Realtime by RTFXForex Trading
Powered byARIVA.DE
 

News-Letter

Neues von homment

Merkel präsentiert Böhmermann

Bewiesene Verschwörungstheorien Aktualisierung 2016

ISIS Anschlag auf Herz der Demokratie

Top-Seiten in Deutschland - die 500 wichtigsten Internetseiten

Ein Hoch der Muße

Dialoge Zukunft Vision 2050

Politische "Hermeneutik"

2+2=4

Die öffentlich-private Partnerschaft: ein umstrittenes Modell

Reproduktionsmedizin: Neue Formen und Farben

Lohnt sich mein Leben noch? - Der ultimative Fragebogen, der alle Zweifel beseitigt!

Der Tod der dummen Nuss

Norwegischer Regierungsbericht: Großteil des IS-Öls geht in die Türkei

Gedankenpolizei Political Correctness" - Die mediale und politische Gängelei Andersdenkender

Studie belegt: Nicht geimpfte und wenig geimpfte Kinder sind gesünder

CIA-Handbuch

Die LINKE und die LÜGENPRESSE

Der wahre Terror und die Urheber des Terrors

"Entropie" der Kultur

Zensur findet doch statt

Ich habe nur vor einem wirklich Angst:

Wer bekommt mehr Geld?

Wenn sich der Gesetzgeber nicht um die Kosten seiner Regelungen kümmert

Todbringende Wikipedia Connection: Die Netzhetzer aus dem Pott

Kosten für EU-Pensionen steigen in gigantische Höhe

GEZ Gerichtsvollzieher: alle Videos

Rede Präsident Putins vor der UNO

Mode ist ein ästhetischer Witz!

Deutschland im Dornröschen-Koma! Ein Märchen!

Armes Deutschland: der gefährlichste Brüter wurde am Netz gelassen

Der kategorische Toleranz-Imperativ der EU

Erich von Däniken - Der andere Blick auf die Wissenschaft

Flüchtlinge - Schlepper Info-Blatt: Vergleich einzelner Länder, Unterkünfte, Zahlungen

Witzige Bilder: Experten am Werk...

Ein Staat hat die Interessen der Bürger nach außen zu vertreten

Verschwörung: Praxis schlägt Theorie

SED FDJ und Nazis: Wo ist der Unterschied

Unser schöner Planet: 50 Fotos von der Erde

Bewiesene Verschwörungstheorien

Alternative News

Unabhängige WEB-NEWS:

www.netkompakt.de

Neue Reiseberichte

Coyote Buttes - The Wave

740 Kilometer Schotterstraße durch die Canadische Wildnis von Dawson nach Inuvik

The Needles, Isle of Wight

Kennikott Ghost Town - Alaska

Kalalau Trail “Der Pfad ins Paradies”

Chile: Von Patagonien bis Atacama-Wüste

Peru - Eindrücke von einem wunderbaren Land.

Mallorca zwischen Strand, Stress und absoluter Ruhe

Irland - Pubs, Palmen und jede Menge Grün.

Bolivien - Abenteuer in über 4000m Höhe.

Hawaii - Eindrücke von einem Traumziel

Lybien - kein alltägliches Reiseziel

Reise zu meinem Geburtsort

Argentinien / Chile - Reise ans Ende der Welt und auf den Spuren Magellans

Malediven - weiße Strände, lauwarmes Meer...

Reise zu den Iguacu Wasserfällen / Brasilien

quer durch china

Kleine Antillen: St. Lucia

Quer durch China

Karibik, Grenada

Am anderen Ende der Welt

YAP - wer kennt YAP???

Tokio - die Metropole Nippons

Das Sultanat Oman

Anguilla - Cap Juluca. Mein schönster Inselurlaub!

