstört werden.

 

Die heute grassierende Unmündigkeit der meisten modernen Menschen ist trotzdem – und das ist kein Widerspruch zu dem eben Gesagten – selbstverschuldet. Denn selbstverschuldete Unmündigkeit ist Flucht vor der Realität und die Weigerung, sich der Realität zu stellen – aus Faulheit, Feigheit und Schwäche. Die entspringen zwar immer mangelnder Selbst-Disziplin, also wiederum mangelnder Selbst-Liebe und mangelndem Selbstwertgefühl (s. o.), aber Selbst-Disziplin ist dennoch für jeden in gewissem Maße trainierbar (so wie z. B. Muskeln).

 

Die Methode des Westens der Moderne dafür ist die Psychoanalyse in Verbindung mit der Psychotherapie. Thorwald Dethlefsen bezeichnete die Psychoanalyse und die Psychotherapie als die intensivste und authentischste moderne Methode der Bewußtwerdung und Selbsterkenntnis. (Der Verfasser hält Kontemplation und Meditation für die besten Methoden – allerdings, wegen ihrer Gefahren, nur unter Anleitung und Aufsicht eines kompetenten, seriösen Meisters) Dethlefsen war der durchaus begründeten Ansicht, jeder Mensch sollte sich einer Psychoanalyse und einer Psychotherapie unterziehen. Scott M. Peck bezeichnet die Psychotherapie als „legitime Abkürzung zu persönlichem Wachstum“ und die Aufnahme einer Psychotherapie als einen Akt größten Mutes. Der Hauptgrund, warum Menschen keine Psychotherapie machten, sei nicht ein Mangel an Geld oder Zeit, sondern ein Mangel an Mut.

 

Nach Peck ist das vielleicht beste Maß für die Größe eines Menschen seine Bereitschaft und seine Fähigkeit zu leiden. Solche Menschen sind jedoch auch immer voller inneren Friedens und innerer Freude. Das waren und sind die großen Weisen und Heiligen der Menschheit wie Siddharta Gautama, genannt Buddha, und Jesus der Nazarener, genannt Christus. Die Buddhisten neigen dazu, das Leiden Buddhas zu vergessen, und die Christen tendieren dazu, die Freude Christi zu übersehen. Die Freude Buddhas unter dem Baum und das Leiden Christi am Kreuz sind eins. Buddha und Christus unterscheiden sich nicht voneinander.

 

Die Quelle, aus der sie ihre Kraft schöpften, war die Liebe – die absolute, das heißt nicht bedingte, nicht bedingende, bedingungslose, uneigennützige Liebe zu allem Lebendigen. Liebe zu anderen und Selbst-Liebe nämlich bedingen nicht einander, sondern sind ein- und dasselbe. Das meinte Jesus mit seinen Worten: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Matthäus 5: 43 u. 22: 39; Markus 12: 31; Lukas 10: 27; vgl. Levitikus [3. Mose] 19: 18)

 

Liebe(n) und Disziplin gehen Hand in Hand. Lieblose Menschen sind disziplinlose Menschen. Denn »Liebe(n)« ist nicht zu verwechseln mit »Verlieben«: „Lieben ist die Verwirklichung des absoluten Willens, das eigene Selbst zu entwickeln, zu erweitern, um das eigene spirituelle Wachstum und das eines anderen Wesens (oder anderer Wesen) zu fördern und zu nähren.“ (Nach Dr. Scott M. Peck) Das heißt, »Lieben« ist ein vollzogener Willensakt: eine in die Tat umgesetzte Absicht. (Deshalb spricht Erich Fromm auch von dem „Akt des Liebens“ und der „Kunst des Liebens“. Nota bene: nicht „die Liebe“, sondern „das Lieben“!) »Wollen« aber beinhaltet immer auch eine Wahl; es ist eine freiwillige Entscheidung zu lieben. »Lieben« ist die freiwillige Ausübung einer einmal bewußt getroffenen Wahl. »Liebe(n)« ist kein Gefühl!

