Gold aber auch Silber und die Rohstoffe sind in letzter Zeit kräftig unter Druck geraten. Sind die übergeordneten Aufwärtstrends noch intakt? Oder geht es jetzt erst mal weiter runter?
Von Claus Vogt
Gold befindet sich in einer langfristigen Hausse, die noch lange nicht zu Ende ist. Dafür sorgen vor allem die Staatsfinanzen, die nahezu weltweit völlig marode sind. Jahrzehntelang haben verantwortungslos agierende Politiker die Staatsschuldenspirale immer weiter nach oben gedreht und das Wohlergehen zukünftiger Generationen für Wahlerfolge geopfert.
Was verantwortungsvolle Eltern niemals tun würden, haben Regierungen in nie zuvor gesehenem Ausmaß vorgemacht: Sie haben weit über ihre Verhältnisse regiert und Schuldenberge angehäuft. Die Erbschaft, die sie den Kindern und Kindeskindern ihrer Wähler und Nicht-Wähler hinterlassen, besteht aus Schuldscheinen. „Nach uns die Sintflut“ war und ist ihr Motto, von Trump über Macron bis hin zu Merz und von der Leyen, die nichts unversucht lässt, um auch auf EU-Ebene die Aufnahme neuer Staatsschulden voranzutreiben.
Viel mehr müssen Sie eigentlich nicht wissen, um die Notwendigkeit zu erkennen, Ihr Vermögen vor den kurzsichtigen und selbstherrlichen Umtrieben solcher Politiker zu schützen. Gold bietet Ihnen diesen Schutz, da der Wert des Goldes nicht von Zahlungsversprechen abhängt.
Typischer Aufwärtstrend bei Gold
Drei Schritte vor, einen oder zwei zurück. Nach diesem simplen Muster verlaufen Aufwärtstrends an den Finanzmärkten. So auch bei Gold. Das sehen Sie auf dem folgenden Chart: Auf jede Aufwärtswelle folgte eine Korrektur, bevor eine neue Aufwärtswelle begann. Dauer und Ausmaß der Korrekturen unterscheiden sich, das Muster bleibt.
Ende Januar 2026 hat erneut eine Korrektur begonnen. Diese ist zwar etwas größer ausgefallen als ihre hier gezeigten Vorgängerinnen, bewegt sich aber im ganz normalen Rahmen einer anhaltenden Hausse. Darüber hinaus sind unsere langfristig orientierten Prognosemodelle unverändert bullish, sagen also eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends voraus. Deshalb sollten Sie diese Korrektur als Gelegenheit für Käufe nutzen. Den Lesern unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren haben wir bereits zur taktischen Aufstockung ihrer strategischen Gold-Position geraten.
Goldpreis pro Unze in $, Wochenchart, 2021 bis 2026
Seit Ende Januar 2026 befindet sich der Goldpreis in einer weiteren Korrektur auf seinem langen Weg nach oben – eine Kaufgelegenheit. Quelle: StockCharts.com; krisensicherinvestieren.com
Kaufgelegenheit im Rohstoffsektor
Unsere Indikatoren und Prognosemodelle weisen nicht nur bei Gold, sondern auch im Rohstoffsektor auf eine Kaufgelegenheit hin. Im großen Bild gesehen ging bei Rohstoffen 2020 eine Baisse zu Ende, die 2008 begonnen hatte. Seither befindet sich der Sektor in einer langfristigen Hausse und hat vor kurzem einen neuen mittelfristigen Aufwärtstrend begonnen.
Rohstoffe sind im Vergleich zu den Aktienmärkten extrem günstig bewertet. Günstiger als im Jahr 2020, als die radikale Corona-Politik für Chaos sorgte. Wie üblich in Baissephasen, haben die niedrigen Rohstoffpreise in den vergangenen Jahren zu geringen Investitionen bei der Suche und Erschließung neuer Lagerstätten geführt. Damit wurde der Boden bereitet für die nächste Rohstoffhausse, die bereits begonnen hat.
Rohstoffhaussen dauern gewöhnlich über ein Jahrzehnt. Bei anhaltend steigender Nachfrage aus aufstrebenden Volkswirtschaften wie Indien, Mexiko oder Indonesien hat diese Hausse noch viele Jahre vor sich und sehr viel Potenzial.
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