Kuda Huraa - Trauminsel auf den Malediven

Der Weg ist das Ziel - HIKING in LAPPLAND

Gran Canaria - beliebt und vielseitig

Urlaub im Burgund

Mexiko - Bildimpressionen versunkener Kulturen

Indonesien - Bintan

Nepal - Trekking

Zentral Australien - Ayers Rock und Kings Canyon

Rundreise durch den Südwesten der USA

Grand Circle Tour / Mit dem Mietwagen durch den Südwesten der USA

Tasmanien - eine erlebnisreiche Wanderung

Japverdische Inseln - jenseits von Afrik

Kapverdische Inseln - jenseits von Afrika

USA / Utha - Der Arche National Park

Indien

Peru: Mysteriöse Linien von Nasca

AZOREN ohne Hoch - Erlebnisse in Europas Wetterküche

Schweden Reisebericht

Allein nach Malaysia

Land der Morgenstille” - Südkorea

Vietnam - fremd und faszinierend

Laos - Reise in ein unbekanntes Land

Kambodscha - die älteste Tempelstadt der Welt...

Mallorca - wie es kaum jemand kennt (englisch)

Barcelona - Metropole am Mittelmeer (englisch)

Thailand, der Süden (englisch)

Thailand, der Norden (englisch)

Paris - immer eine Reise wert... (englisch)

Prag - Stadt von bezaubernder Schönheit (englisch)

Philippinen - Traumstrände

Rom - Geschichte pur (englisch)

Hongkong - ultramodern und aufregend

Griechenland - Santorini

Florenz - Schatztruhe der Toskana

Venedig - die Stadt der Träume

Antarktis - Abenteuer am Südpo

Mit dem Rucksack unterwegs in Bangkok

Mit dem Kanu um die Antarktis - mutig oder lebensmüde?

Moskau - Stadt zwischen schrecklicher Bürokratie und vielen Luxusautos

Österreich - Schneereich... ein Geheimtipp für den Winter!

Italien - zwischen Antike und Strand

Marokko - Eindrücke aus der arabischen Welt

Bali, Insel der Götter - Sie ist eine Reise wert!

Dominikanische Republik - die schönsten Strandlandschaften dieser Welt.

Mythos Osterinsel

Himalaya - Trekking in Nordindien

Griechenland: Inselhüpfen auf den Kykladen - Paros, Naxos, Santorini

Italien: Baden in Amalfi, Besichtigung in Rom

Marokko - Urlaub auf dem Land: Auf dem Bauernhof bei Abdu's Familie

Mauritius - Schmelztiegel verschiedener Völker

Reiseberichte + Fotos

St. Maarten - Sonnenziel in der Karibik

Nationalpark Berchtesgaden – ein schönes Fleckchen Deutschland

Berlin im November - Bildimpressionen

Gran Canaria

New York, USA, Ground Zero im November 2003

Die belgischen Ardennen

Mit dem Kanu auf dem Beaver Creek

Bilder vom Fluss

Das Reisen fängt mit dem Fliegen an

Australien - der fünfte Kontinent

Schottland - Highlands & Islands

Safari in Botswana

Südafrika

Ontario, Kanada - Vielfalt für Geniesser

Nepal - Trekking unter dem Annapurna

Las Vegas - Super Amerika

Australien: 5000 Kilometer durchs Outback

Yellowstone - eine riesige Caldera

Kanadas Westen - Britsh Columbia

Reise zum Kap Der Guten Hoffnung

Barcelona auf kleinem Budget

Weltreise mit dem Auto: Ostafrika, Tansania

Uganda und Ruanda, Gorillas und Einsamkeit - Weltreise mit dem Auto

München, Deutschlands heimliche Hauptstadt (Munich, Germany)

Wunderschönes Gran Canaria

Malta & Gozo

Wunderschöne Côte d'Azur

Monaco oder Monte-Carlo? Treffpunkt der Reichen...

