Am 6. Februar 2026 lagen die deutschen Gasspeicher bei 29 Prozent. Am 9. März 2026 ist dann Schluss, nicht vielleicht, nicht irgendwann, sondern genau an diesem Montag. Rein rechnerisch.
Von Meinrad Müller
Ohne Gas gibt es keine warmen Heizkörper. Fällt das Gas weg, bleibt kaltes Metall. Keine Schonfrist, kein Übergang. Doch die Kälte ist nur der Auftakt. Zuerst wird der Industrie das Gas abgedreht, weil Haushalte Vorrang haben. Wenn Betriebe kein Gas mehr bekommen, stehen die Maschinen still. Die Arbeitnehmer bleiben zu Hause, weil es nichts mehr zu arbeiten gibt. Gas ist das Fundament dieser Wirtschaft.
Wenn auch der Strom verschwindet
Ein erheblicher Teil des Stroms kommt aus gasbetriebenen Kraftwerken. Fällt das Gas, fallen auch sie aus. Dann wird aus der Energiekrise ein flächendeckender Blackout. Kein Licht, keine Kühlung, keine Kassen, keine Geldautomaten. Und vor allem: kein Internet. Router tot, Mobilfunk tot, Server tot. Niemand kann mehr empört posten, niemand mehr wütend kommentieren, niemand mehr der Regierung widersprechen. Ist dieser Kollateralschaden etwa gewollt?
Unter 20 Prozent beginnt die echte Mangellage
Ein technischer Rest an Gas muss im Speicher bleiben. Diese Grenze ist nah, besonders in Bayern, wo einzelne Speicher bei 15 Prozent oder weniger liegen. Trotzdem heißt es weiter, man komme durch. Statt Versorgung gibt es Aktionismus. Am 10. März sollen 320 Millionen Gasfeuerzeuge eingesammelt werden, um daraus rechnerisch 27 Stunden Energie zu gewinnen. Ein energiepolitischer Witz des Autors in einer nationalen Notlage.
Die vierte Pipeline von Nord Stream 2 ist technisch funktionsfähig
Sie könnte binnen weniger Tage Gas liefern. Doch dieses Gas ist politisch unerwünscht. Lieber sollen die Bürger die Segnungen dieser Politik ganz konkret erfahren. In kalten Wohnungen, dunklen Straßen und toten Netzen. An den Fingern, und am Hintern.
Und wer deshalb verfrüht stirbt, hat doppelt Pech:
Krematorien laufen auch mit Gas.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