 

»Liebe(n)« ist vom Willen bestimmt, nicht vom Gefühl! Echte Liebe ist nicht ein Gefühl, das uns überkommt und wieder verläßt, sondern eine wohlbedachte, freiwillig getroffene Entscheidung, die uns verpflichtet. Liebe(n) ist also eine Form oder ein Ausdruck von „Mut“ – des Mutes, sich mit einer bewußten Entscheidung zu einer tätigen Anstrengung zu verpflichten. Wenn eine Handlung nicht mit Mut und Arbeit verbunden ist, ist sie kein Akt der Liebe / des Liebens. Da Liebe(n) also »Arbeit« ist, ist Nicht-Liebe(n) »Faulheit«. Daraus folgt, daß (Selbst-) Disziplin in die Tat, in eine Handlung umgesetzte (Selbst-) Liebe ist.

 

Das einzige wahre Ziel der Liebe / des Liebens ist spirituelles Wachstum; die einzige wahre Wirkung der Liebe / des Liebens ist die Erfahrung der Entfaltung und der Ausdehnung des eigentlichen Wesens des Menschen, des göttlichen Selbst. Die Voraussetzung dafür ist (Selbst-) Disziplin. Die Schulung, die Übung der Selbst-Disziplin ist ein Prozeß der Pflege des eigentlichen »Wesens« des Menschen, des »Selbst«, und der Aufgabe des »Ich« oder des »Ego«. Der Schmerz des Aufgebens des »Ich« oder »Ego« ist der Schmerz des Todes, doch der Schmerz des Todes des »Ich« oder »Ego« ist nur der Schmerz der Geburt des »Selbst«, und der Schmerz der Geburt des »Selbst« ist der Schmerz des Todes des »Ich« oder »Ego«. Geburt und Tod sind nur die beiden verschiedenen Seiten ein- und derselben Medaille: des Lebens und des Sterbens durch Lieben und des Liebens im Leben und im Sterben.

 

„Während des gesamten Lebens muß man lernen zu leben, und, was euch noch mehr erstaunen wird, während des gesamten Lebens muß man lernen zu sterben.“ (Seneca 13))

 

Wer das versteht, akzeptiert und praktiziert, ist mündig und damit erst wirklich »Mensch«.      

                                                                                                                              

1) Dr. jur. Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), Universal-Genie und Universal-Gelehrter, Autor (Dramatiker, Epiker, Lyriker), Direktor des Weimarer Theaters, Jurist (Rechtsanwalt), Politiker (Staatsrat, Minister, Geheimrat), Naturwissenschaftler (Anatom, Botaniker, Zoologe, Mineraloge, Optiker, Farbenlehre), 1782 geadelt. Als Dichter, als philosophischer, kunsttheoretischer und naturwissenschaftlicher Schriftsteller sowie als Staatsmann bedeutendster Repräsentant der deutschen Klassik und National-Literatur sowie einer der überragenden Dichter der Weltliteratur. Goethes außergewöhnlich umfangreiches und vielfältiges Werk begründete und repräsentierte die höchste Blüte deutscher Kultur. Es umfaßt alle Gebiete der Philosophie, der Künste und der Wissenschaften. Zeitlich und thematisch spannt sich der Bogen seines Schaffens von der Aufklärung über die revolutionäre Sturm-und-Drang-Phase und die Klassik bis zur Romantik. Wichtigste Werke: Faust I (hrsg. 1808) und Faust II (hrsg. posthum 1833), das größte Opus der westlichen Literatur-Geschichte.

2) Dr. phil. Carl Gustav Jung (1875 – 1961), Schweizer Psychiater, Psychologe, Psychoanalytiker und Psychotherapeut, Schüler Sigmund Freuds, Privatdozent. Jung entwarf das System der „Analytischen Psychologie“ und prägte die Begriffe „Archetyp“ und „Kollektives Unbewußtes“. Jung wurde durch Edith McCormick aus dem Rockefeller-Clan finanziert und war 1943 als „Agent 488“ für den U.S.-Kriegs-Geheimdienst OSS (Office of Strategic Services) unter dem späteren CIA-Direktor Allen Welsh Dulles tätig.

