In Berlin ist nicht einfach der Strom ausgefallen, sondern er wurde durch einen gezielten Terror-Akt gewaltsam unterbrochen. 45.000 Haushalte und 2200 Unternehmen betroffen. Die meisten können erst ab Donnerstag wieder auf Strom hoffen.
Von Meinrad Müller
Im Vergleich: Ganz Oldenburg oder Regensburg wären lahmgelegt
Eine Hochspannungsleitung wurde durch einen Terroranschlag zerstört, mit voller Absicht und im Wissen, dass zehntausende Haushalte betroffen sein würden. Rund 45.000 Wohnungen saßen (und sitzen) plötzlich ohne Strom, was auch Zentralheizungen lahmlegt, da auch diese Strom für Pumpen benötigen.
Die Folgen treffen reale Menschen: Toiletten funktionieren nicht mehr ohne Wasser in die Etagen hochzupumpen, Elektroherde bleiben kalt, Telefone und Computer sind nutzlos, Kühlgeräte tauen auf und Lebensmittel verderben. Ältere und kranke Menschen frieren ohne Heizdecken, Babys und Kinder in auskühlenden Wohnungen. In Krankenhäusern hängen Patienten auf Intensivstationen von Notstromaggregaten ab, die nur begrenzt halten.
Die Täter: Aktivisten oder Terroristen?
Die selbsternannte „Vulkangruppe“, eine linksextreme Vereinigung, hat sich in einem Bekenntnisschreiben zu der Tat bekannt und sie als Protest gegen „Kapitalismus und Umweltzerstörung“ gerechtfertigt. Sie kleiden ihre Handlung in ideologische Begriffe wie „Hoffnung“ und „bessere Welt“, doch sie haben wissentlich Menschen in Gefahr gebracht und den Alltag gestört.
Solche Akte, die lebenswichtige Infrastruktur angreifen, werden von Behörden als potenzieller Terrorismus eingestuft, da sie Leid in Kauf nehmen. Die Gruppe agiert seit Jahren (z. B. Angriffe auf Tesla-Fabrik bei Berlin) und scheint auf eine gewisse gesellschaftliche Akzeptanz zu setzen, da linke Gewalt in Teilen der Berliner Öffentlichkeit und Politik historisch relativiert wird.
Jahrzehntelange Toleranz linker Strömungen in Berlin
Berlin hat ein langjähriges Muster der Nachsicht gegenüber linken Spektren entwickelt, das bis in die 1980er Jahre zurückreicht. Autonome Gruppen, Squatter-Bewegungen und linke Aktivisten wurden oft geduldet oder als „politischer Protest“ verharmlost, statt sie konsequent zu verfolgen. Beispiele umfassen 500 jährliche Auto-Brandstiftungen, Angriffe auf Polizisten und Zerstörungen von Baustellen, die häufig mit „Ursachen verstehen“ statt harten Konsequenzen beantwortet wurden.
Diese Haltung hat ein Klima geschaffen, in dem Täter wie die Vulkangruppe – die seit 2011 aktiv ist und nie gefasst wurde – mit milder Behandlung rechnen könnten. Linke Ideen sind nicht nur in der „Szene“ verankert, sondern durchdringen Institutionen: In Parteien (z. B. Die Linke, Grüne), Verwaltungen (z. B. Senatsämter), Gerichten (wo Urteile zu Aktivisten oft milde ausfallen) und sogar in Teilen der Polizei (durch Ausbildungs- und Personalpolitiken). Berlin wurde lange von linken Koalitionen regiert (z. B. Rot-Rot-Grün), und selbst unter CDU-Führung ändert sich wenig, da ideologische Kontinuität und Finanzhilfen aus dem Länderfinanzausgleich Verantwortung mildern.
Angriff auf die arbeitende Bevölkerung
Der Anschlag trifft nicht Eliten, sondern Alltagsmenschen: Schichtarbeiter, Pflegekräfte, Handwerker, Praxen, Familien und Rentner, die auf stabile Infrastruktur angewiesen sind. Es ist ein Schlag gegen das „Nervensystem“ des täglichen Lebens. Wenn Justiz und Politik mit Verständnis oder Milderung reagieren, könnte das weitere Taten ermutigen. Dennoch zeigt die Debatte Spaltungen: Während einige (z. B. CDU-Politiker) harte Maßnahmen fordern, warnen andere vor Überreaktionen und betonen hybride Bedrohungen (z. B. aus Russland).
Was würde den Tätern geschehen, falls sie gefunden werden?
Basierend auf vergleichbaren Fällen in Deutschland (z. B. Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ oder Pipeline-Sabotage) würden die Täter wahrscheinlich mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, aber die Strafen sind oft milder als bei anderen Delikten. Ähnliche Gruppen wie Vulkangruppe (seit 2011 aktiv) wurden nie gefasst, trotz Bekenntnissen. Bei Verhaftung könnten Haftstrafen (z. B. 2–5 Jahre) folgen, oft reduziert durch Reue oder politische Kontexte. Es gibt Kritik an „Kriminalisierung“ von Aktivismus, was zu Debatten über mildere Urteile führt.
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