Nizza (Nice)

Peillon: Geheimtipp zwischhen Nizza und Monaco

Sainte Agnès - Geheimtipp an der Côte d'Azur

Menton - idyllisches Städtchen am Mittelmeer

Ein anderes Rio

Skitour: Hoher Sonnblick (Rauriser Sonnblick, Salzburg)

Das ewige Rom

Schloss Neuschwanstein

Ein Wochenende im Spreewald, Lübben

Entlang der Seidenstraße...

Skiferien in der Schweiz, Klosters

THE BEST OF BERGE

Lappland im Winter?

Reistipps für den Libanon!

Insidertipps WIEN

Schneewanderung in Niederösterreich (Steinbach - Ybbstalerhütte)

Weltreise im Allrad Wohnmobil - Kenia

Feuer unter Merkels Dach
05.11.2015

CDU-Umfragewerte auf Sinkkurs – Merkel mit ihrer Asylpolitik immer einsamer – In der CDU reißt die Kritik an Merkel nicht ab – Was Merkel nur sagt und was sie dann tut – Wann die CDU ihre Vorsitzenden bisher gestürzt hat

 

Von Klaus Peter Krause

Wegen des Flüchtlingsansturms verlieren die Alt-Parteien in der deutschen Bevölkerung immer mehr an Rückhalt. Ihnen, vor allem der Merkel-CDU, schwimmen die politischen Felle weg, die Wähler-Felle. Ihr – und nicht nur ihr – sitzt die AfD im Nacken. In dieser jungen Partei haben die Wähler erstmals eine echte Alternative zu Union, SPD, Grünen, Linkspartei und FDP. Passender hätte ihr Name auch gar nicht gewählt werden können: Alternative für Deutschland. Die Bundespolitik beeinflusst sie bereits, obwohl sie im Bundestag noch gar nicht vertreten ist. Doch reicht es schon, dass sie Sitze in Länderparlamenten erobert hat.

 

Wie schnell Politiker reagieren, wenn es ihnen ans Leder geht

Ohne diese Alternative und das von ihr erschließbare Wählerpotential, ohne die Massendemonstrationen gegen das von Merkel und anderen politisch offenkundig gewollte Einschleusen von Schein-Asylanten wären die gegen die Flüchtlingsflut ergriffenen Maßnahmen, teils Schein-Maßnahmen, noch dürftiger gewesen als inzwischen geschehen, wenn es sie denn überhaupt gegeben hätte. Man sieht daran, wie schnell Politiker mit Gesetzesregelungen reagieren können, wenn es ihnen ans Leder geht, nur weil ihnen die Wähler drohen davonzulaufen. Ein Beispiel dafür ist das Gesetzespaket zur Beschleunigung von Asylverfahren, in Kraft seit 24.Oktober. Erfahrungsgemäß können sich Kanzler ihrer Gefolgschaft nur so lange sicher sein, wie sie dieser die Wiederwahl und einträgliche Positionen sichern. Eine Ausnahme davon wird es auch für eine Kanzlerin Merkel nicht geben. Unter Beschuss ist sie schon.

 

CDU-Umfragewerte auf Sinkkurs

Ob man Umfragezahlen traut oder nicht, solange sie politische Reaktionen auslösen, kommt man nicht umhin, mit ihnen ebenfalls zu hantieren. Nach der jüngsten „Sonntagsfrage“ vom 28. Oktober (Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?) kämen CDU/CSU auf 36 Prozent (hier). Damit steht diese Union zwar immer noch weit vor den anderen Parteien, aber im August hatten sie noch 43 Prozent der von Forsa (repräsentativ) Befragten wählen wollen. Im politischen Leitartikel der FAZ vom 28. Oktober schreibt Jasper von Altembockum: „Geht es so weiter, unterschreitet auch die Volkspartei, die sich für die einzig verbliebene hält, die Marke von dreißig Prozent. Und was spricht dafür, dass es nicht so weitergeht?“

 

