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Zentralbanken: Größter Raubzug aller Zeiten
13.06.2013

Zentralbanken manipulieren die Zinsen nach unten und enteignen damit die Sparer. Pro Jahr sparen Staaten damit Billionen - auf Kosten ihrer Bürger. Diese werden durch Inflation kalt enteignet. - Wenn die Masche auffliegt, ist eine Währungsreform unvermeidlich.

 

von Michael Mross

Wenn ein Räuber jemand das Portemonnaie klaut, dann macht er sich strafbar.  Wenn Zentralbanken die Sparer um Milliarden betrügen, dann regt sich kaum Widerstand. Die Menschen nehmen den Diebstahl ohne Murren hin, weil er zunächst unsichtbar und schleichend funktioniert. Doch am Ende steht die Enteignung - und diese geht schon jetzt in die Milliarden.

Die historisch niedrigen Zinsen führen einer offiziellen Schätzung der Postbank zufolge bei deutschen Sparern allein in diesem Jahr zu einem realen Vermögensverlust in zweistelliger Milliardenhöhe. Demzufolge verlieren die Bankeinlagen der privaten Haushalte 2013 unter dem Strich rund 14 Milliarden Euro an Wert. Mit anderen Worten: Deutschen Sparern werden 14 Milliarden geraubt.

Grund sei die im Vergleich zu den Zinsen hohe Inflationsrate, sagte Postbank-Chefstratege Marco Bargel. Er bezeichnete das Minus als "kräftige Vermögensvernichtung", die langfristig Schaden anrichte.

Der Konjunkturchef des Münchner ifo Instituts, Kai Carstensen, zeigte sich angesichts der Zahlen ebenfalls sehr besorgt. Der "Bild-Zeitung" sagte Carstensen: "Die Mini-Zinsen sind für die Sparer die größte Geldentwertungsmaschine seit Einführung des Euro." Ein Ende der Entwicklung sieht der Fachmann nicht.

Tatsächlich wird den Sparern aber noch viel mehr Geld abgezwackt. Laut Berechnung des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW) spart die Bundesregierung dank der niedrigen Zinsen für Bundesanleihen bis 2014 mehr als 100 Milliarden Euro an Zinszahlungen - Geld, das eigentlich den Sparern zusteht.

Bei Licht betrachtet kommt die Niedrigzins-Politik der Notenbanken einer gigantischen Steuer gleich - oder treffender: Es ist eine Enteignungsmaßnahme.

Nur wird diese Enteignung so von den Bürgern nicht wahrgenommen. Das ist der Trick. Doch jedermann ist Opfer dieser indirekten Steuer / Enteignung. Man kann ihr nicht entweichen. Das Geld ist weg. Man merkt es erst am Ende eines langen Sparvorgangs. Bei den Pensionen, den Lebensversicherungen, den Sparverträgen.

Die Frage ist, wie lange die Menschen das noch mitmachen? Wer sein Geld heutzutage bei einer Bank hat, erhält praktisch Null Zinsen und trägt dafür das Risiko einer Bankpleite, bei dem sein Geld weg ist. Eigentlich verwunderlich, dass es deshalb noch keinen Bankrun gegeben hat - denn bei so geringen Zinsen lohnt sich die Bankeinlage praktisch nicht mehr. Dafür trägt man das volle Risiko einer Bankpleite.

Das Problem mit den Niedrigzinsen ist kein Euro-spezifisches sondern ein globales Problem. In Japan und den USA sieht es nicht anders aus: Fast null Zinsen bei fast allen Laufzeiten, dafür aber überall Inflation. Und genau das ist es, was die Notenbanken wollen: Der Sparer soll die Zeche für die Schuldenorgie der Staaten zahlen - durch kalte Enteignung.

Überall auf der Welt manipulieren die Notenbanken die Zinsen: In Japan, USA, Großbritannien und nicht zuletzt bei der EZB. Und nicht nur bei den kurzlaufenden Zinsen, sondern auch bei Staatsanleihen. Denn genau das ist es, worum die EZB nun kämpft: Sie will rechtswidrig Staatsanleihen kaufen, um die Zinsen künstlich niedrig zu halten. Mit Kapitalismus und freier Marktwirtschaft hat das natürlich wenig zu tun. "Planwirtschaft" ist da schon die treffendere Bezeichnung.

Doch die EZB steht damit nicht alleine da. Rechnet man die Manipulationsmaßnahmen der westlichen Zentralbanken zusammen, sparen die Staaten in den wichtigsten Industrienationen durch diesen Betrug über eine Billion Zinsen pro Jahr - Geld, dass den Sparern vorenthalten wird.

Stellt sich nur die Frage: Wie lange noch? Wie lange noch lassen sich die Sparer sich das noch bieten? Und wann verlieren die Notenbanken ihr letztes Fünkchen Vertrauen, wenn sie bald vollgesaugt sind mit wertlosen Staatsanleihen, die sie nie wieder aus ihrer Bilanz herauskriegen, ohne einen sofortigen Crash auszulösen?

Wenn dieser Betrug irgendwann auffliegt, kommt die Währungsreform zwangsläufig. Wenn die Notenbanken ihr Vertrauen verspielt haben, dann können sie Geld drucken und Staatsanleihen kaufen, so viel sie wollen. Die bunten Scheine werden dann nicht mehr akzeptiert.



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