3) Thorwald Dethlefsen (1946 – 2010), deutscher Psychologe, Psychotherapeut, Esoteriker, Astrologe und Autor. Bekannteste Werke: „Schicksal als Chance“ und „Krankheit als Weg“.

4) Henry Valentine Miller (1891 – 1980), deutschstämmiger amerikanischer Schriftsteller; bekannteste Werke: „Wendekreis des Krebses“ (1934), „Wendekreis des Steinbocks“ (1939), „Sexus“ (1949), „Plexus“ (1953), „Stille Tage in Clichy“ (1956), „Nexus“ (1960).

5) Dr. Scott Morgan Peck (1936 – 2005), amerikanischer Militär-Psychologe und Psychotherapeut, psychotherapeutische Praxis in Connecticut, Medizinischer Direktor der New Milford Hospital Health Clinic.

6) Desmond Morris (* 1928), britischer Zoologe, Ethologe (Verhaltensforscher), Publizist und Autor, bezeichnet in seinem Buch „The Naked Ape“ (1968) den Menschen (zu)treffend als „nackten Affen“.

7) Dr. phil. Sarvepalli Radhakrishnan (1888 – 1975), indischer Religions-Philosoph und Politiker (indischer Botschafter in der UdSSR 1949 – 1952; indischer Vize-Präsident 1952 – 1962; indischer Präsident 1962 – 1967)

8) Arno Gruen (* 1923), deutscher Psychologe, Psychoanalytiker und Autor. Gruen beschäftigt sich mit den Phänomenen der Unmündigkeit, der Destruktivität und des Bösen des Menschen. Werke: „Der Verrat am Selbst – Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau“, „Der Wahnsinn der Normalität – »Realismus« als Krankheit“, „Der Verlust des Mitgefühls – Über die Politik der Gleichgültigkeit“, „Der Fremde in uns“  u. a.

9) Dr. phil. Erich Kästner (1899 – 1974), Studium der Philosophie, Literatur und Geschichte; Germanist, Schriftsteller, Feuilletonist und Redakteur, zeitkritischer Moralist und Satiriker, Kabarettist und Humorist; Verfasser vieler Dramen und Drehbücher, Gedichte, Romane und Kinderbücher. Bekannteste Zitate: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ und „Reden – Schreiben – Schweigen.“ (angesichts und wegen der Ohnmacht der Minderheit der Mündigen gegenüber dem Widerstand der Mehrheit der selbstverschuldet Unmündigen.)

10) Eldridge Cleaver (1935 – 1998), schwarzamerikanischer Autor; Mitbegründer der „Black Panthers“.

11) Prof. Dr. Erich Fromm (1900 – 1980), deutscher Psychoanalytiker und Psychologe, war einer der großen Kritiker der unmündigen modernen westl. Gesellschaft. Werke: „Die Kunst des Liebens“, „Haben oder Sein“, „Wege aus einer kranken Gesellschaft“, „Anatomie der menschlichen Destruktivität“, „Die Seele des Menschen

12) Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778), französisch-schweizerischer Schriftsteller der Aufklärung, Kultur-Kritiker, Ideologe und Theoretiker der Französischen Revolution. Werke: „Abhandlung über die Wissenschaften und die Künste“ (1750), „Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit“ (1754), „Über den Gesellschaftsvertrag“ (1762), „Emile oder Über die Erziehung“ (1762).

13) Lucius Annaeus Seneca der Jüngere (4 v. Chr. – 65 n. Chr.), griechischer Moral-Philosoph der Stoa in Rom und Erzieher des späteren Kaisers Nero. Seneca geriet aufgrund und infolge einer Intrige im Zusammenhang mit der Pisonischen Verschwörung in den (unbegründeten und unberechtigten) Verdacht, zu den Verschwörern zu gehören, weshalb Kaiser Nero ihn zum Suizid (Selbst-Tötung) zwang.

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