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Banken: Vorbereitung auf Euro-Zerfall

Immer mehr Unternehmen befassen sich mit der Frage: "Was wäre wenn?" Vorbereitungen gegen den Euro-Zerfall gelten in der Öffentlichkeit als Tabu. Doch intern werden längst Vorbereitungen für einen möglichen Euro-Bruch getroffen. Auch Banken haben so genannte "Notfallpläne" bereits in der Schublade.

 

Immer mehr Unternehmen treffen intern Vorbereitungen für das Ende des Euros. Das Thema ist in der Öffentlichkeit Tabu. Um so mehr befassen sich intern ganze Abteilungen mit der Frage: "Was passiert, wennn der Euro bricht?" Laut Handelsblatt fänden sich Immer häufiger  vor allem in Verträgen transnationaler Konzerne Währungsklauseln, die festlegen, welche Währung im Ernstfall gilt. Ist der Euro also bei großen Konzernen schon längst abgeschrieben?

Doch nicht nur große Unternehmen, sondern auch internationale Banken trauen dem Euro nicht. Einen Notfallplan für das "Restrisiko" eines Euro-Zerfalls müsse jedes Institut haben, schon im Sinne guter Unternehmensführung, hatte zuletzt auch Commerzbank-Chef Martin Blessing auf der Bilanzpressekonferenz gesagt. "Man wird kaum eine Bank finden, die sich nicht schon Gedanken darüber gemacht hat."

Eine Absicherung für die Banken besteht darin, ihre Töchter in südeuropäischen Schuldnerstaaten möglichst autark in ihrer Refinanzierung aufzustellen, indem jeweils Forderungen und Verbindlichkeiten in Balance gehalten werden, schreibt das Handelsblatt. Demnach verschulden sich Institute, die Staatsanleihen südeuropäischer Länder halten, häufiger über ihre südeuropäischen Töchter. Das Kalkül: Bricht der Euro auseinander, erhalten diese Institute für ihre Staatsanleihen aus Italien oder Spanien vermutlich nur noch Lira oder Peseten. Ihre Schulden vor Ort werden dann aber ebenfalls auf die neuen Landeswährungen umgestellt.

"Vor allem britische und amerikanische Institute sollen sich schon im Dezember auf diese Art gegen Währungsrisiken abgesichert haben", sagt ein Frankfurter Bankmanager. "Das ist durchaus ein Misstrauensvotum gegen den Euro", warnt Bankprofessor Martin Faust von der Frankfurt School of Finance gegenüber dem Handelsblatt.  Die Vorbereitungen erweckten den Eindruck, dass die Banken einen Zerfall der Euro-Zone als potenzielle Gefahr sehen, sagt er. Und dieser Eindruck werde dadurch verstärkt, dass einige Institute so offen darüber redeten.

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