Ein Schlag auf das Nervenkostüm und Merkels bedrohte Autorität

So etwas haben Abgeordnete und andere Funktionsträger gar nicht gern. Und wenn dann der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer noch eins draufsetzt, indem er sagte „Wahrscheinlich sind wir jetzt schon tiefer, als es die Umfragen ausdrücken“, geht es unter die Haut. Schon zur Sonntagsfrage davor (21. Oktober mit 38 Prozent) hatte die FAZ festgestellt: Es sei ein Schlag auf das Nervenkostüm der CDU-Bundestagsabgeordneten. Und: „Es war eine Bemerkung, die in ihrer Konsequenz die Autorität der Bundeskanzlerin, der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel, unter den Bundestagsabgeordneten der CDU unterminieren könnte.“ (FAZ vom 22. Oktober, Seite 2 „Unruhe beim Blick auf die Umfragen“).

 

Den Abgeordneten geht es um die Chancen für ihre Wiederwahl

Weiter heißt es in dem FAZ-Bericht: „Etwa sechzig CDU-Abgeordnete, so lauten Schätzungen, seien nur wegen der außergewöhnlichen Umstände der Bundestagswahl 2013 in den Bundestag gewählt worden. Das knappe Scheitern der FDP und der AfD an der Fünf-Prozent-Klausel hatte zur Folge, dass auch auf den Listen weit hinten plazierte Kandidaten ein Mandat gewannen. Dazu hätten viele Direktkandidaten ihren Wahlkreis mit einem nur äußerst geringen Vorsprung gewonnen.

 

Sie alle verdankten ihr Mandat der Bundeskanzlerin, sagen Merkels Anhänger und Verteidiger. Doch Dankbarkeit ist in der Politik nur für die Vergangenheit eine Kategorie – und keine Handlungsanleitung für die Zukunft. Den Abgeordneten geht es um die Chancen ihrer Wiederwahl. Die zu optimieren, sehen sie als Auftrag der Führung an. „Die sind alle nicht mehr dabei“, sagen Merkels innerparteiliche Kritiker über das absehbare Schicksal der sechzig und sticheln gegen die eigene Vorsitzende.“

 

Merkel mit ihrer Asylpolitik immer einsamer

Die FAZ steht bekanntlich nicht im Verdacht, der Kanzlerin und der CDU übelgesonnen zu sein und äußert sich daher entsprechend maßvoll. Doch kommt sie nicht umhin zu registrieren, auf der jüngsten Fraktionssitzung (13. Oktober) sei „die Hälfte der Fraktion auf Anti-Merkel-Kurs“ gewesen. Manche hätten gar von einem „ersten Warnschuss“ gesprochen, „vor allem für den Fall, dass bis zur nächsten Fraktionssitzung Anfang November an den deutschen Grenzen nichts Fühlbares geschehe“.

 

In dieser Sitzung war es zur heftigen Debatte um die Flüchtlingspolitik gekommen. Die Tageszeitung Die Welt sprach von einer „Nagelprobe für die Kanzlerin. Angela Merkel werde mit ihrer Position in der Flüchtlingspolitik immer einsamer. Die Kanzlerin sei „streckenweise vorgeführt“ worden. In der Sitzung seien die „Fetzen geflogen“. Merkel habe um ihre Autorität ringen müssen. Der ganze Bericht hier.

 

Briefe gegen Merkel aus dem eigenen Lager

Andere Medien äußern sich nicht anders. Die Bild-Zeitung („Aufstand gegen Merkel“) berichtete von einem drei Seiten langen Brandbrief an Merkel, den inzwischen (14. Oktober) 126 CDU-Parteifunktionäre unterschrieben hätten. Deren Hauptforderung lautet, die deutschen Grenzen für Flüchtlinge, die aus sicheren Drittstaaten nach Deutschland gekommen sind, zu schließen. Der ganze Bericht hier.

