Dubai, die Stadt der Superlative, steht still. Der Mega-Flughafen? Lahmgelegt. Flüge gestrichen, verschoben, gestrichen – nichts geht mehr!
Von Meinrad Müller
Wer jetzt in der Glitzer-Metropole festsitzt, erlebt den Albtraum pur: Kein Weg raus per Jet. Die arabischen Nachbarflughäfen? Auch dicht. Bleibt nur die harte Tour: Mit dem Auto rüber nach Saudi-Arabien.
Rund 1.000 Kilometer Wüsten-Autobahn
Taxifahrer verlangen schon mal 9.000 Dollar. Und ein Sitz im Privatjet nach Kairo nochmals 250.000 Dollar. Wer es sich leisten kann, investiert in seine Freiheit. Die eigene Haut retten, nur darum geht’s. Neun bis elf Stunden Autofahrt in purer Monotonie. Von Dubai westwärts bis zum Grenzübergang Al Ghuwaifat, dann auf saudi-arabischer Seite weiter über Al Batha Richtung Riad. Die Straßen? Top ausgebaut, asphaltiert, mehrspurig. Aber: stundenlang nichts als flaches, leeres Land.
In Riad dann die nächste Hürde: Der King-Khalid-Flughafen ist zwar offen – aber die Preise explodieren! Charter-Maschinen kosten inzwischen bis zu 250.000 Dollar pro Flugzeug. Wer das nicht zahlen kann, hängt fest.
Für alle Strand- und Luxus-Fans: Die Welt ist kleiner geworden. Und teurer. Viel teurer. Bleibt nur zu hoffen: Der Normalbetrieb kommt schnell zurück. Sonst wird die „Flucht aus Dubai“ noch richtig teuer – oder richtig lang.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) gibt die große Retter-Show
„Wir wollen Deutsche nach Hause bringen!“ Krisenteams nach Oman und Doha, bald Maschinen für Kinder, Kranke, Schwangere – klingt edel. In Wahrheit: viel heiße Luft, null konkrete Antworten. Wohin sollen die Flieger landen, wenn Oman und Doha genauso dicht sind wie Dubai?
Und wann genau startet die „schnelle“ Hilfe? Fehlanzeige.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p




