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STOPPT SPIEGEL JETZT
28.07.2014

Ohne jeden Beweis zur Schuldfrage um MH17 laufen deutsche Propgaganda-Postillen zur Höchstform auf. Der Spiegel titelt: "Stoppt Putin jetzt" und zitiert zweifelhafte Experten, welche die Aktion angeblich unterstützen. Plumper geht es kaum. Was kann den Mainstream-Wahnsinn noch aufhalten?

 

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Von Andreas Männicke

Obwohl die Verantwortlichen für den Flugzeugabsturz der malaysischen MH17 in der Ost-Ukraine  noch nicht gefunden wurden und es noch keine Beweise dafür gibt, dass die Separatisten oder eine russische Flugabwehrrakete die Ursache des Absturzes war, findet in fast allen westlichen Medien jetzt wieder ein Putin-Bashing statt. Auch  die von der EU am Freitag beschlossenen neuen Sanktionen gegen 15 weitere Personen und 9 russische Institutionen und Unternehmen sind eine Art „Vor-Verurteilung“, die auch in den meisten westlichen Medien in unangemessener Weise stattfindet. Auch soll Russland der Zugang zu den EU-Finanzmärkten erschwert werden.

 

Ich bin der Meinung, dass man erst die Fakten der Untersuchungsergebnisse abwarten sollte. Sicherlich wurde die Untersuchung durch das Verhalten der Separatisten erschwert; aber ob für all das, was in der Ost-Ukraine passiert, immer wieder Putin und der Kreml verantwortlich gemacht werden sollte, bevor die Beweislage klar ist, ist für mich auch eine Art möglicherweise von den USA und Briten ganz bewusst gesteuerte „Propaganda“ gegen Putin und damit gegen Russland. In Kriegen wird immer gelogen – auf beiden Seiten.

 

Nun versucht der Westen also Putin durch weitere Sanktionen gegen 15 weiter Personen, darunter auch Personen des Geheimdienstes, und erstmals auch gegen einige Intuitionen und Unternehmen aus dem Rüstungssektor und dem Öl/Gasausrüstungssektor zum Einlenken zu bringen, dass er mehr Einfluss auf die Separatisten in der Ost-Ukraine nimmt. Putin hält die Sanktion für unangebracht und droht seinerseits mit der Aufkündigung der Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich bei der Terrorbekämpfung. Auch bei den Wirtschaftsanktionen droht Putin, dass sich diese als Bumerang für den Westen erweisen können.

 

Zudem will Putin in Zukunft zusammen mit den „BRIC“-Länden und Saudi Arabien, dass nicht mehr in Dollar fakturiert wird. Dies könnte in Zukunft einen Angriff auf die Welt-Reservenwährung US-Dollar bedeuten. Auch die Einführung eines goldgedeckten Yuans wäre so etwas wie eine Kriegserklärung gegen die USA auf dem Währungsmarkt.

 

Umgekehrt könnten US-Rating-Agenturen die m Moskauer Börse zum Einstürzen bringen, wenn sie russische Staatsanleihen weiter auf Ramschniveau  herunterstufen und damit die Refinanzierung von Anleihen im Volumen von über 600 Mrd. USD erschweren bzw. unmöglich machen. Schon jetzt gelingt es der russischen Regierung nicht, international russische Anleihen auf den Markt zu bringen. Neben realen Kriegen in der Ost-Ukraine und am Gazastreifen zwischen Israel und Palästina könnten damit neue Währungs- und Finanzkriege die Weltbörsen maßgeblich beeinflussen. Durch einen neuen „Kalten Krieg“ oder einen ausufernden Israel/Palästina-Krieg gerät auch die Friedensdividende an den Börsen  in Gefahr. Die Waffenruhe am Gazastreifen ist trügerisch und wird nicht lange anhalten. Zudem erhöht sich damit weltweit die Terrorgefahr. In 2008 gab es übrigens auch einen Krieg zwischen Israel und Palästina und wir wissen alle, was 2008 an den Weltbörsen im Herbst auch geschah…

 

Bisher hielt sich der Dow Jones mit einem Indexstand von knapp unter 17.000 und der Nikkei-Index mit einem Indexstand  von knapp unter 15.500 Indexpunkte noch recht stabil in einer Seitwärtsbewegung aufgrund guter Unternehmensdaten. Die Berichtssaison verlief in den USA bisher überwiegend positiv. Der DAX korrigierte hingegen aufgrund des stärkeren Russland-Einflusses  bereits am Freitag scharf um 1,32% auf 9651 indexpunkte und der russische RTS-Index um 1,66% auf 1246 Indexpunkte.

 

 Vor 3 Wochen war der RTS-Index noch über 1400 Indexpunkte. Gazprom gab am Freitag um 1,95% auf 5,6 € nach  die Sberbank um 2,28% auf 6,4 € und der Mischkonzern Sistema sogar um 2,9% auf 17,9 €. Zudem schwächte sich der Rubel zum Euro auf 47,1 EUR/RUB an, so dass neben Kurs- auch Währungsverluste hinzukamen. Diese Korrekturen etwa 10% in 3 Wochen waren aber im letzten EAST STOCK TRENDS von mir auch erwartet worden, nachdem der RTS-Index zuvor seit Mitte März um 35% anstieg. Die „Vola“ wird hier hoch bleiben. Der Euro gab auch zum Dollar auf 1,34 EUR/USD nach. Öl, Gold und Silber blieben in der schon lange anhalten Seitwärtsbewegung. Ich befürchte zwar zunächst weiter Korrekturen an den Welt- und Ostbörsen, dann aber auch wieder gute Einstiegschancen.  

 

Nicht nur deswegen wird  im nächsten EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de)  eine attraktive  russische Aktie  aus dem IT-Bereich vorgestellt.

www.eaststock.de

 

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