 

Ebenso hat sich die Kommunalpolitische Vereinigung der Union (KPV) zu Wort gemeldet. Ihr Vorsitzender Ingbert Liebing, auch Landesvorsitzender der CDU Schleswig-Holstein, verlangte in einem Brief an Merkels Kanzleramtsminister Peter Altmaier nach nationalen Maßnahmen zur Grenzsicherung gegen den Ausländeransturm (FAZ vom 27. Oktober, Seite 4). Auf der KPV-Bundesversammlung am 13./14. November in Saarbrücken will er den Delegierten einen Antrag auf sofortiges Schließen der Grenzen vorlegen. Die KPV vertritt die Interessen von insgesamt 75 000 Amts- und Mandatsträgern (Quelle hier).

 

Henryk M. Broder schrieb in der Welt, Merkel habe die Bodenhaftung verloren (hier). Die FAZ vermerkte, die Nervosität nehme zu, unter den Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU hätten sich die Zweifel festgefressen – die Zweifel an dem Merkel-Satz: „Wir schaffen das.“ (Ausgabe vom 16. Oktober, Seite 3).

 

In der CDU reißt die Kritik an Merkel nicht ab

So geht es seit Wochen. Merkel bekommt Gegenwind. Merkels Beliebtheit sinkt. In der CDU reißt die Kritik an ihr nicht ab (hier). Gegen Merkel laufen Strafanträge und Verfassungsbeschwerden, darunter die eines „Instituts für Asylrechts“ eines „freiberuflichen Rechtswissenschaftlers“ (hier). Mit einer Verfassungsklage zumindest gedroht hatte auch Horst Seehofer, wenn die geltenden Regeln und Gesetze nicht wieder eingehalten würden (u.a. hier und hier).

 

Ein evangelischer Pfarrer in Baden-Württemberg wendet sich in einer 52 Minuten langen Predigt gegen die Politik der Kanzlerin, den Massenansturm unbegrenzt ins Land zu lassen, und wie es dabei mit der Wahrhaftigkeit in Deutschland aussieht (hier). Merkel provoziert zu Äußerungen wie zu dieser des Bloggers Peter Boehringer vom 23. Oktober: „Ist das Merkel fremdbestimmt oder irre? Beides!!“  FAZ-Leser Dr. Bernhard Möller, Eichenzell, sieht Kanzlerin Merkel so: „Wie bei der Energiewende (schlecht organisiert, kompliziert, extrem teuer, Wirtschaft ins Ausland treibend) und der Griechenland-Krise (nicht aus Erfahrung lernend, sondern neue Hilfspakete schnürend) zeigt sich die Kanzlerin als unbelehrbar, halsstarrig und nicht in der Lage, ein von ihr mitverursachtes Problem zu lösen. (FAZ vom 22. Oktober 2015, Seite 25)

 

Das Dilemma der CDU in Baden-Württemberg bei der Landtagswahl 2016

Die Folgen für die CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im Frühjahr 2016 und für ihren Spitzenkandidaten Guido Wolf beschreibt Rüdiger Soldt in der FAZ so: „Wolf steht vor einem Dilemma, das womöglich noch viele Mandatsträger seiner Partei erleben werden: Setzt er sich vorsichtig von der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin ab, riskiert er die Geschlossenheit der CDU. Die Quittung könnten ein Mobilisierungsproblem und die Irritation der Wechselwähler sein. Ignoriert er aber den Frust in der eigenen Partei und in deren Anhängerschaft, dürfte er am Ende des Wahlkampfes Schwierigkeiten haben, treue CDU-Wähler an die Wahlurne zu bekommen.“ (FAZ vom 23. Oktober, Seite 1).

 

„In meiner Familie täglich neues Entsetzen über Merkels Asylpolitik“

Der FAZ-Leser Roland Trottenburg, Bottrop, schrieb (Ausgabe vom 26. Oktober, Seite 18): „Ich bin seit 1968 überzeugtes und engagiertes Mitglied der CDU und habe mich bisher in allen wesentlichen Fragen von meiner Parteispitze gut vertreten gefühlt. Die aktuelle Asylpolitik der Kanzlerin löst bei mir und meiner Familie allerdings täglich neues Entsetzen aus. Wie kann Frau Merkel diesen ungebremsten, massenhaften Zustrom von Flüchtlingen mit unabsehbaren Folgen für unser Land zulassen?

