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Wollte Deutschland den Euro-Raum verlassen? Drohte die Währungsunion in letzer Minute zu platzen? Hat Sarkozy mit einem Blitzbesuch Merkel "noch einmal umgestimmt"? Bis zuletzt Gerüchte, dass Deutschland aus dem Euro austritt. Auch Trichet in Berlin. - Ackermann beim Krisengipfel in Brüssel.
Bei der Regierung in Berlin liegen die Nerven blank. Das erfuhr MMnews aus mit dem Thema vertrauten Kreisen: Alle Optionen lagen auf dem Tisch. Selbst ein Austritt aus dem Euro wurde nicht mehr ausgeschlossen.
Ob dies so kommt scheint tatsächlich noch immer nicht ganz vom Tisch, obwohl sich in der Nacht die Zeichen "pro Transferunion" verdichteten - nicht ohne Druck aus Brüssel.
Merkel & Co sind sich durchaus bewusst, dass der Krisengipfel in Brüssel von historischer Bedeutung ist. Entweder Transferunion und zahlen ohne Ende - und damit sich den Bedürfnissen aus Brüssel bedingungslos unterwerfen. Deutschland würde dann unbegrenzt für die Schulden anderer haften. Das bedeutet aber auch Verlust der Wahl und Wählerstimmen bei der deutschen Bevölkerung.
Oder sich sich dem Diktat aus Brüssel widersetzen und tatsächlich den Austritt aus dem Euro zu erwägen - also das Undenkbare zu tun. Dies wurde dem Vernehmen nach in Berlin so diskutiert - leider aber schließlich wieder verworfen. Zu stark war der Druck aus der Staatengemeinschaft.
Aus diesem Grunde kam Sarkozy in letzter Sekunde nach Berlin, um die Entscheidung pro Brüssel zu beeinflussen. Offensichtlich war er erfolgreich. Deutschland wird heute einer Vorstufe zur bedingungslosen Transferunion zustimmen, hieß es aus vertrauten Kreisen. Allerdings war dies keineswegs ein leichter Prozess und stand bis zum Schluss auf der Kippe.
Merkel und Schäuble sind sich bewusst, dass eine solche Entscheidung die Bundestagswahl negativ beeinflussen wird und dass die meisten Menschen in Deutschland keine Lust haben, ihr Erspartes südeuropäischen Schlendrianen zu opfern. Der Druck aus Brüssel war aber offenbar so groß, dass sich Berlin am Ende doch zu einer Entscheidung "pro Euro" durchgerungen hat und die Gedankenspiele eines Euro-Austritts verwarf. So wurden in letzter Sekunde doch noch die Weichen für eine Tranferunion gestellt.
So hieß es dann in der Nacht zu Donnerstag: Bei den Gesprächen über Hilfen für Griechenland haben Frankreich und Deutschland eine gemeinsame Position erzielt. Dies verlautete aus französischen Delegationskreisen. Das bedeutet im Klartext: Sarkozy hat Merkel die Pistole auf die Brust gesetzt und sie gezwungen, die Transferunion abzusegnen - was natürlich am Ende auch den Franzosen zugute kommt. Merkel hatte in dem Gespräch offenbar "keine Wahl". Zumal auch noch der EZB-Chef Trichet die Berliner Regierung höchst persönlich unter Druck gesetzt hat.
Kurz vor dem Euro-Krisengipfel hat auch EZB-Chef Jean-Claude Trichet Kreisen zufolge an einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in Berlin teilgenommen. Dies verlautete am Mittwochabend aus der Delegation von Sarkozys. Einziges Ziel: Verhindern das Deutschland den Euro verlässt.
Den Euro-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag wird auch eine Gruppe europäischer Spitzen-Banker begleiten. Das berichtet die "Bild-Zeitung" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf diplomatische Kreise. Federführend mit dabei sind demnach Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann sowie der Chef einer privaten französischen Großbank. Die Banker sollen bei dem Gipfel in die Debatte um eine Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Rettung eingebunden werden. Ich habe den DAX-CRASH in 2011 vorhergesagt...kommt jetzt ein neuer CRASH?! Ads
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