Man muss dem Journalisten Dirk Maxeiner einfach überschwänglich danken. Sein fulminanter Beitrag auf der
„Achse des Guten“ über das Umweltbundesamt (UBA) und dessen literarische Eskapaden ist ein intellektuelles Festmahl. Wenn eine staatliche Behörde im feuchten Keller der Postmoderne nach einer Assel wühlt, um das Zeitalter des „Cthulhuzäns“ auszurufen, bleibt vernünftigen Beobachtern kaum etwas anderes übrig als die Flucht in den scharfen, reinigenden Spott. Maxeiner legt die Realsatire im Staatsbetrieb meisterhaft offen.
Intellektuelle Inzucht
Hinter dem Kulturschauspiel wird ein grünes Feuchtbiotop sichtbar, das sich im Grunde nur noch selbst feiert. Zusammen mit dem Berliner Verlag Matthes & Seitz vergibt das Amt den „Deutschen Preis für Nature Writing“.
Obwohl ein Beitrag über die Kellerassel erst mal unverfänglich klingt, darf man getrost davon ausgehen, dass Autor und Verlag im Vorfeld einer peniblen Gesinnungsprüfung unterzogen wurden. Erst nach dem positiven Befund, dass keinerlei „AfD-Nähe“ oder sonstiges Abweichen von der Staatslinie vorliegt, durfte die feierliche Übergabe der 10.000 Euro Steuergeld stattfinden. Es ist eine Blase, die panische Angst vor echter, ideologiefreier Schönheit in der Natur hat.
Elefanten im Zimmer statt Kellerasseln
Während sich das UBA im Feuilleton verliert und eine simple Kellerassel zum „Erkenntnisinstrument gegen den Anthropozentrismus“ aufbläst, kümmert sich MMnews um die echten Brocken. Auch wir sind in der medialen Fauna engagiert – allerdings nehmen wir uns im Vergleich zur winzigen, nützlichen Assel lieber die gigantischen, gerne übersehenen Elefanten vor, die mitten im Zimmer stehen. Die wahre Krise sitzt schließlich nicht unter dem feuchten Stein im Garten, sondern in den klimatisierten Chefetagen einer völlig abgehobenen Politik.
Hort für sinnfreie Steuerverschwendung
Dass eine Mammutbehörde mit rund 2.500 Mitarbeitern offensichtlich die Zeit findet, sich als Kuratorium für woke Befindlichkeitsliteratur und Volkserziehung zu betätigen, ist der eigentliche Skandal. Hier wird hart erarbeitetes Steuergeld verbrannt, um künftige Multiplikatoren im Sinne des Amtes zu züchten. Wer den vollständigen, herrlichen Spottkübel über diese Steuerverschwendung im Original lesen möchte, findet den Text hier:
https://www.achgut.com/