 

Zu meinen, dass Deutschland in der Lage ist, alle Menschen aus Krisenregionen dieser Welt aufzunehmen, stellt aus meiner Sicht eine maßlose Selbstüberschätzung dar. … Ich verstehe nicht, warum Frau Merkel meint, Deutschland müsse allen voran eine Sonderrolle bei der Aufnahme von Flüchtlingen einnehmen, und sie den anderen Ländern eine moralische Messlatte vorgeben will. Zeigen Politiker mögliche negative Folgen auf, müssen sie Konsequenzen befürchten (siehe de Maizière).“

 

Erste Merkel-Ablöse-Szenarien

Inzwischen haben sich die Dinge zugespitzt. Die Initiative „Frau Merkel, treten Sie zurück!“ auf dem Portal AbgeordnetenCheck stieß auf einen derart gewaltigen Zuspruch, dass die Technik überfordert war und der Server unter dem Ansturm zusammenbrach (hier). Wolfram Weimer berichtete am 17. Oktober „Es kursieren in Berlin erste Merkel-Ablöse-Szenarien“ und breitete dazu drei Szenarien aus. Angela Merkel sei politisch angeschlagen wie noch nie in ihrer zehnjährigen Kanzlerschaft.

 

Die Migrationskrise erschüttere die Große Koalition und zusehends auch die Macht der Kanzlerin. Ihre Politik radikal offener Herzen und Grenzen finde immer weniger Zustimmung, und ihr Rückhalt in Koalition, Partei und Bevölkerung schwinde rapide. Der ganze Text hier. Auf einer Parteiveranstaltung in Hirschaid am vorigen Wochenende wandte sich der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer, so war ebenfalls in der FAZ zu lesen, frontal gegen die Kanzlerin: „Wenn die Asylpolitik nicht korrigiert wird, geht das an die Existenz von CDU und CSU“, habe er in den Saal geschleudert (Ausgabe vom 26. Oktober, Seite 2).

 

Wenn die CSU mit der CDU jetzt brechen würde

Am Sonntag (1.November) findet ein Treffen der Koalitionsspitze zur Asylpolitik statt. Die FAZ sorgt sich wegen Seehofer und malt ihm ihre Besorgnis in einem Kurzkommentar vorsorglich so aus: „Die CSU sei auf alles vorbereitet, lässt ihr Vorsitzender die Schwesterpartei vor dem Koalitionstreffen am Wochenende wissen. Auch auf den Rückzug aus der Regierung, wie jetzt spekuliert wird? Das käme dem Zünden einer politischen Atombombe gleich. Ihr Blitz stellte sogar Strauß und die Legende von Kreuth in den Schatten.

 

Aber was brächte der CSU der Gang in die Opposition? Merkel könnte rein rechnerisch in einer kleinen Koalition mit der SPD weiterregieren. Doch nach einem solchen Misstrauensvotum brauchte die Kanzlerin ein neues Mandat. Mit welcher Koalitionsaussage ginge die CSU dann in den Wahlkampf? „Mit der CDU – aber nur ohne Merkel“? Das würde und könnte die CDU sich nicht vorschreiben lassen. Das Verhältnis wäre auf lange Zeit verstrahlt, sehr zur Freude der linken Parteien, die, das wird gerne vergessen, schon jetzt eine Mehrheit im Bundestag hätten. Und was würde die CSU mit dem Atomschlag in der Sache erreichen, kurzfristig gar, wie gefordert? Deutschland wäre über Monate politisch gelähmt, während die Migranten weiter herbeiströmten.  (FAZ vom 30.Oktober, Seite 8).

