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Bettina packt aus

Bettina Wulffs Verleger weist Vorwurf eines inszenierten Rechtsstreits zurück. „Wir haben mit der Bekämpfung der Gerüchte nichts zu tun. Wir haben das aus der Zeitung erfahren“.


Der Verleger des Buches „Jenseits des Protokolls“ von Bettina Wulff, Christian Jund, weist den Vorwurf eines inszenierten Rechtsstreit um die angeblich zweifelhafte Vergangenheit der ehemaligen First Lady zurück. „Wir haben mit der Bekämpfung der Gerüchte nichts zu tun. Wir haben das aus der Zeitung erfahren“, sagte Oliver Kuhn, CEO der Münchner Verlagsgruppe, Handelsblatt Online im Namen des Verlegers.

Die Ehefrau des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff hatte wegen Gerüchten über ihre Vergangenheit unter anderem einen Rechtsstreit mit Moderator Günther Jauch angestrebt und Klage gegen den Internetkonzern Google wegen automatisch ergänzter Sucheingaben mit ihrem Namen eingereicht.
 
Google behauptet, die vorgeschlagenen automatischen Vervollständigungen Bettina Wulff/Escort Service etc. seien “das algorithmisch erzeugte Resultat mehrerer objektiver Faktoren, inklusive der Popularität der eingegebenen Suchbegriffe” und daran könne man nicht rütteln.

Jund hat aber natürlich zusammen mit Bettina Wulff und ihrer Co-Autorin einen detaillierten Marketingplan ausgearbeitet, bei dem „Bild“ eine zentrale Rolle spielt. „Wir haben! mit Bettina Wulff gemeinsam einen Plan besprochen und umgesetzt“, sagt Jund. „Bei so einem Buch kommt man an ,Bild’ nicht vorbei.“ Europas größte Zeitung berichtete vorab aus dem Buch.

Jund erwartet für seine Münchner Verlagsgruppe (Redline, MVG, FinanzBuch) ein Umsatzplus. Er prognostiziert für dieses Jahr einen Umsatz von 15 Millionen Euro. Alle fünf Tochterverlage seien profitabel, darunter auch der Riva-Verlag, in dem Wulffs Buch erschienen ist.

Der Münchner Verleger kam quasi ohne eigenes Zutun zu dem Bestseller der PR-Managerin. „Bettina Wulff und ihre Co-Autorin haben uns angerufen“, sagte er. Teile des Manuskriptes seien bereits vorhanden gewesen. „Sie wussten, dass wir hinter unseren Autoren zu 150 Prozent stehen.“
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