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Gigantisches Solarkraftwerk entsteht in Marokko. Bau soll 2012 beginnen. Insgesamt soll das Vorhaben bis zu zwei Milliarden Euro kosten. Mit zwölf Quadratkilometern nehmen die geplanten Anlagen die sechsfache Fläche von Monaco ein. Desertec: „Wir wollen den Nachweis führen, dass die Wüstenstromidee richtig ist“. Kosten bis 2050: 400 Milliarden Euro. Deutschland soll "Führungsrolle" bei Finanzierung übernehmen.
Zwei Jahre nach dem Start der Desertec-Initiative soll der Traum vom Wüstenstrom Realität werden. Die Planungsgesellschaft Desertec Industrial Initiative (DII) will vom kommenden Jahr an ein Pilotkraftwerk in Marokko errichten, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe). "Der Bau soll 2012 beginnen", sagte Projektleiter Ernst Rauch von Munich Re, Gesellschafterin und Desertec-Initiator, der Zeitung.
Die in Deutschland gegründete Initiative, zu der Großkonzerne wie Siemens, Eon, die Deutsche Bank oder auch Italiens Energieriese Enel zählen, plant ein Projekt von gewaltiger Dimension: Die Kapazität soll bei 500 Megawatt liegen - der Hälfte eines modernen Atomkraftwerks. Insgesamt soll das Vorhaben bis zu zwei Milliarden Euro kosten. Mit zwölf Quadratkilometern nehmen die geplanten Anlagen die sechsfache Fläche von Monaco ein.
Allein die Kosten für die erste Baustufe, ein Kraftwerk mit einer Leistung von 150 Megawatt, veranschlagt die Initiative mit bis zu 600 Millionen Euro. Die Planer gehen davon aus, dass der Bau zwei bis vier Jahre dauert. "Je nach Technik kann 2014, spätestens 2016, der erste Strom fließen", kündigt Rauch an. Die Energie solle lokal verwendet, aber auch nach Europa exportiert werden. Die Wüstenstrominitiative kommt damit deutlich schneller voran als beim Start gedacht. Im Oktober 2009 äußerten sich die Gründer der Planungsgesellschaft DII noch vorsichtig: Innerhalb von drei Jahren wollten sie zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellen. Frühestens 2015 solle der Bau des ersten Kraftwerks starten, hieß es.
In einem früheren Interview erklärte der Chef der DII GmbH, der Projektgesellschaft der Desertec Industrial Initiative, Paul van Son: „Wir wollen den Nachweis führen, dass die Wüstenstromidee richtig ist“. In Marokko könne Desertec sowohl für den heimischen Markt produzieren als auch Strom nach Europa exportieren. Schließlich gebe es dort schon eine Leitung nach Spanien. Das Projekt sei zudem bewusst groß ausgelegt. „Wir werden zeigen, dass die Kosten deutlich sinken, je größer die Anlagen sind.“
Den Desertec-Plänen zufolge soll Europa künftig einen Teil seines Stroms emissionsfrei in den Wüsten Nordafrikas gewinnen. Angestrebt wird, dort rund 15 Prozent des eigenen Bedarfs sowie einen erheblichen Teil des Verbrauchs in den Erzeugerländern zu produzieren. Die Initiative hat bis 2050 ein geschätztes Investitionsvolumen von 400 Milliarden Euro.
Die Planungsgesellschaft DII sei bereit, 30 Prozent der Investitionen zu übernehmen, der Rest soll von diversen Staaten finanziert werden. Derzeit liefen Gespräche mit dem Umwelt- und Wirtschaftsministerium über eine Beteiligung des Bundes. Die Signale seien positiv. "Deutschland ist bereit, beim Desertec-Start eine Führungsrolle zu übernehmen", sagte Manager Rauch. Auch Spanien, Italien, Frankreich und die EU seien in die Gespräche eingebunden.
Ich habe den DAX-CRASH in 2011 vorhergesagt...kommt jetzt ein neuer CRASH?! Ads
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