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Euro-Betrug: Skandal zwischen den Jahren
06.01.2013

Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind das „Schwarze Loch der Wahrnehmung“ und deshalb für das  Euro-Polit- und Finanzsyndikat der ideale  Zeitpunkt zur unauffälligen Veröffentlichung brisanter Euro-Nachrichten.

 

von Rolf von Hohenhau

Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind das „Schwarze Loch der Wahrnehmung“ und deshalb für das  Euro-Polit- und Finanzsyndikat der ideale  Zeitpunkt zur unauffälligen Veröffentlichung brisanter Euro-Nachrichten. Als zusätzliche Hürde werden diese in Englisch abgefasst, das (Ausnahme Irland) nirgendwo hier Landessprache ist. So ist gewährleistet,  dass der normale Bürger von den größten Euro-Lumpereien nichts erfährt.


Am 28.12.2012 berichtet - man weiß nicht ob man lachen oder weinen soll - die  Süddeutsche Zeitung folgendes:  „Die internationalen Geldgeber können ausnahmsweise mal erleichtert sein. Die bereitgestellten Hilfen in Höhe von 50 Milliarden Euro für die griechischen Banken reichen aus.“ 

 

Geldgeber? Erleichtert? Ausnahmsweise? Bereitgestellte Hilfen?  Nun, der Großteil des bereitgestellten Geldes kommt wie stets aus Deutschland, genauer gesagt von IHNEN, lieber (SZ-) Leser, denn SIE werden das bezahlen, ob Sie wollen oder nicht. Merkel und Schäuble haben das vereinbart. Das wissen Sie nicht? Dann wissen Sie es jetzt! Ach, Sie wollen keine Banken retten?  Seien Sie ruhig, Ihr Abgeordneter hat für die „ alternativlose“ Rettung gestimmt, und das reicht (angeblich). Natürlich ist - das hat die SZ wirklich trefflich erkannt -  die internationale Finanzoligarchie „erleichtert“. Aber erst recht „erleichtert“ sind SIE, werter Bürger und Steuerzahler, und zwar um eben diese Euro 50 Milliarden!


Aufmerksame Leser werden sich vielleicht an unseren etwas boshaften Artikel  „Der große Coup“ (18.07.2012) erinnern. Dort findet sich auf Seite 11 (Ziffer 7.,  2. Beispiel) eine kleine Abhandlung über den griechischen Freund von EU-Kommissionspräsident  Barroso, Herrn Spiros Latsis (hier ein kurzer Blick auf seine Yacht), dessen Bank EFG Eurobank Ergasias Ende Juni 2012 Euro 4,2 Milliarden aus dem Eurorettungsschirm erhielt. Inzwischen hat die (besorgte) Finanzoligarchie festgestellt, dass dies leider nicht genug war: Die „Latsis-Bank“ benötigt weitere Gelder!

 

Wie viel,  darüber gibt der am 28.12.2012  veröffentlichte Bericht der Griechischen-BlackRock-Zentralbank  über „Rekapitalisierung und Restrukturierung des griechischen Bankensystems“ Auskunft. Auf Seite 8 findet sich die Liste der GR-Banken samt Finanzbedarf.  Position 2 weist für die Eurobank einen weiteren Kapitalbedarf von Euro 5.839 Milliarden aus. Die Eurobank ist identisch mit der EFG Eurobank Ergasias von Spiros Latsis. 

 

Wir sehen schon, wie z.B. die Verkäuferinnen von Aldi und Lidl „erleichtert“ aufatmen, dass sie nun (dank Merkel und Schäuble) über direkte/indirekte Steuern diesen weiteren Kapitalbedarf der Latsis-Bank  decken/bezahlen dürfen. Nicht auszudenken, wenn sich Herr Latsis von seiner Yacht etc. hätte trennen müssen. So aber können wir alle an Bord gehen und fröhlich durch die Ägäis schippern: Herr Barroso, die Verkäuferinnen von Lidl und Aldi (als die „internationalen Geldgeber“ und Miteigentümer der Yacht), Finanzoligarchen aus aller Welt, kluge Partner von BlackRock, „unsere“ Kanzlerin Merkel samt ESM-Gouverneur Schäuble, der Unterzeichner, die freudig erregte Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung, der Kanzlerkandidat und Herr Spiros Latsis natürlich – als generöser Gastgeber! Und aufbauend auf solchen Freundschaften  können wir ganz sicher sein: Auch 2013 wird uns die  Rettungspolitik der Regierung A. Merkel wieder „stark erleichtern“ - da liegt die Süddeutsche irgendwie schon ganz richtig!

www.stop-esm.org


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