Wir heizen also doch mit Gas aus Russland – ohne es zu wissen! Die Politik veräppelt uns alle mit einem billigen Hütchenspielertrick.
Von Meinrad Müller
Dem Gas sieht man die Herkunft nicht an, es brennt einfach. Auch wenn es nicht mehr von der Pipeline im Osten kommt – dort, wo die Sonne aufgeht –, sondern jetzt von Westen, wo die Sonne untergeht, genau wie die Glaubwürdigkeit der Politik.
Das ist der politische Hütchenspielertrick
Die EU-Politiker zeigen mit dem Finger nach Osten und schreien „Nie wieder russisches Gas! Sanktionen! Unabhängigkeit!“ – während sie gleichzeitig mit genau demselben Gas die EU-Leitungen füllen, nur verpackt in einem teuren Umweg.
Das scheinheilige Gas – nur teurer!
Es ist exakt dasselbe Molekül, das früher günstig durch Nord Stream bei Greifswald floss. Heute landet es in Häfen wie Le Havre, Rotterdam oder Zeebrugge – per Tanker aus der russischen Arktis (Yamal LNG). Verflüssigt, über den Ozean geschippert, wieder verdampft.
Beladen wird im russischen Hafen „Sabetta“. Der liegt tief in der russischen Arktis – rund 1.650 km östlich der Nordspitze Norwegens (Nordkapp). Bis zum französischen LNG-Terminal Le Havre sind es rund 9000 km. Was man nicht alles in Kauf nimmt, um die Nordstream-Pipeline nicht reparieren zu müssen. Verstehe das wer will.
Jeder Schritt kostet extra: Energie zum Kühlen, Spezialschiffe, Versicherung, Logistik. Ergebnis? Das Gas kommt wesentlich teurer an als früher über die Pipeline (früher oft unter 25 € pro Megawattstunde, heute Marktpreise bei 40–70 € und mehr – und wir zahlen die Zeche in höheren Heizkosten und Stromrechnungen).
Im Februar 2026 gingen 100 Prozent aller Yamal-Ladungen – 21 Tanker, 1,54 Millionen Tonnen – nur nach Europa. Kein Tropfen nach China oder Asien. Russland hat kaum andere Käufer – wir sind der Haupt-Kunde. Und das neun Monate vor dem angekündigten Verbot ab 2027!
Pure Scheinheiligkeit und Lüge für uns Verbraucher
Pipeline-Gas aus Russland? Politisch böse, tabu, verboten. Aber LNG per Schiff? Plötzlich erlaubt, willkommen, sogar massenhaft gekauft. Die Politik lügt uns ins Gesicht: Sie predigt Unabhängigkeit in der Tagesschau, während unsere Häfen Putins Gas annehmen und unsere Rechnungen explodieren.
Das ist Scheinheiligkeit hoch zehn: Politische Show für die Kameras, wirtschaftliche Realität für die Konzerne – und wir Normalos werden alle verarscht. Wir frieren nicht nur im Winter, wir frieren auch unser Geld ab – für Gas, das wir angeblich boykottieren.
Das gehört in die Tagesschau – hart und ehrlich!
Wann berichtet die endlich so: „Liebe Zuschauer, wir heizen immer noch mit russischem Gas – nur teurer und von der anderen Seite Europas. Danke, Politik!“?
Russisches Gas ist nicht weg. Es hat nur den Transportweg gewechselt.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