 

Was Merkel nur sagt und was sie dann tut

Nach außen erweckt Merkel derweilen zwar den Eindruck, sie lenke ein. Sie habe, berichtete die FAZ, in der Flüchtlingspolitik eine härtere Gangart angekündigt. Abgelehnte Asylbewerber müssten konsequenter als bislang abgeschoben werden („Hier müssen wir viel strenger werden“), habe sie am 26. Oktober auf einer Dialogveranstaltung der Bundesregierung in Nürnberg gesagt (Ausgabe vom 27. Oktober, Seite 1). Aber schon einen Tag zuvor hatte die FAZ kommentiert, die Bundesregierung handele so, als habe sie sich mit dem Zustrom abgefunden und wolle durch Abschiebungen allenfalls für Korrekturen sorgen.

 

Auch die neueste Forderung Berlins, mit Afghanistan ein Rückführungsabkommen zu schließen, folge dieser Linie. An der Flüchtlingskrise ändere auch das erst einmal nichts. Die EU-Mitglieder, die Türkei und die Balkanstaaten würden sich nicht zum schnellen Handeln genötigt fühlen, wenn Deutschland seine Verhandlungsposition nicht etwa stärke, sondern noch zusätzlich dadurch schwäche, dass man in der Koalition „Transitzonen“ und andere Formen einer besseren nationalen Grenzregelung für Teufelszeug erkläre. „So lässt Berlin den Druck zwar weiter und weiter wachsen – aber an der falschen Stelle. Das ist fatal.“ (FAZ vom 26. Oktober, Seite 1).

 

2005 wollte Merkel die Zuwanderung noch begrenzen

Vor elf Jahren auf dem 17. Parteitag der CDU am 1. Dezember 2005 in Leipzig hat sich Frau Merkel zur Zuwanderung noch ganz anders geäußert:

 

“Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit! Eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern!”

Nun könnte sie das damals nur Geforderte vollziehen. Aber sie tut das Gegenteil.

 

Der Sturz von Kohl durch Merkel 1999 als Beispiel für heute

Der FAZ-Leser Professor Dr. Christoph Hübner, Berlin, erinnert in einer Zuschrift an den Sturz Helmut Kohls durch Merkel: „Mit der hilflosen Reaktion auf die Flüchtlingskrise sehen viele das Ende der Ära Merkel. Da war der Tag, an dem Angela Merkel vor der Presse eine Erklärung abgab, in der sie meinte ‚Wir schaffen das’, und mit dem Durchwinken der Flüchtlinge die politische Verantwortung übernommen hatte. Und sofort denkt das Land, das nicht mehr das von Frau Merkel ist, vielleicht liegt in diesem Ende der Ära Merkel auch eine Chance.“

 

„Merkel hat der Partei Schaden zugefügt“

Und weiter: „Die von Merkel verantworteten Vorgänge haben der Partei Schaden zugefügt. Nicht nur drohen nicht zu bewältigende Flüchtlingsströme in Millionenhöhe; die Partei – und nicht nur sie allein – muss sich dafür rechtfertigen, wie ein solches Desaster nach der Griechenland-Affäre möglich sein konnte. Es geht um die Glaubwürdigkeit Merkels, der CDU, politischer Parteien insgesamt. …

 

Vorlage für die folgenden Absätze ist ein Beitrag von Angela Merkel in der F.A.Z. vom 22. Dezember 1999: ‚Die von Helmut Kohl eingeräumten Vorgänge haben der Partei Schaden zugefügt.’ Man tausche nur die Person ‚Kohl’ gegen ‚Merkel’ aus, statt der ‚Spendenaffäre’ liest man ‚Flüchtlingsströme’.“ Die CDU-Mitglieder, die in der Partei Verantwortung trügen, kämen nicht umhin, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Ein solcher Prozess gehe nicht ohne Wunden, ohne Verletzungen ab. „Wie die CDU-Mitglieder in ihrer Partei aber damit umgehen, ob sie dieses scheinbar Undenkbare als Treuebruch verteufeln oder als notwendige, fließende Weiterentwicklung nicht erst seit dem August 2015 begreifen, das wird Angela Merkel im Übrigen sicher als Erste verstehen.“ (FAZ vom 26. Oktober, Seite 18).

 

Wann die CDU ihre Vorsitzenden bisher gestürzt hat

Gerüchte wollten wissen, der Sturz Merkels werde betrieben. Gerüchte sind Gerüchte, aber wenn sie aufkommen, gibt es dazu Anlass. Ein in der Schweiz lebender Deutscher notierte: „Die CDU hat traditionellerweise ihre Vorsitzenden immer dann gestürzt, wenn die ‚Marginal-Abgeordneten’, also vorrangig die bei guten Wahlergebnissen über Landeslisten ‚noch so eben’ ins Parlament gewählten Parlamentarier, sich um ihre materielle Absicherung Sorgen machen.“ Die machen sie sich jetzt.

kpkrause.de


h - dein Beitrag hier

 


Top News

  • Die deutsche Regierung ist ungewöhnlich stark beim diesjährigen Bilderberg-Treffen in Dresden vertreten. Mit von der Partie sollen unter anderem von der Leyen, Schäuble sowie Thomas de Maizière (alle CDU) sein. Von der SPD sind Gabriel und Steinmeier eingeladen. Liste der Teilnehmer umfasst 150 Personen.

    Weiterlesen...
  • Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat am Montag ein Maßnahmenpaket mit Hilfen für die von den anhaltend niedrigen Milchpreisen betroffenen Bauern vorgestellt: Der Bund werde die L...

    Weiterlesen...
  • Die Einfuhrpreise sind im April 2016 um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Dies war der stärkste Rückgang gegenüber dem Vorjahr seit Oktober 2009 (– 8,1 Prozent), teilte das Statis...

    Weiterlesen...
  • AfD-Chef Meuthen springt Gauland bei. - "Wenn Herr Boateng sich eines Tages dazu entschließen sollte, in meine Nachbarschaft zu ziehen, würde ich mich über ihn als neuen Nachbarn freuen"

    Weiterlesen...
  • Die Journaille macht jeden Tag neu Reklame für die AfD. Nicht 12 Stunden vergehen ohne eine neue Schlagzeile. Nun hat es auch die FAS - eine Zeitung die sonst kaum Beachtung findet - endlich geschafft, im Blätterwald aufzutauchen - Dank AfD.

    Weiterlesen...
  • Inhalte von Schließfächern und heimliche Gold-Schätze könnten in Zukunft problematisch werden. Laut einen Plan der SPD sollen Deutsche in Zukunft die Herkunft ihres Vermögens nachweisen. Können Sie das nicht wird es eingezogen. Beweislast soll umgekehrt werden.

    Weiterlesen...
  • Die EU-Kommission droht Deutschland laut eines Berichts der "Welt am Sonntag" (29. Mai 2016) mit der Zerschlagung in zwei Strompreiszonen. Strom wäre dann in Süddeutschland deutlich teurer a...

    Weiterlesen...
  • Emnid: SPD mit 21 Prozent auf tiefstem Stand seit sieben Jahren / AfD klettert auf 14 Prozent

    Weiterlesen...

Aktuelle Presse

Bitcoin Realtime + News

 

 

 

RSS-Feed

MMnews RSS-Feed ist frei, darf auf jeder Seite eingebaut werden.

RSS  Bedingungen / Mehr

Suche auf MMN

MMNews Artikel+Inhaltsuche

Bücher

Literatur-Empfehlungen

Statistiken

WERBEN auf MMnews
Banner + Textanzeigen 
Anfragen hier.

http://i.imgur.com/8uEm3hU.jpg

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.

Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.


Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Impressum / Rechtliches Kontakt  | Werben auf MMnews | Themen / Artikel vorschlagen | SPAM melden | RSS Feed

© MMnews 2012

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.